Melges 32: Wolfgang Stolz und Christian Soyka spielen in der ersten Liga

Holpriger Saisoneinstieg

Viel Regen bei dem Auftakt der Audi Sailing Series 2011 in der Melges 32. © G. Trombetta/Melges 32

Es gibt nicht mehr viele deutsche Eigner, die sich trauen, in der ersten Liga des Segelsports mitzuspielen. Die gute alte Welt des Admirals Cup ist längst vergangen. Und dennoch lassen sich einige Hartgesottene auf den Wettkampf mit den Besten ein.

Darunter ist Investmentbanker Wolfgang Stolz. Nach einigen Jahren in der Farr 40 Klasse ist er nun zur angesagten Melges 32 Klasse gewechselt, die ebenfalls nach dem Owner Driver-Prinzip funktioniert.

Hier muss er besonders gegen die starken Italiener bestehen, die wie auch in der Melges 24 die Vorherrschaft in Europa inne haben. Bei der ersten Regatta in Scarlino bei Elba gelang der Saisoneinstieg allerdings noch nicht wie gewünscht.

Mit dem dänischen Profi Taktiker Jesper Radich kam er im Feld der 21 Yachten allerdings noch nicht über einen 17.Platz hinaus. Es gelang ein vierter Platz, aber zwei 20. machten die Serie zunichte.

Premiere hatte Christian Soyka mit seinem IMMAC Team. Der dreimalige X-99 Weltmeister ist neu in die Klasse eingestiegen und hat das Schiff erst im November übernommen. Es läuft noch nicht alles rund nach nur wenigen Wochen Training im kalten Kiel. Mehr als der 21. Platz war noch nicht drin. Zwei 13. Plätze zum Abschluss der Serie zeigen aber eine aufsteigende Tendenz.

An der Spitze des Feldes segelten zwei italienische Mannschaften. Sie überholten die Amerikaner um den neuseeländischen Taktiker Cameron Appleton erst im letzten Lauf.

Viel Beachtung war der Leistung von Vinzeno Onorato mit Star-Taktiker Francesco Bruni beigebracht worden. Immerhin handelt es sich um den aktuellen Challenger of Record für den Ameria´s Cup. Und eigentlich sollten die Italiener in Neuseeland mit einem neuen AC45 Kat trainieren.

Aber der Reeder hat schon öffentlich über Geldmangel geklagt und sich so sehr über Russell Coutts geärgert, dass er dessen RC44 Zirkus fortan fortbleibt. Seine Teilnahme am Cup steht noch in den Sternen. Und so uninspiriert segelte er auch. Platz acht ist für den sieggewohnten Farr 40 Weltmeister weniger als erwartet.

Ergebnisse

IMMAC Sailing Team Soyka

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Melges 32: Wolfgang Stolz und Christian Soyka spielen in der ersten Liga“

  1. avatar Jollensegler sagt:

    trotzdem Hut ab vor den 2 deutschen M32 Teams
    immerhin trauen sich welche in den OneDesign Bereich international
    und segeln kein Vermessungsformelzeug
    richtig so !

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 3

  2. avatar Plan B sagt:

    welchen Hut, wo vor ab? Vor Eignern die steuerrelevante Finesse zeigen?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 7

    • avatar Jollensegler sagt:

      davor das diese 2 Teams sich der Konkurrenz in OneDesign stellen
      und Einheitsklasse segeln und nicht nach Vermessungsformel x oder y

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  3. avatar Rolf L. Burmester sagt:

    Eine kleine Berichtigung: Christian Soyka ist viermaliger Weltmeister in der X-99-Klasse: 2004, 2007, 2008 und 2009. Schöne Grüße aus Itzehoe von der SVI, seinem Heimatverein.

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  4. avatar Rolf L. Burmester sagt:

    Eine kleine Berichtigung: Christian Soyka ist viermaliger Weltmeister in der X-99-Klasse: 2004, 2007, 2008 und 2009. Schöne Grüße aus Itzehoe von der SVI, seinem Heimatverein.

    Es stimmt, es war mir nicht klar, ob es geklappt hat. Vielen Dank!

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