America’s Cup: Neuseeland – USA 6 : 0 – Ben Ainslie macht keinen Unterschied

Langsam geht nicht

Highlights und America’s Cup Hymne “Flying on the water”:

Replay der Rennen 6&7:

Das Oracle Team USA hat es verpasst, dem Verlauf des 34. America’s Cups eine neue Wendung zu geben. Auch der Wechsel von US-Taktiker John Kostecki zum britischen Superstar Ben Ainslie konnte zwei weitere Niederlagen nicht verhindern. Nach einem dramatischen ersten Rennen waren die Amerikaner im zweiten Duell chancenlos und liegen nun 0 : 6 hinten.

America's Cup

Ziemlich abgehoben. Neuseeland rast unaufhaltsam Richung America’s Cup Sieg. © Jens Hoyer

Oracle Steuermann James Spithill sieht etwas ungläubig nach Lee. Sein Gegner auf dem neuseeländischen Katamaran hat den Kurs geändert. Er zielt mit seinen roten Bugspitzen direkt auf ihn. Beide Boote rasen frontal mit 25 Knoten aufeinander zu. Eine Annäherungsgeschwindigkeit von gut 93 Kilometer pro Stunde.

Nach dem Tod von Andrew Simpson wurden bei diesem 34. America’s Cup viele Maßnahmen zur verbesserten Sicherheit diskutiert, aber ein Verbot dieses aggressiven und oft gefährlichen Match Race Manövers hat man dabei offenbar übersehen.

Spithill drückt Protestknopf

Das Boot mit Vorfahrt darf nach den normalen Match Race Regeln mit einem Winkel bis zu 90 Grad vom Wind abfallen, wenn es den Kurs länger hält. Die AC Regeln limitieren das Abfallen auf 60 Grad. Der Gegner darf auf diese Weise direkt angegriffen werden, muss aber die Möglichkeit bekommen auszweichen. Ein schnelles, plöztliches Abfallen ist nicht erlaubt.

America's Cup

Im siebten Rennen rundet Oracle die Leemarke sieben Sekunden hinter den Kiwis. An der Luvmarke sind 50 Sekunden dazu gekommen. © Jens Hoyer

Auch Spithill weiß was da kommen kann. Gott sei Dank. Er drückt zwar entgeistert auf den Protestknopf, eine rote Lampe leuchtet bei den Schiedsrichtern auf, aber er reagiert im letzten Moment, dreht das Rad weg vom Gegner.

Auch sein junger Trimmer Kyle Langford (24) hat das Ausweichmanöver antizipiert. Langford ist erst vier Tage vor dem ersten Rennen durch die Betrug-Sperre seines holländischen Vorgängers de Ridder von der Auswechselbank in das Team gerutscht. Wenn er nicht die Schot seines 260 Quadratmeter großen Flügels rechtzeitig löst, um den heftigen Ausweich-Schlenker zu ermöglichen, dann kommt es zur vielleicht schlimmsten Kollision, die je zwischen zwei Segelbooten stattgefunden hat.

“Ein ziemlich aggressives Manöver”, kommentiert der US-Segel-Experte Ken Read das Manöver vorsichtig. Es wurde noch nie in einem Rennen der großen AC72 ausgeführt. Auch die Schiedsrichter senden das Signal “No Penalty” auf den Bildschirm an Bord. Protest abgewiesen. Die Neuseeländer konnten diesen Schlenker mangels Gegner, anders als die Amerikaner mit ihren zwei Booten auch nicht wirklich üben. Dennoch gehen sie aufs Ganze.

Vorsichtig können die Kiwis nicht

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Der junge Wing-Trimmer Kyle Langford (24) erledigt seinen Job ordentlich. © Jens Hoyer

Die Ausführung dieses sogenannte Dial-Down-Manövers ist vielleicht die beste Erklärung, warum die Neuseeländer jetzt schon mit 6 : 0 Punkten und sogar 6 : -1 Rennen vorne liegen. Sie könnten auf dem Weg zum Cup-Sieg den sicheren Weg wählen und über Risiko-Minimierung nachdenken. Sie könnten einen Gang rausnehmen. Denn ihre Konstrukteure haben ihnen ein Schiff gebaut, das auf dem Amwind-Kurs spektakuläre Überholmanöver erlaubt. Es kommt schneller um die Kurven. Es verliert weniger Geschwindigkeit bei den Wenden.

Nur eine Kollision dürfte sie noch vom Cupsieg abbringen. Aber vorsichtig können die Kiwis nicht. Zwar hat es beim Start dieses sechsten Rennens so ausgesehen, als würden sie sich zurückhalten. Dean Barker steuert nach einem verpatzten Timing zum Start mehr als eine Bootslänge hinter den Amerikanern über die Linie. So als wäre es geplant. Aber danach ärgert er sich ehrlich über diese Renneröffnung und entschuldigt sich beim Team. Absichtlich langsam kann und will er nicht.

America's Cup

Die beiden AC72 im Infight. Immer wieder eine Augenweide. © ACEA/Abner Kingman

Die Neuseelänger haben bei ihrer gesamten Kampagne Vollgas gegeben. Deshalb reizen sie auch bei dem Dial Down Manöver auf dem ersten Kreuzkurs das Regelwerk voll aus. Sie zwingen den Gegner durch ihr Abfallen zu einem krassen Schlenker, der viel Speed aus dem US-Boot nimmt. Damit ist das Rennen endgültig entschieden.

Bloß den Gegner keine Hoffnung schöpfen lassen. Die Kiwis wollen nicht einfach nur vorne sein. Sie zelebrieren die komplizierte Kunst des Duell-Segelns nach allen Regeln der Kunst. Es scheint keine Situation zu geben, auf die sie nicht vorbereitet sind. “In diesem Moment war es richtig, dieses Manöver auszuführen”, sagt Dean Barker auf der Pressekonferenz. “Wir hatten einen klaren Plan.”

