America’s Cup: Neuer AC75-Monohull für 2021 – 100 Prozent “Flytime” angestrebt

"Schneller als die Katamarane"

Back to the roots? Von wegen. Team New Zealand und Luna Rossa machen einen radikalen Foiler zum neuen Cupper für den 36. America’s Cup.

Was wurde den neuen Hütern des America’s Cup nicht schon alles vorgeworfen. Alte Männer wollten die Zeit zurückdrehen und wie früher mit Bleitransportern um die Wette segeln. Sie würden der ehemaligen Profi-Elite die Rückkehr ermöglichen und der so gerne von Russell Coutts als Zielgruppe anvisierten Facebook-Generation wieder die Türe vor der Nase zuschlagen.

36. America's Cup

Two-Point Foiling, wie bei der Moth. T-Foils an Schwert und Ruder sorgen für Stabilität. © ETNZ

Das alles ist in die Entscheidung hinein interpretiert worden, die besagte, von den spektakulären AC50 Katamaranen wieder zu Einrümpfern zurückkehren zu wollen. Aber nach Ansicht der neuen Pläne ist klar, dass von einer Rückkehr zur Langeweile in keiner Hinsicht die Rede sein kann. Mit einem so radikalen Design, wie vorgestellt,  ist noch nie um die Wette gesegelt worden.

Comeback des klassischen Match Races

Das Konzept für den neuen AC75 Monohull sieht ein permanent foilendes Segelboot vor, das sogar schneller sein soll als die AC50 Katamarane in Bermuda. Laut offizieller Meldung haben die Design Teams von Emirates Team New Zealand und Luna Rossa daran gearbeitet, den Rahmen für eine “herausfordernde und anspruchsvolle” Konstruktion zu kreieren, die die beste Leistung der Crews belohnen soll. 

36. America's Cup

Das Luv-Foil kann aus dem Wasser geschwenkt werden und sorgt mit einem gewissen Ballast-Anteil für aufrichtendes Moment. © ETNZ

Dabei betonen die Formelgeber, dass gute Match Race-Fähigkeiten eines der wichtigsten Ziele für den AC75 waren. “Die klassischen Prestarts werden ein aufregendes Comeback erleben.” Die fünfminütigen Vorstart-Duelle gegen den Wind waren von Coutts und Co auf zwei Minuten reduziert worden, und die Boote rasten raumschots über die Linie. Damit sollte das Rennen länger offen gehalten werden. Denn in der Vergangenheit kamen nach den klassischen Starts nur noch selten Überholmanöver zustande.

Dieses Manko soll mit den neuen AC75 aber verringert werden, weil sie besser manövrieren. Die Foil-Wende und -Halse sei kein Problem, und damit erweitern sich die Angriffsmöglichkeiten. 

36. America's Cup

Im stabilen Modus sind beide Foils abgeklappt. So dürfte im Prestart manövriert werden. © ETNZ

Diese Entwicklung war bei den AC50 noch nicht zu ende gedacht. So konnten die Katamarane zwar auch bei der Wende auf ihren Tragflächen bleiben und verloren wenig durch ein zusätzliches Manöver. Sie mussten mit dem nächsten Angriff aber warten, bis die Energie durch die Grinder wieder aufgeladen wurde.

Massive T-Foils

Dieses Problem ist auch bei der neuen AC-Klasse existent, allerdings wird es schon allein durch die verdoppelte Crewgröße (10 bis 12) einfacher zu beheben sein. Aber die Segler diesmal sollen nicht nur an der Kurbel stehen, sondern auch Segelwechsel und -Trimm ausführen. Bei leichtem Wind kann ein Code Zero auf dem Downwind-Kurs gesetzt werden, und es wird an weiteren Variationen gearbeitet.

36. America's Cup

Auf dem Liegeplatz werden beide Tragflächen unter den Rumpf geneigt. © ETNZ

Die wichtigste Aufgabe wird allerdings der Trimm der Tragflächen sein. Dabei handelt es sich um massive T-Foils, die jeweils nach Lee ins Wasser geneigt werden und in Luv über dem Wasser für Ballast sorgen. Statt auf drei Flächen zu Foilen, wie es die AC50 taten sind diesmal nach dem Vorbild der Moth also nur zwei Profile vorgesehen. Das verringert den Widerstand im Wasser.

