Video-Fundstück: Midway-Albatrosse sterben mit Müll im Magen

Füttern mit Plastik

Ein erschreckendes Video von den Miway Islands im Pazifik zeigt Albatrosse, die mit Plastik-Müll im Magen verenden.

Albatros-Küken auf Midway mit Plastik-Müll im Magen

Albatros-Küken auf Midway sterben mit Plastik-Müll im Magen.

Albatrosse sind die Symbol-Vögel der Hochseesegler. Extrem-Segler berichten über die enthusiastischen Momente, wenn ihnen die besten aller gefederten Segler im einsamen Southern Ocean erscheinen.

Umso schmerzhafter ist es es, ihnen beim Sterben zuzusehen. Der Fotograf Chris Jordan reiste 2009 und 2010 nach Midway, um die Qualen der Vögel zu dokumentieren. Er deckte auf, dass die Albatros-Küken im Nest von ihren Eltern mit Plastik-Müll gefüttert werden, der diesen im Meer wie Nahrung erscheint.

Midway liegt 2000 Meilen von jeder Festland-Küste entfernt unbewohnt in der Mitte eines gigantischen Strudels, der den Zivilisationsmüll zu der Insel spült. Zehntausende Albatros-Jungvögel sterben jährlich: Sie verhungern, werden vergiftet oder ersticken.

Fotograf Jordan hofft mit seinem Film daran zu erinnern, was passiert, wenn man Müll in das Wasser wirft.

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6 Kommentare zu „Video-Fundstück: Midway-Albatrosse sterben mit Müll im Magen“

  1. avatar louie sagt:

    da sei einem doch auch die ausstellung ‘endstation meer?’ im museum für kunst und gewerbe in hamburg ans herz gelegt. im mittelpunkt stehen die gigantischen mengen plastikmüll, die täglich in die meere gelangen, die folgen der verschmutzung für die natur und den menschen sowie verschiedene lösungsansätze für dieses globale problem.
    war erst am wochenende da. ist auch für die kleinsten zu empfehlen!

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  2. avatar Klaus sagt:

    Ein grauenvoller Film. Und gerade deswegen Dank an SR für die Veröffentlichung.

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  3. avatar Minna sagt:

    Öhm, das Problem kann man an deutschen Küsten auch sehen. Küken-Leichen mit Plaste in Hals und Bauch; tote Alttiere gerne mal auch mit Plastik-Six-Pack-Trägern oder Netzresten um den Hals.

    Müll gehört in die Tonne und nicht auf See. Am Besten ihn gleich vermeiden.

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  4. avatar was tun? sagt:

    was tun?
    den einschlägig Interessierten ist das “Plastik-im-Meer-Problem” schon lange bekannt, ich kenne leider keine gute Lösung

    Ich frag mich, ob bei den vielen schlauen Segelreporter-Lesern nicht ein paar interessante Gedanken schlummern, wie wir unseren Hobby-Tummelplatz wieder sauber bekommen bzw. weiteren Mülleintrag verhindern …

    Feuer frei!

    Hintergrund gibts auch noch hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCllstrudel

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  5. avatar Jasmin81 sagt:

    Solche Bilder sind natürlich mehr als schockierend und lassen einem das Blut in den Adern stocken. Da fragt man sich, ob man diesen ganzen Plastikmüll überhaupt vermeiden kann und wenn ja, wie? Eine in England lebende Familie kann diese Frage beantworten, denn sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht keinen anorganischen Müll mehr zu produzieren, d.h., sie produzieren nur noch Müll, der sich kompostieren lässt. Es ist ganz klar ein Tropfen auf den heißen Stein, doch es gibt mittlerweile Plastik, welches aus organischem Material gefertigt wird und wenn wir bewusst solche Produkte kaufen, können wir erreichen, dass solche Plastikarten in Zukunft den gleichen Preis, ja vielleicht sogar günstiger sind wie Schadstoff reiche Materialen.

    Ein Leben ohne Restmüll: So geht es!

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  6. avatar Dieter Walch sagt:

    Man könnte heute transparente plastikähnliche Verpackungen und Beutel aus Stärke herstellen. Diese Produkte sind kompostierbar. Sie belasten daher die Umwelt nicht. Der Verbraucher müsste nur bereit sein dafür einige Cent mehr zu bezahlen.Und wie wärs wenn man zum Einkauf einen Korb oder ein Netz mitnehmen würde? Es liegt auch an uns!

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