Erhöhtes Risiko

Tatsächlich sagt Taktiker Ray Davies im Bordfunk schon früh an, dass der Gegner geblockt werden kann. Das erhöhte Risiko, auf einen unvorbereiteten Gegner zu treffen, kommt ihm nicht in den Sinn.

Das Überholmanöver nach dem verpatzten Start hatten sie schon zur Mitte des ersten Vorwindkurses mit einer Halse eingeleitet, bei der sie der neue Oracle Taktiker Ben Ainslie von der Angel ließ. Es war eine risikoreiche Entscheidung des Briten, die rechte Seite ungedeckt zu lassen. Aber auch er kann nicht vorhersehen, dass bei nur einer Wende der gesamte Vorsprung von 65 Metern dahinschwindet.

Grant Dalton als Maskottchen? Das eine Rennen, bei dem der Kiwi Boss nicht an Bord war, verloren Neuseeland. © Jens Hoyer

Grant Dalton als Maskottchen? Das eine Rennen, bei dem der Kiwi Boss nicht an Bord war, verloren Neuseeland. © Jens Hoyer

Oracle verpasst es um nur wenige Meter, bei der ersten Begegnung vor dem Bug der Kiwis zu passieren zu können. Im lezten Moment muss Spithill stark abfallen. Das Rennen wäre vielleicht anders ausgegangen, wenn dieser sogenannte Cross funktioniert hätte. So aber spielen die Kiwis danach ihre Stärke im Infight aus. Sie liegen zwar noch einmal hinten, drehen den Spieß aber sofort wieder um, indem sie besser den Bereich mit der geringeren Gegenstömung unter Alcatraz ausnutzen können.

Oracle tut diese Niederlage besondes weh. Eigentlich haben sie ihr gesamtes Potenzial ausgeschöpft, keinen eklatanten Fehler begangen und trotzdem verloren. Spithill scheint beim nächsten Start angeschlagen. Er beschleunigt zu spät und muss die Neuseeländer schon auf dem ersten Weg zur Marke passieren lassen. Danach lässt sein unterlegenes Material keinen Angriff mehr zu. Die Neuseeländer segeln ungefährdet mit über einer Minute Vorsprung auf und davon.

Ratlose Designer

An einen Sieg für Oracle ist nicht mehr zu denken. Zwar hat das Team von Larry Ellison erneut einen Tag frei, um mehr Am-Wind Geschwindigkeit aus dem Katamaran zu kitzeln. Aber offenbar sind die Designer ratlos.

Sie können keine großen Umbauten mehr vornehmen. So fällt auf, dass Oracle noch mit einer klassischen Fockschot arbeitet, während die Neuseeländer eine Selbstwendefock installiert haben. So bremst das flatternde Vorsegel bei der Wende. “Das hat sicher einige Nachteile”, sagt Spithill. “Aber wir können nicht mal eben eine Fockschiene installieren.” Die Struktur des Schiffes sei dafür nicht ausgelegt.

Etwas entspannter dürfte der geschasste Oracle Taktiker John Kostecki die Lage heute sehen. Auch ein Sir Ben Ainslie kann mit einem unterlegenen Boot keine Wunder vollbringen. Aber das ist sicher ein zweifelhafter Trost.

SR-Interview: Der Schweizer Software-Spezialist Jean Claude Monnin ist beim Team New Zealand für die Navigationssoftware mitverantwortlich. Der ehemalige Alinghi Techniker spricht über seine Funktion und die Stimmung im Team. 

 

34th America’s Cup Standings (first to 9 points wins)

Emirates Team New Zealand    6
ORACLE TEAM USA    0

Race 6 Performance Data

Course: 5 Legs/10.14 nautical miles
Elapsed Time: ETNZ – 31:39, OTUSA – 32:26
Delta: ETNZ +:47
Total distance sailed: ETNZ – 12.3 NM, OTUSA – 12.3 NM
Average Speed: ETNZ – 23.43 knots (27 mph), OTUSA – 22.91 knots (26 mph)
Top Speed: ETNZ – 38.55 knots (44 mph), OTUSA – 40.21 knots (46 mph)
Windspeed: Average – 11.6 knots, Peak – 13.4 knots

Race 7 Performance Data

Course: 5 Legs/10.14 nautical miles
Elapsed Time: ETNZ – 24:48, OTUSA – 25:54
Delta: ETNZ +1:06
Total distance sailed: ETNZ – 11.6 NM, OTUSA – 12.0 NM
Average Speed: ETNZ – 28.32 knots (32 mph), OTUSA – 27.86 knots (32 mph)
Top Speed: ETNZ – 44.73 knots (51 mph), OTUSA – 41.00 knots (47 mph)
Windspeed: Average – 16.3 knots, Peak – 17.8 knots

Die Rennen 8 & 9 werden am Samstag gesegelt. Am Sonntag könnte der 34. America’s Cup mit Rennen 10 entschieden werden.

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Carsten Kemmling

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74 Kommentare zu „America’s Cup: Neuseeland – USA 6 : 0 – Ben Ainslie macht keinen Unterschied“

  1. avatar andreas borrink sagt:

    Wie kann Ray Davies daran zweifeln, auf einen unvorbereiteten Gegner zu treffen? Die Amis haben doch im vorletzten Cross davor auch schon protestiert, obwohl Barker den Dial Down da nur dezent angedeutet hatte. Die waren vorbereitet und sind ja auch in einem vernünftigen Abstand kontrolliert durchgefahren. Der Druck auf den Protestknopf war für mich eine reine Verzweiflungstat gegen einen in jeder Hinsicht überlegenen Gegner.