Aber bei langsamer Fahrt im Manöver oder in den Vorstarts sollen sich beide setilichen Haupt-Tragflächen im Wasser befinden und Auftrieb generieren. In diesem Trimm-Modus seien sie auch rauhere Wellen-Bedinungen, wie sie auf dem Revier vor Auckland herrschen können, zu bewältigen.

36. America's Cup

Am Wind Foiling beim 36. America’s Cup. © ETNZ

Ein besonderer Aspekt der Design-Überlegungen beschäftigt sich auch mit praktischen Aspekten des neuen Cuppers. So soll er nicht ständig ausgekrant werden müssen. Wenn die Foils unter den Rumpf geklappt sind, erzeugen sie eine gute Stabilität auf einem Standard-Hafen-Liegeplatz.

Außerdem soll nicht wie bisher permanent ein Flügelrigg vom Schiff gekrant werden müssen. Es werde an einem Rigg gearbeitet, dessen Technologie später auch auf andere Segelboot-Klassen übertragbar sei. Einig Innovationen seien denkbar, aber die Details sollen dann erst bei der endgültigen Fertigstellung der Regel vor dem 31. März 2018 bekannt gegeben werden.

“Schneller als die AC50”

Emirates Team New Zealand CEO Grant Dalton sagt zum Design: “Unsere Leistungsanalyse sagt, dass dieses Schiff das Potenzial hat Amwind und vor dem Wind schneller als  die AC50 zu sein.”

36. America's Cup

Einigermaßen klassische Segel-Optik, allerdings über dem Wasser. © ETNZ

Luna Rossa Chef Patrizio Bertelli bestätigt, dass die Rückkehr zum Monohull eine wesentliche Bedingung war, um sich erneut beim America’s Cup zu engagieren auch wenn es eher eine Spitzfindigkeit ist. Denn in der vorgestellten Konfiguration spielt die Anzahl der Rümpfe eine untergeordnete Rolle.

Aber ihm ist auch die Übertragbarkeit auf die restliche Welt des Segelns ein wichtiger Punkt. “Das ist keine Rückkehr zur Vergangenheit, sondern ein Schritt in die Zukunft. Das Konzept öffnet Rennyachten neue Horizonte die auch das Fahrtensegeln beeinflussen können. Es wird umkämpftes und aufregendes Match Racing produzieren.”

36. America's Cup

Vor dem Abfallen an der Luvmarke. © ETNZ

Luna Rossas Team Director Max Sirena weist darauf hin, dass jeder Segler an Bord eine Schlüsselrolle in den Manövern und beim Segeln des Bootes haben wird. Er bezieht sich darauf, dass bei den AC50 das Gros der Crew überwiegend allein eine physische Leistung zu verrichten hatte. “Enge Bord-an-Bord-Kämpfe, umeinander kreisen in den Prestarts, das alles ist Teil der America’s Cup Tradition und wird zurück kommen. Allerdings in deutlich höherer Geschwindigkeit. Das ist ein neues Konzept, und ich bin sicher, dass im Laufe der Entwicklung interressante Überraschungen folgen werden.”

In einem ersten Kommentar zum neuen Cupper-Design sagt Herausforderer Ben Ainslie: “Team New Zealand und Luna Rossa haben wahrhaft ein Hochleistungsboot abgeliefert, das den nächsten America’s Cup zu einer unglaublichen sportlichen und technischen Herausforderung macht. Wir freuen uns auf die Möglichkeit, mit dem Verteidiger und Challenger of Record zu sprechen, bevor die finale Regel bis Ende März bekannt gegeben wird. Wir können es kaum erwarten die technischen Herausforderungen anzugreifen.”

36. America's Cup

Vor dem Wind kann ein Gennaker gesetzt werden. © ETNZ

 

Zeitplan

✔ 30. November 2017: Veröffentlichung des AC75 Klassenkonzepts
1. Januar 2018: Start der Berwerbungsphase für Herausforderer
31. März 2018: Veröffentlichung der AC75 Klassenregel
30. Juni 2018: Start der Berwerbungsphase für Herausforderer
31. August 2018: Bestätigung des Austragungsortes für den 36. America’s Cup und den PRADA Cup
31. August 2018: Bekanntgabe des genauen Renngebietes
31. Dezember 2018: Ende der Deadline für NAchmeldungen
31. März 31 2019: Teams dürfen ihr erstes Boot zu Wasser lassen
2. Hälfte 2019: 2 x America’s Cup World Series Preliminary Events
1. Februar 2020: Teams dürfen zweites Boot zu Wasser lassen
2020: 3 x America’s Cup World Series Preliminary Events
Dezember 10-20, 2020: America’s Cup Christmas Race
Januar und Februar 2021: The PRADA Cup Challenger Selection Series
March 2021: The America’s Cup Match

