America’s Cup World Series Plymouth: 150000 Euro Schaden beim GreenComm-Aleph-Artemis-Crash

Der Amoklauf von GreenComm

"GreenComm" und "Artemis" im Päckchen.

Das Chaos, das GreenComm im letzten Rennen der America’s Cup World Series verursacht hat, ist nachträglich vor der internationalen Jury verhandelt worden. Die Entscheidung wurde jetzt von den Verantwortlichen öffentlich gemacht.

Demnach ist das spanische Team als alleiniger Verursacher des auf insgesamt 150000 Euro geschätzten Schadens an drei Schiffen benannt worden. Das scheint keine große Überraschung zu sein. Denn Vasilij Zbogar segelte in der Startphase mit Wind von Backbord durch das Feld. Aber es ging darum, ob die Gegner auf Aleph und Artemis eine Teilschuld tragen.

Auch das Boot mit Wegerecht muss laut Regel 14 alles tun, um einen Kontakt zu vermeiden. Deshalb klagt Anthony Nossiter von GreenComm Bertrand Pacé von Aleph in der Verhandlung an, er hätte eher seinen Kurs ändern müssen, um die Kollision zu verhindern. Und auch Artemis habe nicht den besten Weg genommen, um dem Schaden auszuweichen.

Die Situation stellt sich so dar, dass GreenComm eine Minute vor dem Start bei bis zu 30 Knoten Wind auf einen Kurs mit Wind von Steuerbord wenden wollte. Das Manöver funktionierte aber nicht. Der Katamaran trieb rückwärts wieder auf den alten Bug.

Dabei ware Aleph im Weg. Pacé wollte erst hinter GreenComm ausweichen, sah dann aber, dass das Boot rückwärts trieb. Er änderte den Kurs und wollte in Luv vorbei. Dabei krachte er bei einem Speed von 10,7 Knoten mit dem Backbord-Bug in den Gegner. Der Schaden am eigenen Schiff soll 20000 Euro betragen.

Aleph wurde herumgedreht und geriet in den Weg von Artemis. Die mussten ausweichen und hielten dann auf GreenComm zu, nahmen den Speed raus und lagen direkt neben den Spaniern. Beide Schiffe trieben rückwärts. Als sich Artemis lösen konnte beschleunigte eine Böe das Schiff so sehr, dass der Bug unter das Ruder von GreenComm geriet.

Der Schaden bei Artemis beträgt 100000 Euro, GeenComm kam mit 30000 Euro noch relativ glimpflich davon. Die Schäden sollen von einer Versicherung gedeckt sein.

Nossiter von GreenComm führte an, dass sein Team noch wenig Erfahrung mit Katamaranen bei solchen Bedingungen hat. In Zukunft werden ihm wohl einige Gegner in der Startphase aus dem Weg gehen.

 

 

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „America’s Cup World Series Plymouth: 150000 Euro Schaden beim GreenComm-Aleph-Artemis-Crash“

  1. avatar Marc sagt:

    Amoklauf würde ich das nun nicht nennen, eher manövrierunfähig.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

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