    Warum Oracle die doch so offensichtlich bessere Selbstwendefock nicht rechtzeitig installiert hat, verstehe ich überhaupt nicht. Es war doch Zeit genug; so neu ist das Ding nicht.

    Das ganze Team scheint von einem übersteigerten Selbstbewusstsein befallen zu sein – das macht betriebsblind. Auch die letzte PK mit Spithill und Slingsby lässt das vermuten. Da sitzen zwei Jungs für ein Team, das nicht performed und eine ganze Nation enttäuschen wird. Vielleicht sollten sie sich Rat holen beim großen DC, der das Ding damals mit mehr Stil versiebt hat.

    Der Fisch stinkt immer vom Kopf, fällt mir dazu ein. Ich denke, der Drops ist gelutscht.

    Keep going, TNZ!

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    • avatar Drahtzieher sagt:

      ETNZ muss halt aufpassen dass ihr Kat nicht auseinander fällt z.B. bei einer Kollision. Wie sind die Regeln, müssen alle Rennen gesegelt werden oder ist die Serie vorbei wenn ETNZ genug Punkte hat?

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  2. avatar Niels sagt:

    halb so wild….aggressiv empfinde ich die Kiwis überhaupt nicht. Geduldig, souverän und schneller auf der Kreuz. Der Dial down war weder radikal noch gefährlich….
    Die einzigen, die immer fleißig am protestieren und drängeln sind, segeln am schluss hinterher 🙂

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  3. avatar Sportbootjo sagt:

    Schöner Komentar zum 4. Wettfahrtstag und Danke für die Erklärung des klassischen Matchrace Manövers der Kiwis an der Kreuz gegen ORUSA!

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  4. avatar Verschwörungstheoretiker sagt:

    Kommt mir das nur so vor oder ist Spithill “betont” freundschaftlich und herzlich zu Ainsli (tätschel hier, tätschel da), genauso wie er vorher betont kühl und abweisend zu Kostecki war. Nicht, dass Spithill gegen JK gewettert hat, nur um seinen Kumpel Ainsli ins Boot zu holen und so eine weitere Stimme gegen einen Austausch seiner eigenen Person hat!?

    Egal, hauptsache sie fahren sich immer schön nach hinten

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  5. avatar Skiffy sagt:

    Ich finde das sog. Dial-Down-Manöver von TNZ nicht gerade besonders aggressiv. Jeder der schonmal ne Zielkreuz gegen einen Gegner (auch im Fleet-Race) gefahren ist, fährt vor der Begegnung ein bisschen voller, wenn er auf Backbordbug weiß, dass der Gegner hinter im hergehen will. Das weiß der andere auch.

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    • avatar Marc sagt:

      Aber nicht mit jeweils 20kn Speed…

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      • avatar Heinrich sagt:

        Wie jetzt? Hätte DB vorher bremsen sollen? 🙂

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        • avatar Marc sagt:

          Ich meinte eigentlich nur, dass man ein Dialdown auf ner Mittwochsregatta mit 6kn nicht mit 20kn beim AC so eben vergleichen kann. Riskant war es nicht, sind ja Profis!

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      • avatar Drahtzieher sagt:

        Eine Frage der Erfahrung/Gewöhnung würde ich sagen.

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      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        Der Schlenker von Spithill mit 40+ Knoten auf dem ersten Halbwindkurs war wesentlich aggressiver und auch riskanter. Gut daß Dean die Ruhe bewahrt hat.
        Und noch besser, daß er den letzten Start ganz unaggressiv gewonnen hat. 😉

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  6. avatar Christian1968 sagt:

    In jedem Fall wird es interessant sein, wie sich in der Folge das Verhältnis zwischen Ellison und Coutts entwickeln wird, denn irgendwie wird immer klarer, dass ihr Boot nicht wirklich konkurrenzfähig ist. Mindestens gilt das für den Kreuzkurs.
    Da kann ein Steuermann oder Taktiker dann eben auch nix mehr reissen, wenn die anderen höher und schneller am Wind segeln.

    Die Körpersprache bei den Amis spricht jedenfalls Bände. Die glauben nicht mehr an den Sieg
    NZL weiter so !!!!!!!!!

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  7. avatar SR-Fan sagt:

    Wat Wunder, der Kaiser ist nackt …

    Offenbar hat LEs Ego auf das ganze Team abgestrahlt und wird gerade geerdet 😉
    Bin ja mal gespannt, wie die Amis – sprich LE – so eine Niederlage wegstecken.

    VG

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    • avatar Hans B. sagt:

      Wahrscheinlich wird er wieder vor Gericht ziehen, weil man einem Mister Larry Ellison so etwas nicht antun darf – ihm nicht!

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  8. avatar Dominik sagt:

    Dial down und Ansätze davon kenn ich als Manöver schon, aber woher kommen gerade die angesprochenen 45 Grad und in Relation zu was sind diese 45° (maximal) erlaubt? Zum wahren Wind kann ja nicht sein, zum scheinbaren Wind? Als Kursänderung?

    Wer klärt mich auf? Regel 16.1 ist klar. In den allg Match Race Rules auch nichts gefunden. Sprichst Du etwa von einem Case aus dem Case Book?

