Volvo Ocean Race

Grant Dalton gibt die Teilnahme vom Team New Zealand bekannt. Kommt nun auch Alinghi?

Das Team New Zealand beim Audi MedCUp mit seiner TP 52. Die Erfahrungen helfen beim Volvo Ocean Race © Ian Roman/Audi MedCup

Das neue Branding mit dem spanischen Schuhersteller Camper auf dem Rumpf © Photo Chris Cameron ETNZ

Nun ist es raus. Grant Dalton hat offiziell die Teilnahme seines Team New Zealand für das nächste Volvo Ocean Race bestätigt. Die Kiwis werden mit dem Mallorquinischen Unternehmen Camper zusammengehen, einem Hersteller von Modeturnschuhen. Die erwartete Bekanntgabe ist insofern immer noch einem Überraschung, weil sich Teamchef Dalton noch im Dezember vergangenen Jahres eine Teilnahme bei seinem geliebten Volvo Race ausgeschlossen hatte.

Aber seit dem Ende des 33. America´s Cups hätten sich die Dinge geändert, sagt Dalton in der gestrigen Pressekonferenz. Nach einem Gespräch mit Russell Coutts sei deutlich geworden, dass der nächste America´s Cup nicht vor 2013 oder 2014 stattfinde. Dadurch passe die Welt-Regatta gut in das Konzept. Die Neuseeländische Regierung hätte ihren Teil mit der Finanzierung des Auckland-Stops geleistet. Erst danach seien die Verhandlungen mit den Spaniern für die Rennteilnahme erfolgreich abgeschlossen worden.

Die Emirates Team New Zealand Spitze kündigt die Teilnahme beim 2011-12 Volvo Ocean Race an. Kevin Shoebridge (l.) und Grant Dalton sind guter Dinge. © Photo Chris Cameron ETNZ

Die Entwicklung des Volvo Ocean Races dürfte dem Chef Knut Frostad Mut machen. Denn der Fall der Neuseeländer zeigt, dass der Impuls für die Teilnahme nicht klassisch vom Team selber ausging. Vielmehr suchte der Spanische Sponsor Camper ein Team, weil das Volvo Ocean Race für seine Marketing-Interessen passt.

Genauso ist es mit Abu Dhabi. Die Scheichs stellen ein Team zusammen, das sie finanzieren dürfen. Ist es Alinghi? Die Gerüchte verdichten sich. So wird der ehemalige Illbruck-Volvo-Ocean-Race Sieger Stu Bannatyne, der Wachführer des letztmaligen Siegers “Ericsson 4” mit den Schweizern in Zusammenhang gebracht. Starten sie für die Schweiz oder für den Wüstenstaat? Beide Optionen würden Sinn machen. Zumal das Feld nun mit Groupama, Puma, und dem Team New Zealand deutlich attraktiver geworden ist.

Die notorisch unterfinanzierten Kiwis hätten das Budget von rund 25 Millionen Euro alleine nicht stemmen können. Aber mit den Spaniern soll es funktionieren. Dabei macht Dalton klar, dass die Volvo-Kampagne auf keinen Fall den America´s Cup Ambitionen schaden solle. “Es gibt kaum Cross Overs. Nur ein, zwei Segler aus dem Cup Team werden vielleicht auch auf dem Volvo 70 segeln.”

Auf dem Weg an die Spitze. Team New Zealand hat auf Anhieb den Audi MedCup gewonnen. Nun das Volvo Ocean Race? © Ian Roman/Audi MedCup

Er selbst gehöre nicht dazu sagt der siebenfache Weltumsegler, der sich 2007 als Teamchef im Alter von 50 nicht zu schade war, im America´s Cup Finale gegen Alninghi unter Deck die Spinnaker zu packen. “Ich muss das Geld zusammen bringen. Und es wäre nicht fair, wenn ich den Jungs sagen würde: Hey, das ist jetzt eine coole Etappe, lasst mich einmal mitsegeln.”

Insgesamt macht das Volvo Ocean Race für die Kiwis Sinn, weil sie ihr hochkarätiges Design Team beschäftigen müssen. Deshalb erfolgte schon der Einstieg in den Audi Medcup. Bodin & Carceek schafften es auf Anhieb, die Judel/Vrolijk Konkurrenz auszustechen. Die Erfahrungen beim Volvo-Design werden sie auch für den America´s Cup nutzen können.
Grant Dalton im Interview

Carsten Kemmling
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