Mini Transat: Dem möglichen Hurrikan ausweichen – 80 Einhand-Segler über den Teich

Die Minis sind los

Die Minis sind wieder los. Nun kämpfen sie sich über den Atlantik. Sie müssen einem drohenden Hurrikan aus dem Weg gehen. Jörg Riechers peilt weiterhin das Podium an.

Der entscheidende Abschnitt der diesjährigen Mini-Transat-Regatta ist in Las Palmas auf Gran Canaria gestartet. 80 Einhand-Piloten nehmen das Wagnis auf sich und versuchen, auf der zweiten Etappe St Lucia in der Karibik zu erreichen.

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80 Minis haben in Gran Canaria die Leinen gelöst. © Breschi

Darunter ist auch wieder Jörg Riechers, der trotz der ersten schwierigen Flauten-Etappe von La Rochelle nach Las Palmas immer noch gute Chancen hat, das Podium zu erreichen. Er geht mit einem Rückstand von gut drei Stunden ins Rennen und hofft für seinen neuen  “Lilienthal” auf eine ordentliche Backstagbrise.

Dabei segelte der Plattbug teilweise fast zwei Knoten schneller als die Konkurrenz. Vor dem Wind bei Flaute, kam der Hamburger aber schlecht in Fahrt. Er musste seine Konstruktion zu hoch anspitzen und erreichte geringere VMG-Werte.

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Favorit Lipinski will den Sack zumachen. © Breschi

 

Diese Schwäche ergibt sich aus der ursprünglich auf einen Foiler ausgelegten Form. Nach der Entscheidung gegen die kompliziert zu trimmenden Tragflächen wurden die Schwertkästen schon versetzt. Aber eine weitere Anpassung hätte das Potenzial noch besser ausgeschöpft. So muss Riechers auf Wind hoffen, der seiner “Lilienthal” schmecken. Nach den ersten Stunden geht er auf Rang acht mit 1,1 Meilen Rückstand in die erste Nacht.

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Andrea Fornaro liegt zu Beginn in Führung. © Breschi

Favorit Ian Lipinsky erwartet für die Atlantik-Passage allerdings nicht viel Wind. Er sagt, die Passatwinde seien nicht sehr stabil ausgebildet und er erwartet eine langsame, komplizierte Überfahrt.

Zudem hat die Wettfahrtleitung einen Umweg von gut einem Tag beschlossen, um einem Starkwind-Gebiet im Norden auszuweichen. Sie reagierte mit einem erzwungenen Abstecher zu den Kapverden auf die Vorhersagen, die zu 20 Prozent sogar einen Hurrikan für möglich halten. Die Insel Sano Antao muss gerundet werden, und dadurch segeln die Minis dem harten Wetter im Norden davon. Ursprünglich hätte das Routing einen nördlichen Kurs als den schnellsten errechnet.

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Der Foiler Arkema hat sein Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft. © Breschi

Am 05.11.2017 wird dann sogar die Sportreportage über das Rennen berichten. Das ZDF besuchte die deutschen Teilnehmer in Gran Canaria, sendet 1einen 7 Minuten-Beitrag zwischen 17.10-18.00 Uhr und wird auch am 19.11. ein zweites Mal über den Zieleinlauf berichten. Zurzeit werden die Einhand-Piloten in 14 bis 16 Tagen in der Karibik erwartet.

Mini Transat Tracker

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Mini Transat: Dem möglichen Hurrikan ausweichen – 80 Einhand-Segler über den Teich“

  1. avatar Yachti sagt:

    Aha, die drei deutschen Teilnehmer im Feld der Serien-Minis hält CK nicht für erwähnenswert.
    Dies gilt auch für die Unterteilung in Protos und Serienboote.
    Ganz schwacher Artikel !

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 9 Daumen runter 12

  2. avatar nick sagt:

    Hüstel hüstel…laut Mini Transat Website ist das Ziel der zweiten Etappe Le Marin/Martinique, da hat wohl wer was mit der ARC durcheinander gebracht…

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    • avatar breizh sagt:

      Die MiniTransat endet doch schon immer entweder auf Guadeloupe oder Martinique. Ist schließlich eine französische Veranstaltung :). Aber die Richtung stimmt ja.

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      • avatar nick sagt:

        Umso weniger nachvollziehbar, dass in der zweiten Zeile des Artikels als Ziel St. Lucia genannt wird und trotz Hinweisen diese falsche Angabe immer noch nicht korrigiert ist…

        Quote:
        “80 Einhand-Piloten nehmen das Wagnis auf sich und versuchen, auf der zweiten Etappe St Lucia in der Karibik zu erreichen.”

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  3. avatar Yachti sagt:

    Leider läuft es nicht optimal bei Riechers. 1-2 Serienminis haben ihn schon wieder überholt.
    Der Tracker zeigt falsche Platzierungen an, da er den Kurs über die Kapverden unberücksichtigt lässt.
    Stark verbessert gegenüber der 1. Etappe zeigen sich Andreas Deubel und Lina Rixgens.

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