America’s Cup: Artemis im Angriffsmodus – Der stärkste Herausforderer?

Auf Augenhöhe

Das schwedische America’s Cup Team Artemis hat in San Francisco parallel zu Oracle seinen neuen foilenden Turbo AC45 getestet. Die neu rekrutierten  Olympiasieger Freddy Loof und Paul Goodison erhielten ihre ersten Flugstunden.

Artemis Racing

Spritzwasser bei hohem Speed auf dem ehemaligen AC Revier in San Francisco. © Sander van der Borch/Artemis

Artemis könnte für Oracle die größte Herausforderung im Kampf um die America’s Cup Krone werden. Gleich sieben Olampiasieger hat Geldgeber Torbjörn Tornqvist um sich versammelt. Und nach dem Desaster beim vergangenen Cup, das ihn 120 Millionen Euro gekostet haben soll, will er diesmal alles richtig machen.

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Nathan Outteridge am Steuer neben Oan Percy. © Sander van der Borch/Artemis

Während Ian Percy und Nathan Outteridge auf die Erfahrung des vergangenen Cups bauen können, sind sie offenbar auch technisch bestens aufgestellt. Jedenfalls haben sie beim Launch des neuen AC45 schon einmal das gleiche Timing wie der Cup-Verteidiger und zeigt sich auf Augenhöhe.

Es ist ein gutes Zeichen, dass sie nicht wieder zu früh die falschen Weichen gestellt haben, wie beim vergangenen Cup. Der Design-Weg zum nicht foilenden Artemis AC72 führte trotz bestem Budget zu einem nicht konkurrenzfähigen Boot und schließlich auch zu dem schrecklichen Unfall, bei dem Andrew Simpson sein Leben ließ.

Der Turbo AC45 ist eine Design-Plattform für den in einem Jahr zu bauenden AC62, mit dem der America’s Cup 2017 ausgesegelt wird. Die World Series wird mit One Design AC45 ausgesegelt.

Artemis Racing

Artemis beim Foiler Training in San Francisco. © Sander van der Borch/Artemis

Artemis Racing

Stabile Fluglage. © Sander van der Borch/Artemis

Artemis beim Foiler Training. Stabile Flugphase auch am Wind:

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Starboot Olympiasierger Frederik Loof schnuppert erstmals America’s Cup Luft. © Sander van der Borch/Artemis

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „America’s Cup: Artemis im Angriffsmodus – Der stärkste Herausforderer?“

  1. avatar finn-segler sagt:

    1. Der Name des Teameigentümers ist nicht Torben sondern Torbjörn Törnquist

    2. Die Boote auf denen 2017 der AC ausgetragen wird werden 62 und nicht 72 Fuß wie beim letzten Cup lang.

    Ansonsten schöner Artikel, mit tollen Videos und Bildern. Bitte mehr davon!

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  2. avatar Alex sagt:

    Also auf Augenhöhe nenne ich da mal was anderes…. Habt ihr euch mal die Mühe gemacht die Videos von Oracle und Artemis direkt zu vergleichen? Da fällt doch sehr schnell auf das Oracle’s Foil Setup viel besser abgestimmt ist. Artemis fährt dagegen viel mehr Fahrstuhl. (klar sind die am rumprobieren aber dennoch sieht das bei Oracle etwas geschmeidiger aus.) Auch ist Artemis wieder zurück auf ihren Standart AC45 Wing gegangen, bei den ersten Testfahrten hatten sie einen anderen Wing mit viel größerem fat head. Für mich macht das eher den Anschein als würde Artemis jetzt schon wieder ein bisschen hinterher hängen…. Zu mal sie bereits einen foilenden AC45 hatten um die Zeit zu überbrücken als ihr erster 72er zu Bruch ging. Aber bis zum Cup ist ja noch ein bisschen Zeit, da geht bestimmt noch was 🙂

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  3. avatar Alex sagt:

    wer sich selbst mal ein Bild machen möchte hier die Videos von den verschieden Tagen dazu: https://www.youtube.com/playlist?list=PL74ksMbwxhovo42n9z5ShROF2vhEVNpn6

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