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Carsten Kemmling

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18 Kommentare zu „America’s Cup: Neuer AC75-Monohull für 2021 – 100 Prozent “Flytime” angestrebt“

  1. avatar Harrie Jasses sagt:

    Ballast Foils. Wat dat nich all gift. Auf alle Fälle ein sehr spannendes Konzept!!

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  2. avatar Christian sagt:

    Wetten, dass der 2021 tatsächlich segelnde Cupper nicht annähernd so radikal sein wird wie dieser Entwurf? Er wäre nicht beherrschbar unter Matchrace-Bedingungen, er wäre wegen der herausstehenden Foils lebensgefährlich für die Crews, die strukturellen Belastungen von Foils und Rumpf wären zu groß angesichts der brutalen Kräfte, und last but not least wäre die Performance deutlich schlechter als die der AC-50 Katamarane.

    Aber der Unterhaltungswert dieses Entwurfes ist groß, das gebe ich zu.

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    • avatar Till sagt:

      Warum sollte das nicht funktionieren? Da haben sich top Bootsbauer und Ingenieure Gedanken gemacht wie man ein Monohull zum foilen bringt. Bei den ac72 gab es am Anfang auch eine Menge Leute die meinten das würde niemals funktionieren. Und wie wir wissen hat es ziemlich gut funktioniert.

      Das “Verletzungsproblem” mit den foils ist nicht neu das gab gibt es bei allen foilen. Was denkst du was passiert wenn beim AC50 ein Segler vor dem foil ins Wasser fällt?

      Mit der Stabilität sehe ich auch kein großes Problem da es möglich ist eine imoca zum (semi)-foilen zu bringen und die ultime trimarane die 12,5t+ Wiegen auch ohne permanente Schäden Fliegen können. Was man außerdem nicht vergessen darf, ist das beim AC ganz andere Materialien Verwendung finden weil die Teams ein Vielfaches des Geldes von zb. Gitana oder Banque Populaire aufbringen können.
      Dadurch werden die Boote wohl extrem leicht und gleichzeitig wahnsinnig Stabil.

      Woran du festmachst das die Performance schlechter als die eines AC50 sein soll weiß ich auch nicht. Ich sehe nur Vorteile: größeres Boot, mehr Segelfächer, mehr aufrichtendes moment, mehr Grinder, bei Manövern mehr Stabilität und beim Segeln weniger Fläche im Wasser.

      Klar wird der Cup damit vermutlich nicht billiger. Einfach weil alles erst Mal neu entwickelt werden muss. Außerdem verstehe ich auch deine bedenken weil das schon sehr ungewohnt und empfindlich aussieht mit diesen riesigen schwenkfoils. Aber am Anfang fanden wir auch die ac72 oder die imoca mit ihren merkwürdigen Flügeln ungewohnt und viele sagten das kann niemals funktionieren.
      Insgesamt hoffe ich das die ganze Sache gut funktioniert weil es auch bei vielen anderen Bootsklassen in Zukunft anwendbar wäre und den Segelsport Revolutionieren könnte.

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      • avatar thorsten sagt:

        Vielleicht kann man am Mechanismus der Schwenkfoils ja doch noch was arbeiten, damit das ganze nicht zum Lanzenreiten verkommt.. 😉

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  3. avatar Borgfels sagt:

    Nur mit Visionen & Träumen erschafft man Zukunft!

    I

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    • avatar Christian sagt:

      Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen… sagte ein bekannter Hanseate. Im Ernst, realisierbar muss solch eine Idee schon sein. Ein schickes Rendering allein macht noch keinen Fortschritt.

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      • avatar Hannes sagt:

        Und wo siehst du die Probleme?

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        • avatar Christian sagt:

          Wie viele foils sind schon ohne ballastgewicht delaminiert? Wenn das boot halten soll, wird es so schwer, dass es eine lahme ente ist.

