Barcelona World Race: Riechers wieder in Schlagdistanz zum Podium

Messer zwischen den Zähnen

Jörg Riechers und Sebastien Audigane holen auf. Der Abstand zu Rang drei schrumpfte von 550 Meilen am Kap der Guten Hoffnung auf 150 Meilen.

Jörg Riechers

Jörg und Sebastien nehmen jetzt das Messer zwischen die Zähne.

“Nachdem wir uns in den ersten Wochen ja etwas schwer getan haben und vor allem
durch innovative Reparaturen glänzten mussten, kommen wir nun langsam in
Fahrt”, schreibt Jörg Riechers von Bord der “Renault Captur” im Southern Ocean.

“Wir haben unseren Rhythmus gefunden und holen nun das Beste aus unserem Finot
Design heraus. Der Lohn: wir kommen langsam in Schlagdistanz zum Platz drei, wo ‘Gaes’ liegt. Es ist wirklich toll, endlich einen Fight gegen einen echten Gegner zu haben in und nicht mehr nur gegen die Gremlins.”

Der Rückstand für Renault Captur beträgt nur noch 150 Meilen.

Der Rückstand für Renault Captur beträgt nur noch 150 Meilen.

Dabei wird das deutsch französische Duo für seine harte Arbeit jetzt auch mal durch Wetterglück belohnt. Der Kurs entlang der neu eingeführten Eis-Barriere erlaubt kaum taktische Varianten und so segelt das Feld brav entlang der virtuellen GPS Linie.  Die spanische Mixed-Crew Anna Corbella und Gerard Marín liegt in der Flaute und Riechers gibt jetzt richtig Gas.

Dabei wundert sich der Hamburger über die moderaten Bedingungen auf einem Breitengrad, den er doch auch zu Testzwecken für die angepeilte Vendee Globe befahren möchte. Aber er berichtet: “Ein Tiefdruckgebiet lässt ein wenig die Legende vom harten Indischen Ozean sterben. Es ist sonnig und die See ist ruhig. Ich beschwere mich schon, dass es so warm ist und muss etwas lachen über die Geschichten, die ich über diese Region hörte.”Aber dieses Lachen wird mir in ein paar Tagen schon noch vergehen.”

Denn es bahnt sich ein Tief mit bis zu 52 Knoten an, das wegen der Eisgrenze nicht südlich umfahren werden darf.

Angenehmes Segeln im Southern Ocean. © Riechers

Angenehmes Segeln im Southern Ocean. © Riechers

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „Barcelona World Race: Riechers wieder in Schlagdistanz zum Podium“

  1. avatar Wilfried sagt:

    Sind dieses Jahr so extrem nördlich Eisberge unterwegs, oder wie kommt die Linie zu Stande. Wenn man sie noch ein bisschen weiter ausdehnt könne sie nicht mehr ums Kap Horn rum. ;-). da es jetzt nicht mehr Icegates sondern durchgezogene Linien sind entfällt fast aller Spielraum und die taktischen Möglichkeiten zum Angriff schrumpfen ja auf fast null. Schade für die Spannung.

    vielleicht ist es ja nötig oder nur extrem vorsichtig. Man könnte mit der heutigen Technik sicherlich auch während es Rennens noch die Gates verändern und damit mehr Möglichkeiten eröffnen.

    Wilfried

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    • avatar dubblebubble sagt:

      Renault kann es mal nicht schaden, wenn ihre Entscheidungsfreiheit was den Kurs angeht, etwas beschnitten wird.

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