America’s Cup: Team New Zealand vor dem Ende? Barker wehrt sich gegen Demontage

Selbstzerfleischung

Das Team New Zealand scheint vor ernsten Schwierigkeiten zu stehen. Der möglicherweise bevorstehende Rauswurf vom langjährigen Steuermann Dean Barker zeigt ein zerrüttetes Verhältnis zum Teamchef Grant Dalton.

Grant Dalton (l.) und Dean Barker haben sich offenbar nur noch wenig zu sagen. © TNZ

Grant Dalton (l.) und Dean Barker haben sich offenbar nur noch wenig zu sagen. © TNZ

Dieser 35. America’s Cup beginnt alles andere als gut für die Sieger der Herzen von 2013. Die Kiwis stehen vor einer echten Zerreißprobe, nachdem zuerst nur Gerüchte über eine mögliche Ablösung des seit 15 Jahren für das Team New Zealand steuernden Dean Barker laut wurden.

Nun ist Barker in die Vorwärtsverteidigung gegangen und hat seine Anwälte beim Team nachfragen lassen, was es mit der öffentlich diskutierten scheinbar schon feststehenden Tatsache seines Rauswurfs auf sich habe. Er bittet um eine Erklärung. Er sei geschockt und überrascht, per Facebook von den Entwicklungen zu erfahren.

Ein Informant sagte dem New Zealand Herald, dass die Nachricht von der Demission offenbar gezielt gestreut worden ist. Die Beziehung zwischen Grant Dalton und dem Skipper sei längst vergiftet. Obwohl der junge mögliche Ersatzmann Peter Burling zuletzt deutlich gemacht hatte, dass er nicht mit einer Ablösung von Barker rechne.

Es geht ums Geld

Aber es geht wohl um Geld. Das Team New Zealand hat Probleme, sein Budget zusammen zu bekommen. Und Bermuda als Austragungsort macht es für einige der potenziellen Partner nicht gerade einfacher. Personalkosten müssen gespart werden. Dazu kommt die öffentliche Diskussion, ob sich wirklich erneut der Steuerzahler beteiligen sollte.

Genüsslich erscheinen immer wieder Berichte über die reichen Segler. Zum Beispiel Grant Dalton, der ein Liebhaber schneller Autos ist, mehrere in seiner Garage stehen haben soll und sich kürzlich dazu noch ein Motorrad für umgerechnet rund 70.000 Euro geleistet haben soll. Für seine Dienste bei der vergangenen AC Kampagne seien 1,33 Millionen Euro auf sein Konto geflossen. Seine Besitzzümer in Neuseeland sollen sich auf 6,6 Millionen Euro belaufen.

Auf der anderen Seite hilft diese Selbstzerfleischung dem Team überhaupt nicht weiter. Die Konkurrenz wie Luna Rossa, Artemis, BAR und Oracle trainiert schon fleißig mit fliegenden AC45 Boliden, die Kiwis haben noch nicht einmal ihr Team zusammen.

Dabei würde dem Cup ein sehr wichtiges Element fehlen, wenn das legendäre neuseeländische Team nicht konkurrenzfähig dabei sein könnte. Ein Burling alleine wird es nicht richten können.

 

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „America’s Cup: Team New Zealand vor dem Ende? Barker wehrt sich gegen Demontage“

  1. avatar Jörg sagt:

    BREAKING NEWS: Peter Burling has been announced as helm of Emirates Team New Zealand alongside Glenn Ashby! Bring on the 35th America’s Cup!

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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