          Und gross heisst nicht automatisch schnell sondern erstmal grosse kräfte. Etnz wird das konzept schon verwirklichen, aber nicht so radikal. Das ist ein sexy maximalentwurf. Die segler und die ingeneure werden schon noch für vernunft sorgen. Wetten?

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          • avatar Till sagt:

            Naja ich bezweifle das die Dinger wirklich so viel Gewicht haben werden. Das aufrichtende Moment ist durch das foil was extrem weit im Lee steht sowieso schon sehr groß. Da hängt nämlich schon ein komplettes Boot dran und das Luv foil hängt nochmal ~3-4 Meter weiter raus. Bei dem langen Hebel bringt schon geringes Gewicht Wunder. Ansonsten sind die Jachten ja nicht so besonders… Rambler 88 und die ganzen 100fußer sind zb größer und mit denen wird im southern ocean gesegelt.

            Die foils brechen auch eher bei solchen Bedingungen. An den AC ist soweit ich weiß noch nie bei Regatten ein foil gebrochen. Und die müssen ja auch nur ein Tag Matchrace halten. Danach können die ja von den Teams getauscht werden. Geht dann eben wie früher bei der Formel 1.

            Ich glaube die Boote werden sogar noch deutlich krasser als angenommen. Denn bei dem AC werden mit Sicherheit 5-8 Teams mit viel Grips teilnehmen und sehr viel Geld ausgeben um schneller als die Kiwis zu sein. Denn nicht die Kiwis bauen die Boote sondern die Teams. Die Ac72 sollten ja eigentlich auch nicht foilen. Das haben die Kiwis damals erfunden um schneller als Oracle zu sein und da dachte auch jeder es sei unmöglich einen 72 Fuss 6tonnen Katamaran zum Fliegen zu bringen. Heute ist das vollkommen normal. Und genau das wird auch mit den monos passieren. Und das schöne ist, auf foils ist es vollkommen egal ob das Ding 1,2 oder 3 Rümpfe hat.

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          • avatar Till sagt:

            Und Ja ich würde Wetten;)

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          • avatar Christian sagt:

            Wenn das Boot in Fahrt ist, gibt es durchs Leefoil dynamischen Auftrieb. Wenn die Fahrt weg ist, z.B. durch ein abruptes Manöver, braucht auch ein solches Boot Stabilität; entweder durch Formstabilität (der große Vorteil von Multihulls) oder durch Gewichtsstabilität. Damit letztere gewährleistet ist, bedarf es eines ausreichenden Ballastanteils. Dieser ist angesichts des vorgesehenen großen Riggs signifikant und müsste schon bei deutlich über 20 Prozent liegen. Das macht die Foils und auch das gesamte Boot schwer, mit der Folge von Speedeinbußen und ungeheuer großen Kräften z.B. im Schwertkasten.

            Dass der Ballast in Luv ist, sorgt bei Normalbedingungen für hohes aufrichtendes Moment. Aber wehe, es kommt zu einer plötzlichen Kursänderung. In der gezeigten Radikalität werden die AC75 unter echten Matchrace-Bedingungen nicht vernünftig beherrschbar sein. Oder sie segeln die ganze Zeit im Safety-Modus mit wenigen Manövern, was aber langweilig ist.

            Das größte Problem am Entwurf sind die seitlich weit herausragenden Foils. Ich möchte lieber nicht wissen, was passiert, wenn bei einer Annäherungsgeschwindigkeit von über 100 km/h ein solches Foil in Kopfhöhe übers Deck des Gegners streicht. Bei den IMOCA Open 60 ist das Gefahrenpotenzial auch schon groß geworden, aber die segeln über Ozeane und dies nicht im Matchracemodus.

            Ich bin durchaus Fan des AC und erst Recht des Teams NZL. Aber ich will bei aller Lust am Spektakulären keine weiteren Toten sehen.

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  4. avatar Lyr sagt:

    sehr cool! Das ist doch mal ne geile Vision mit einem stark gemachten Video.

    Gibt es noch einen Artikel mit den gesammelten Kommentaren aus der AC-Segelszene zu diesem Entwurf Carsten?
    Würde ich mit Freude lesen! 🙂

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  5. avatar Zecke sagt:

    Moin erstmal, wer die Szene beobachtet, erkennt vor allem seit der Initiierung des AC35 eine gewaltige technische Revolution im Segeln, man schaue nur auf die gerade stattfindenden Rekordversuch! Und : die Kiwis als Segeln Aktion Nr 1 und Top Yachtwerften im Land wissen wahrscheinlich besser als jeder Deutsche und hier registrierter, was technisch machbar ist und was nicht! Ich freue mich auf den nächsten AC 36!