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    • avatar Pete sagt:

      Es gibt spezielle Racing Rules für den AC:
      http://noticeboard.americascup.com/wp-content/uploads/2011/08/ISAF-Racing-Rules-of-Sailing-AC-Edition-v-1.20.pdf
      16.2 When sailing to a mark that is to windward, a starboard-tack yacht shall not bear away to a course that is below her proper course and more than 60 degrees from the true wind direction if at that moment the port-tack yacht that is keeping clear by sailing a course to pass astern of her has to immediately change course to continue keeping clear.
      und 16.3 für downwind.
      45 Grad steht da aber in der Tat nicht, wo das herkommt muss Carsten erklären…

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      • avatar Dominik sagt:

        Dankeschön. Was die Spezial-RRS nicht alles hergeben …

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      • avatar Carsten Kemmling sagt:

        okay erwischt. gut, dass ihr so aufmerksam seit. normalerweise ist das abfallen beim match race um 90 grad vom wahren wind erlaubt (nicht 45 grad – lange nicht mehr gematcht 🙁 ). wenn ainslie es richtig macht, sieht es dann so aus: wenn man es nicht richtig macht beim match race, geht das damage deposit dabei drauf. ist mir auch schon passiert 🙂
        die AC regeln limitieren den winkel auf 60 grad.
        das ändert aber nichts daran, dass ich dieses manöver für mega gefährlich halte mit diesen schiffen, deren manövrierfähigkeit durch den hohen speed arg limitiert ist
        – edit –

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    • avatar Kwasi sagt:

      Ich denke, es geht um diese Regel:

      16.2 When sailing to a mark that is to windward, a starboard-tack yacht shall not bear away to
      a course that is below her proper course and more than 60 degrees from the true wind
      direction if at that moment the port-tack yacht that is keeping clear by sailing a course to
      pass astern of her has to immediately change course to continue keeping clear.

      45 Grad im Artikel oben ist Unsinn, denke ich.

      Regel 16.2 greift aber nicht, weil ETNZ nicht einen Kurs gesegelt hat um hinter OR durchzugehen als ETNZ bis auf ca. TWA 90° abfiel. In diesem Moment hat sich OR noch nicht freigehalten.
      16.1 wurde nicht gebrochen, weil OR eindeutig Raum gelassen wurde, sich freizuhalten.

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      • avatar Dominik sagt:

        Von Deinem letzten Absatz kann ich nur dem letzten folgen, weiss allerdings nicht ob 16.1 neben der Spezialregelung in 16.2 anzuwenden ist.

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    • avatar Schlaufuxx sagt:

      der Kommentar von Kenny Read:
      “… not lower than 60° TWD”
      Hab keinen Bock jetzt die Juristen-SI von ORAKEL zu lesen…
      Denke, Ken Read weiss schon was er sagt.

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  9. avatar Martin sagt:

    Es stimmt ein wenig traurig, dass hier keiner für die Oracle-Boys ist. Ich hoffe, dass es Larry Ellison noch gelingt, Raum, Zeit und Regelwerk zu krümmen, um die ganze Veranstaltung nachträglich auf Vergütungssegeln umzustellen.

    Just my two cents,
    Martin

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    • avatar E2nO sagt:

      Mensch, dass ist endlich eine Idee um dem ganzen doch noch mehr Spannung einzuhelfen.
      Ich habe da auch gleich einen Vorschlage für die Vergütungsformel:
      z.B., für jede Mio USD die OTUSA mehr als ETNZ ausgegeben hat muss ETNZ eine Sekunde schneller sein.
      Oder weniger kompliziert: Das jeweilige Rennen gewinnt, dessen Quotient aus benötigter Zeit über den Kurs und zur Verfügung stehendem Budget kleiner ist.

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  10. verstehe nicht, warum Oracle es nicht mit einem anderen Steuermann versucht und evtl. mit einem anderen Wingtrimmer versucht. Verlieren können sie nichts mehr: Vom Eissegeln weiß man, wie es mit 2 praktisch identischen Schlitten sein kann. Der eine schiebt, der andere fährt ihm mit 80km/h vorbei. Ich glaube nicht, dass der Oracle Cat unbedingt langsamer ist, wie immer wieder behauptet wird. Und für die schlechteren Wenden kann er auch nichts.

    Nein, wie beim Eissegeln kommt es auf Millimenter-Einstellungen im Trim an und auf das richtige Steuern. Der Flügel ist noch viel schwieriger und sensibler einzustellen als ein Segel, der aktuelle Oracle-Trimmer ist nach der Bestrafung neu eingesprungen. Wielange konnte er zuvor mit Spithill am Ruder trainieren? Wenn die nicht top harmonieren, geht nichts. Da liegt meiner Ansicht nach das Hauptproblem.

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    • avatar Christian1968 sagt:

      Das scheint mir etwas an der Realität vorbei zu gehen. Die Cats sind ziemlich verschieden, haben im Detail unterschiedliche Flügel, Foils, Rümpfe, Plattform und Vorsegel.
      Das kann nicht auf allen Kursen identisch sein. Ähnlich ja, aber nicht identisch. Außerdem habe ich mich sehr über R. Coutts rethorische Frage gewundert “haben die keinen jüngeren ?” bezogen auf Grant Dalton, den Teamchef von NZL.
      Das ist meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen. Das Teamgefühl. Die sind einfach ein Team und keine wild zusammen gestellte Truppe aus tollen Einzelseglern. Das macht sicherlich auch noch einen klitzekleinen Unterschied. und die vielen kleinen Dinge addieren sich zu einem 6:0
      🙂

      Ahoi

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      • avatar Schlaufuxx sagt:

        DIe Design Nachteile von Oracle wurden an anderer Stelle deutlich zusammengefasst:
        – zu wenig Volumen im vorderen Teil der Hulls
        – geschlossene Cockpits, aus denen man “herausklettern” muss in der Wende
        – schlechterer aerodynamischer Hauptbeam
        – zu kleine Main Base um den Mast (angeblich kann NZL deutlich mehr Druck aufs Rigg bringen)
        und eben
        – keine Selbstwendefock, was in jeder Wende 2-3 Leute bindet, die sonst das Main grinden könnten
        Ich glaube Paule Elvström könnte denen auch nicht mehr helfen.
        Zitat Ray Davies “Auf nem schnelleren Boot sehe ich als Taktiker natürlich besonders toll aus”
        Wenn Oracle jetzt wahllos die Crew austauscht, wird er für eine weiter wohl kaum mehr die besten Leute finden.
        Peinlich genug, was sich die Topleute, da noch 3 Rennen antun müssen.
        Hebt nicht den Marktwert.

