America’s Cup: Oracle Kat “17” im Vergleich zur Konkurrenz

Oracle Flugshow beginnt

Oracle Racing hat seinen AC72 Katamaran in San Francisco getauft und gewassert. Die Champagner-Flasche zerplatzte erst im zweiten Versuch, was nicht gerade ein gutes Omen ist. Aber dafür hat Ellison seinem ersten AC72 sein Glücksnummer als Namen gegeben, “17”. Die geplanten Segeltests wurden dennoch verschoben. Vielleicht gehen die Konstrukteure nach dem Vorzeichen noch einmal durch die Zahlen.

Auch Oracle Racing vertraut auf Flügel an Schwert und Ruder. ©  Guilain Grenier / Oracle Team USA

Auch Oracle Racing vertraut auf Flügel an Schwert und Ruder. © Guilain Grenier / Oracle Team USA

Derweil zeigen die neuesten Bilder, dass die Vision vom America’s Cup auf Kufen keine falsche Photoshop-Fährte ist. Oracle Racing hatte die L-Foils schon an seinem AC45 getestet und sie sind jetzt auch am 72 Fußer montiert.

Das könnte eine gute Nachricht für die drei Herausforderer sein. Denn die Foil-Technik ist noch so jung, dass nicht nur maximaler finanzieller Einsatz sondern besonders innovative Ideen zu überraschenden Erfolgen führen könnten.

Klar, dass Oracle Racing auf fast allen Gebieten besser aufgestellt ist, als die Konkurrenz. Das wird dem Betrachter vor Augen geführt, wenn General Manager Grant Simmer, das neue Boot präsentiert. Der Mann gehörte noch vor zweieinhalb Jahren als Alinghi Design Chef zu Ellisons Erzfeinden. Nun hat er seit Mai 2012 die Führungsposition bei Oracle Racing.

Ein Zeichen dafür, dass Oracle schon weiter ist als die Konkurrenz sein könnte, ist möglicherweise die Unterboden-Konstruktion für die Riggkräfte. Artemis und Team New Zealand vertrauen dem Spinnen-Design, das schon 2010 den 110 Fuß Kat “Alinghi 5” zusammen hielt, die Amerikaner dagegen haben eine Art Box unter dem Trampolin montiert.

Es ist kaum zu erwarten, dass Luna Rossa mit einem bahnbrechenden Design daher kommt, da die Italiener das Design Paket der Kiwis gekauft haben. Aber es ist auch klar, dass alle Teams noch eine weitere Option für ein zweites Boot haben. Damit können sie auf die Entwicklungen der Konkurrenz reagieren. Viel Zeit zum Bau bleibt aber nicht. Oracle Racing zum Beispiel hat schon mit den Arbeiten an der zweiten Version begonnen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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9 Kommentare zu „America’s Cup: Oracle Kat “17” im Vergleich zur Konkurrenz“

  1. avatar Stefan sagt:

    ….allerdings wage ich zu bezweifel, das die foils in der Form zu einer “Flugshow” führen werden. Dazu sind die foils wohl gemessen an der Grösse und dem Gewicht der Boote zu klein.

    …die foils dürften haupsächlich in Hinblick auf den induzierten Widerstand an den Schwertenden eine Bedeutung haben. Gerade bei den hohen Geschwindigkeiten die zu erwarten sind.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 6

  2. avatar Seven sagt:

    …macht das die Perspektive oder verwindet sich der Luvrumpf wirklich? Es sieht so aus als wenn er nicht parallel zum Wasser ist ,sonder das der Bug etwas nach unten hängt….

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    • avatar Stefan sagt:

      ….das machen viele Kats (mehr oder weniger). Je größer und vor allem breiter, desto mehr. Hierbei verwindet aber nicht der einzelne Rumpf, sondern die Gesamtkonstruktion der beiden Rümpfe und der Beams.

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