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    • avatar Till sagt:

      Da Stimme ich dir absolut zu. Das ist ja keine Spinnerei von denen sondern ein ernster Plan wie die neuen Cuper aussehen sollen. Da Stecken 2 sehr Reiche Segelteams dahinter. Die werden wohl kaum ein Konzept veröffentlichen und es dann nicht umsetzen können. Vermutlich arbeiten die schon seit ein paar Wochen an der Umsetzung und haben eine Lösung für hier vermutete strukturelle Probleme.

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  6. avatar Zecke sagt:

    Moin erstmal, wer die Szene beobachtet, erkennt vor allem seit der Initiierung des AC35 eine gewaltige technische Revolution im Segeln, man schaue nur auf die gerade stattfindenden Rekordversuche! Und: die Kiwis als Segel Nation Nr 1 und mit Top Yachtwerften im Land wissen wahrscheinlich besser als jeder Deutsche und hier registrierter, was technisch machbar ist und was nicht! Ich freue mich auf den nächsten AC 36!

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  7. avatar mantis sagt:

    Nun beruhigt euch mal alle wieder. Natürlich werden die Neuseeländer sich dabei etwas gedacht haben. Das Vertrauen in das Denken anderer und vor allem in das Geld der Sponsoren ehrt euch unwahrscheinlich. Auch die Zweifler haben keine besseren Argumente, denn wie es so schön in einem DDR Witz heißt die sowjetischen Genossen werden sich schon was dabei gedacht haben, reicht auch nicht.
    Das einzige was zu denken gibt, ist das Carsten, dass „Luftgewicht“ als Ballast betrachtet und das „Wassergewicht“ nicht. Bei gleichen Hebellängen ist das Luftgewicht nur um das Gewicht des verdrängten Volumens größer als das Wassergewicht. Und das wird es sicher nicht bringen.

    Einen schönen Tag auch noch und nicht vergessen Daumen runter

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    • avatar ACE sagt:

      Mantis, eine rein statische Betrachtung ist in diesem Falle leider nicht zielführend.

      Wenn die Schiffe in Fahrt sind, erzeugen die Leefoils einen enormen Auftrieb, wobei der über dem Wasser schwebende Bootsrumpf für Stabilität sorgt, die durch die weit in Luv befindlichen Luvfoils noch verstärkt wird.

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      • avatar mantis sagt:

        Ja ich bin mir bewusst, wie schwierig es ist, die Begriffe ihrer Definition entsprechend, richtig zu gebrauchen. Aber es zeigt sich eben auch, dass man die Zusammenhänge verstehen sollte, wenn man Begriffe wie schweben, Stabilität und “verstärkte Stabilität” in einem Satz vor sich hin zwitschert.
        Stabilität ist dann erreicht und das gilt für statische und dynamische Stabilität, wenn die Kräfte, die auf einen Körper einwirken im Gleichgewicht sind.
        Es heißt nichts anderes, als dass sie sich gegenseitig aufheben. Schweben ist zum Beispiel ein solcher Gleichgewichtszustand. Es muss wenn sich der Körper nicht bewegt (statisch) oder bewegt (dynamisch), eine gleich große Kraft gegen die Schwerkraft wirken, damit der Körper schwebt.
        Nun kann auch nicht der Rumpf nur alleine schweben, sondern wenn, dann schweben die Luvfoils ebenfalls. Einmal darfst du raten warum.
        Der enorme Auftrieb der Leefoils würde, wenn man also alles aus dem Bauch beurteilt, die Kräfte nach Gusto als wirkungsvoll und nicht so wirkungsvoll einteilt, das Schiff, wenn es dafür nicht auch eine Gegenkraft gäbe, nach Luv kentern lassen.
        Es ist übrigens die gleiche Kraft die neben dem Auftrieb der Foils, gegen die Schwerkraft wirkt, die den Rumpf und die damit verbundenen Luvfoils im Schweben hält.

        Einen schönen Tach auch noch und nicht vergessen Daumen runter

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