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  11. avatar Heinz sagt:

    Ich glaube, da werde ich mir für Sonntag schon mal ein schönes Fläschen kalt stellen und am Abend dann wohl so gegen 23 Uhr MEZ genüßlich schlürfen!! Ab dann ist die Segelwelt für mich und wahrscheinlich für viele andere wieder in Ordnung. LE und RC sollen in die “seglerische Hölle” fahren und möglichst nie mehr in das Cup-Geschehen eingreifen. Team New Zealand zeigt bisher eindrucksvoll wie man fair, sportlich, sympathisch und mit wesentlich weniger finanziellen Mitteln eine Kampagne auf die Beine stellt und durchzieht, hochprofessionell, materialmäßig perfekt, taktisch klug, mit harmonischer Crewarbeit und ohne jegliche Überheblichkeit. Noch 3 Rennen zur Bestrafung der “Gerichtsexperten”!! TNZL go on!

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    • avatar Drahtzieher sagt:

      Eins muss man LE/ORUSA aber lassen: Sie haben den Cup deutlich spannender gemacht. Ich glaube wir hatten alle “Angst”, dass Oracle aufgrund längerer Vorbereitung und viel größerem Budget ein viel besseres Gerät mit konstanter Overperformance ggü ETNZ um den Kurs zirkeln würde. Das haben sie nun nicht geschafft und wir sehen stattdessen dass das aktuelle Cup Format und auch die AC72 durchaus spannende Action für uns Zuschauer bieten. Auf so breiter MEdienbasis gab es bisher meiner Ansicht nicht viel spannenderes aus dem Segelsport zu sehen. Das ist definitiv LE zu verdanken und wer weiss ob Bertarelli das so hin bekommen hätte. Ich glaube kaum.

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      • avatar E2nO sagt:

        Also Absicht war das von LE/OTUSA aber sicherlich nicht. Der Plan war: lass das Volk mit einem spannenden LV Cup unterhalten und danach uns selber den AC mit dem technologischen Vorsprung aus dem letzten Cup ohne Stress nach Hause bringen.
        Das dieser Plan nur so was von schief gegangen ist haben wir nur bzgl. des LV Cups Larry & Co zu verdanken … dass es jetzt tatsächlich noch vermutlich eher spektakulär als spannende Rennen gibt ist wirklich im überwiegenden Teil ETNZ zu verdanken (und/oder der Unfähigkeit / Arroganz des Oracle Teams geschuldet).

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        • avatar Hans B. sagt:

          Arrogant ist nur Larry Ellison und dem wünsche ich von ganzem Herzen dieses Desaster, so dass er vielleicht wenigstens ansatzweise begreift, dass er nicht Gott ist. Die Mannschaft kann einem dagegen fast schon leid tun. Das sind alles aufrichtige und enthusiastische Sportler, die aber unter dem totalen Diktat von Ellison stehen und tun und lassen müssen, was er sagt. Für eigene Entscheidungen bleibt da nicht viel Raum, auch wenn sie aus sportlicher Sicht dringend erforderlich wären.

          Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 7

  12. avatar LaserRecke sagt:

    Ich dachte hier haben auch alle das Rennen gesehen- Strategie/Taktik von OTUSA hat sich den Dial Down teilweise selbst zuzuschreiben! Wieso fahren die nicht maximal weit ans Boundary ran und versuchen da zu wenden? Taktisch ist das Boundary für ein Boot auf Steuerbord der einzige Schutz (wenn es schon so weit kommen musste).

    Seit dem Manioulationsskandal ist mein Eindruck das bei OTUSA einfach nicht klar ist wer den Hut auf hat und Entscheidungen trifft (geschweige denn dafür Verantwortung übernimmt), und das zeigt sich auch bei den taktischen Entscheidungen im Rennen. Bei ETNZ macht Davies das alleine (und grinded, und macht Wingtrim mit…) und bei OTUSA schaffen das (u.a.) 2 goldbehangene Olympioniken nicht ohne taktische Fehler über den Kurs zu kommen… Zu viele Egos, keine Aufgabenverteilung, keine Verantwortung. Mehr kann man bei der Teamzusammenstellung nicht falsch machen… Go ETNZ!

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      > Wieso fahren die nicht maximal weit ans Boundary ran und versuchen da zu wenden?

      Genau!

      Insbesondere, wo ETNZ ihnen mit genau diesem Manöver im Rennen 3 die Führung und “Starboard-Advantage” abgenommen nat 😉

      http://www.youtube.com/watch?v=U5g3gSoWCSI
      ab 15:00

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      • avatar chenninge sagt:

        Hey, die Oracle Boys haben diese Boundary-Regeln nicht gemacht!!!

        ach doch, haben sie 😀

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      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        Gerade noch gesehen, im von mir verlinkten Video macht ETNZ das gleiche Manöver bei 18:00 noch mal und besiegelt damit die Niederlage von OTUSA. Jimmy sollte daraus wirklich gelernt haben!

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      hmm, der boundary schutz ist ja nur 5 bootslängen breit. wären sie im cross-moment nicht schon wieder raus aus dem schutz? wäre knapp geworden. aber stimmt. es wäre wahrscheinlich die bessere option gewesen

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  13. avatar E2nO sagt:

    Wenn ich hier und im Web den Tenor zum Team Oracle so lese, glaube ich, dass sich in der BMW Niederlassung in München sich einige Manager zur Entscheidung aus dem Joint Venture mit Team Oracle aus zusteigen mehr als nur gratulieren können!

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    • avatar Wilhelm sagt:

      Eine Frage zu Reglement

      Anzahl der Rennen: 17
      OTUSA braucht 11 Siege

      Was passiert eigentlich, wenn ETNZL am Samstag auf sieben Siege erhöht? Dann bleiben ja nur noch neun Rennen und die reichen ja Oracle nicht mehr.

      Und was würde passieren, wenn der Endstand 9:8 oder 10:7 pro Oracle lautet?

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      • avatar Stefan sagt:

        Wenn TNZ noch ein Rennen gewinnt, ist der Drops gelutscht und alles ist vorbei. Denn OR kann dann bei verbleibenden 9 Rennen keine 10 nötigen Siege mehr erreichen.

        Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 0 Daumen runter 11

      • avatar kryps sagt:

        Die “Anzahl der Rennen” steht eben gerade *nicht* fest. Es gewinnt, wer als erster neun Siege hat, egal wie viele Rennen dafür gesegelt werden müssen.

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      • avatar Pete sagt:

        Wie kryps schon schrieb: Die Regeln sagen: wer 9 Punkte hat.
        Es gibt kein ‘Best of 17’ das kommt nur von irgendwelchen Hockey-Begeisterten Medien (oder soetwas ähnlichem).
        Also: wer 9 Punkte hat gewinnt.
        Oracle bekommt keine Punkte für die ersten 2 Siege die sie ersegeln (Jury Entscheidung).
        Daher ist eigentlich auch das ganze ‘Oracle ist auf -1’ falsch, sie bekommen schlicht keinen Punkt für die ersten zwei die sie Gewinnen.

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        • avatar Stefan sagt:

          …na, dann sollten die ihre Texte und Infografiken nicht von irgendwelchen Hockey-Begeisterten erstellen lassen 😀

          http://americascup-news.com/wp-content/uploads/2013/08/LVC_AC_Comp_Structure_finals21.jpg

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          • avatar Pete sagt:

            Da hast Du recht, leider haben die Designer die diese Grafik erstellt haben keine Ahnung. Der AC wird aber nicht nach der Infografik der Webseite gesegelt, sondern nach dem Protokoll (was auch auf der Webseite zu finden ist und hier schon mehrfach verlinkt wurde). Auch die Jury Entscheidung ist dort zu finden.
            Ist ziemlich bescheuert, dass die es nicht hinbekommen es auch überall richtig darzustellen, zeigt aber im Zweifel nur, wie toll ACEA und Sparkart Group selbst verstehen wie es funktioniert, zum Glück werden wenigstens die Orginaldokumente zur Verfügung gestellt.
            Wie geht es denn bei best of 17, wenn Oracle alle gewinnt? Müssen die ‘nur’ zehn Rennen gewinnen müssen, weil dann nur noch 7 Rennen übrig bleiben? 😉

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  14. avatar Michael sagt:

    You can’t buy it , Larry ! Go for it, Kiwis

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  15. avatar etnz fan sagt:

    Oracle hat sich bisher nicht als sehr symphatisches Team profilieren können und die Personality Larry Ellison färbt sicher auch auf das Team und seine Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ab.
    Sie liegen klar hinten und haben einige (für den entspannten Betrachter) grosse Fehler gemacht…aber das sind alles ziemlich gute Segler, und ich bin manchmal erstaunt über die gehässigen Schlaumeier-Kommentare hier.

    ETNZ dial down in race 6 war ein ganz normales Manöver….auch bei Annäherungsgeschwindigkeiten von 40kn.
    Sie dürfen auf 60 TWA abfallen.
    Das ist ja nicht so, dass man sich vorstellen muss das der Oracle wingtrimmer irgendwie träumend auf der Kante sitzt und Spithill deshalb nicht abfallen kann.
    Ich bin schwer beeindruckt was beide Teams aus diesen Teilen herausholen.

    Wenn man sieht, dass ein Typ wie Rob Wadell vollkommen ausgepumpt nach Luft ringt und ihm die immense Anstrengung ins Gesicht geschrieben ist wird klarer wie anstrengend es sein muss die Boote zu bewegen…und das Oracle Boot ist anscheinend noch einen Tick anstrengender als deas von ETNZ.

    Man kann sagen was man will, was da von den Teams gezeigt wird, und die fürs Publikum geschaffene TV Präsentation ist absolut Weltklasse!

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    • avatar Kwasi sagt:

      Ich glaube, das Regel 16.2. nicht greift, wie von mir oben beschrieben.
      Das denken auch die Umpires, denn abgefallen ist ETNZ auf ca. 90° TWA, wenn nicht sogar noch mehr.

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      • avatar Pete sagt:

        Natürlich gilt 16.2, ob sie von ETNz Gebrochen wurde ist die Frage.
        Mal den Umpire Reply anschauen:
        1. nicht über 90° TWA, maximal 85° TWA – spielt aber keine Rolle.
        Wichtiger: der letzte Teil der Regel: ‘ has to immediately change course to continue keeping clear.’
        Also: musste Oracle sofort mehr ausweichen, weil ETNZ den Kurs geändert hat?
        Das Replay zeigt ganz klar: nein.

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        • avatar Dominik sagt:

          Genau. Bei tiefer als 60 Grad TWA kommt es auf das immediately an. Ein sich schon freihaltendes Boot darf bei tieferen Winkelt nicht zu sehr weitergejagt werden.

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        • avatar Kwasi sagt:

          if at that moment the port-tack yacht that is keeping clear by sailing a course to
          pass astern

          Das war nicht der Fall

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  16. avatar H. sagt:

    An dien beiden ENTZ Siegen sieht man mal wieder eindeutig, wieviel besser das Team in so gut wie allen Bereichen (besonders natürlich auf der Kreuz) ist, im Gegensatz zu den Amerikanern. Da bringt auch ein Mann wie Ben Ainslie nichts, bzw. nicht mehr als Kostecki. Meiner Meinung nach war der der Wechsel zu Ainslie sinnlos, selbst wenn er einer der besten Segler der Welt ist.
    OTUSA hat einfach keine Chance gegen das Boot und die Crew vom ETNZ.
    Also, macht weiter so Neuseeland!

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    • avatar polymorph-p sagt:

      Die Amis hatten sich die Karten schon beim Design des Bootes gelegt.

      The Oracle hull shapes are different than those chosen by ETNZ. Can you comment on the logic behind these differences?

      The Oracle hull shapes have clearly been optimized to be as slippery as possible upwind while having an adequate safety margin downwind. The hulls are fine, with quite rounded sections amidships and forward, while still retaining quite powerful stern sections. The optimizer was clearly happy to have the hulls contribute very little dynamic lift, preferring to use the main foil to provide this lift in the most efficient manner. The result is a hull shape that is low drag when immersed, and continues to have very low drag as the main foil generates more lift and the effective displacement of the hull reduces. This gives a design that minimizes the incremental drag as the boat lifts clear or re-enters the water in marginal foiling conditions or while maneuvering.

      In contrast the ETNZ hulls appear to have relatively flat sections along the length of the boat, and these will contribute some dynamic lift as the hull speed increases. However, in my view the generation of this dynamic lift is relatively inefficient and will incur a drag penalty. In particular I feel that these sections will not be as efficient when sailing upwind, particularly in fresh conditions when the main foil is generating enough lift to significantly decrease the displacement of the hull. In these conditions the flatter sections will not reduce their wetted surface area as effectively as the narrower, rounder sections of the Oracle boats, resulting in higher overall drag.

      As a result, it would not surprise me if the Oracle boats are superior to ETNZ upwind, particularly considering the attention that has been paid to the aerodynamics of the Oracle platforms. The combination of low hydrodynamic and aerodynamic drag should result in an advantage for Oracle on the windward legs.

      http://www.cupinfo.com/en/americas-cup-2013-oracle-design-andrew-mason-13067.php

      Dieses noch Anfang August von OR im Brustton der Überzeugung vertretene Konzept hat sich als fataler
      Irrtum herausgestellt.
      Ausgerechnet auf der Kreuz wollten die O.R.A.C.L.E s schneller sein! Dass zur Kreuz auch Wenden gehören
      haben sie dabei vergessen.
      Die Arroganz mit der sich die OR Fan-Boys über den NZ-Tractor lustig gemacht hatten fällt jetzt als Hohn und
      Spott auf das ganze Team zurück.
      Die Burschen auf dem Boot können einem wirklich leid tun. Die können nichts dafür. Der Fisch stinkt wie immer
      vom Kopf.

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    • avatar <°((( ~~< sagt:

      Mal ganz ab von dem schiffbautechnischem und rechnerischem Gedöns: Augenscheinlich ist das Orakel-Boot für wenig Wind optimiert und das ENTZ-Boot nicht.

      Dummerweise herrscht jetzt auch während des AC wohl mehr Wind, als die Amerikaner rechnerisch erwartet haben. ETNZ hatte gar keine Wahl, weil sie ja zuvor den LV-Cup mit mehr erwartetem Wind überstehen mussten. Maximale Mühe gegeben haben sich vermutlich beide Seiten.

      Was lernen wir daraus? Man kann ein Boot zwar für eine Bedingung optimieren – aber nicht für alle.

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      • avatar polymorph-p sagt:

        Horses for courses,

        aber ein gerüttelt Maß an “allround” Eigenschaften gehört einfach dazu!
        Wenn man sich zu sehr auf bestimmte Bedingungen festlegt erleidet man fast zwangsläufig Schiffbruch.

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      • avatar Pete sagt:

        Hmmmm…. Bein Design des Bootes wusste ETNZ:
        Das Luna Rossa das (NZ-)eigene Design des ersten Bootes benutzt.
        Das Artemis noch mit nicht.-Foilen beschäftigt war.
        Warum sollten sie dann auf Bedingungen des LV Cups designen wenn sie doch den AC gewinnen wollen, wissend dass die Gegner im LV zumindest taktisch zu schlagen sind selbst wenn sie schnellere Schiffe haben sollten.
        Ich glaube hier wird allgemein unterschätzt wie schlau ETNZ an das gesamte ‘Problem AC gewinnen’ herangegangen ist.

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      • avatar Kielschwein sagt:

        Und der Witz ist das OTUSA mit viel Wind gerechnet hat zum Zeitpunkt des Finales.
        Ich höre es noch wie heute ,es war kurz nach dem Überschlag, als es hieß das im Finale mit starken Wind gerechnet wird und deshalb auch bei viel Wind trainiert werden muss !

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  17. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Auf SA wurde eben das Geheimnis des neuseeländischen Erfolgs gelüftet!

    Apparently, ETNZ foils so well because the water is scared of Dalts, and pushes the boat away

    (Offensichtlich foilt ETNZ so gut, weil das Wasser Angst vor Datls hat und das Boot abstößt)

    Grant Dalton ist der neue Chuck Norris

    Go ETNZ!

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    • avatar Henk sagt:

      OT:

      – The F4 Phantom only flies because it is so ugly that the Earth repells it

      – Pilot about the F4 Phantom: Even a brick flies if you put an engine with enough thrust on it

      /OT

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  18. avatar <°((( ~~< sagt:

    1. Rennen, interessanter Weise ist das, was gestern noch dem John Kostecki als schwerster möglicher Fehler angekreidet wurde, heute goldrichtig: Direkt nach der Leetonne auf die rechte Seite zu gehen. Jedenfalls machen die Neuseeländer damit viele Meter gut. (ja, ich sehe auch, dass sie gleich die richtige Tonne dafür nehmen)

    Klugscheißer vor Bildschirmen beurteilen Segeln auf allerhöchstem Niveau.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 14

    • avatar michael sagt:

      …. falsch war nicht die Entscheidung auf die rechte Seite zu gehen, sondern die Ausführung. Und wie man gestern gesehen hat, ist das Gesamtpaket ( Steuermann, Taktiker, Crew und Konstrukteure ) das, was den Erfolg ausmacht.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      > Klugscheißer vor Bildschirmen beurteilen Segeln auf allerhöchstem Niveau.

      Um zu erkennen, daß die Primaballerina auf die Nase gefallen ist, muß man nicht mal Tänzer sein!

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    • avatar Wilfried sagt:

      du siehst es genau richtig. Nach rechts ist richtig aber auch richtig rum. deshalb war es ja doppelt blöd den Split downwind zuzulassen und dann noch die falsche Tonne zu nehmen. ETNZ hat im 7. ten Rennen gezeigt wie es richtig ist. Keinen Split zulassen dann hast du auch die Kontrolle für die Kreuz.
      Der einzige vernünftige Grund für die Entscheidung von Oracle nicht mitzuhalsen wäre gewesen, dass sie bei dem leichten Wind schlicht Angst hatten noch eine Halse zu versemmeln. Das wäre dann aber auch eine Bankrotterklärung

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  19. avatar enrico sagt:

    Ich finde die negativen Kommentare dem Team oracle gegenüber ehrlich gesagt unter aller S..!

    Sie segeln nicht schlecht, jedoch habe ich das Gefühl, das das oracleschiff in einem wesentlich schmaleren Windbereich optimal funktioniert. Bei weniger Wind dauert es mitunter recht lange, bis es vernünftig foilt und bei den manövern ist ETNZ im Grundspeed auch schneller.
    Natürlich kann man mit einem besseren Schiff ganz anders auftreten bzw angreifen, auch wenn man mal downwind hinten liegt.

    Als Fehler würde ich jedoch sehen, das oracle gestern im ersten Rennen downwind die bessere Seite einfach aufgegeben hat. Ansonsten sind sie innerhalb der Möglichkeiten ihres Bootes gesegelt.

    ETNZ hat anscheinend das bessere Allroundboot, der Skipper ist schon eine gefühlte Ewigkeit im Team und die Crew ist perfekt eingespielt.

    Die muss man erstmal niedersegeln!!!

    Ellison kommt mit Sicherheit beim nächsten Cup zurück und ob man ihn nun mag oder nicht, er ist bereit fürs segeln viel geld auszugeben.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      > Ich finde die negativen Kommentare dem Team oracle gegenüber ehrlich gesagt unter aller S..!

      Hast Du ein paar konkrete Beispiele dafür?

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      • avatar enrico sagt:

        Arrogant ist nur Larry Ellison und dem wünsche ich von ganzem Herzen dieses Desaster, so dass er vielleicht wenigstens ansatzweise begreift, dass er nicht Gott ist.

        Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 7

        • avatar Schlaufuxx sagt:

          Oracle hat die Regeln gemacht.
          Oracle hat sich den Challenger of Record schön ausgesucht.
          Oracle hat dann zwischendrin nochmal beschissen.
          Warum, zur Hölle sollten hier positive Kommentare zum Team USA Oracle kommen ?

          Ich hab Kostecki geknutsch als er mit Illbruck gewonnen hat, Spithill, Ainslie und die ganzen Boys sind über jeden Zweifel erhaben.

          Aber das TEAM USA ORAKEL “LARRY ELLISON” WHIP hats nunmal, nach vollmundigen, US-Style, Akündigungen verkackt.
          Watt soll also diese Mitleidbekundung ?!

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  20. avatar Carsten sagt:

    Ich kann auch nicht verstehen, dass OTUSA nicht bis zur Begrenzung gesegelt ist um nach der Wende mit Steuerbord Schoten trotzdem Wegerecht zu haben, hat ETNZ am Anfang auch schon gezeigt. So fängt man sich den Dial down nicht ein.

    Im Übrigen sitzt bei ETNZ mit Ashby ein mehrfacher A-Cat Weltmeister am Wing das macht vielleicht den Unterschied

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  21. avatar justinsail0815 sagt:

    Komisch das bisher noch niemand auf den Wechsel auf eine kleinere Fock bei Oracle im zweiten Rennen eingegangen ist………. Vielleicht auch ein Grund….. aber das nur so nebenbei…….

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  22. avatar Andreas Ju sagt:

    Also, mir tun die Oracle-Jungs auch ein wenig leid: Da schieben sie NZL am Start dermassen grandios in die Parkbucht und es reicht trotzdem nicht, weil sie einfach zu langsam sind. Das muss doch ober-frustrierend sei. Sind doch durch die Bank tolle Segler.

    Freue mich natürlich trotzdem dür die Kiwis. Und bin gespannt, auf welchen Boten der nächste Cup gesegelt wird.Monos fand ich zwar weniger spektakulär, aber spannender. Aber der Schritt zurück wird wohl kaum gehen.

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