Figaro Bénéteau II Transat AG2R: Porträt der härtesten Offshore-Einhand-Einheitsklasse

Laser der Hochsee

Video bei Extrembedingungen mit 35 Knoten im Mittelmeer vor der Insel Porquerolles
 
Video von Thomas Ruyant, der 2010 u.a. gegen Jörg Riechers die Route du Rhum in der Class 40 gewann.

Der offene Ozean liegt vor ihnen: Bei der Transat AG2R haben zu Beginn der Woche alle 16 Boote auf ihrem Weg nach St. Bartholomey/Antillen die westlichste Kanareninsel La Palma passiert. Eh bien, schon wieder irgendeine Regatta über den „Großen Teich“?

Für uns vielleicht – aber nicht für die Franzosen. Denn wenn die Bénéteau Figaro II–Klasse unterwegs ist, berichtet nicht nur die zweitgrößte französische Tageszeitung Le Figaro als Titel- und Namensgeberin ausführlich, auch andere Blätter und nicht zuletzt die elektronischen Medien zeigen Zwischenstände, reichlich Action-Clips und Interviews.

Eindrucksvoller Abgang einer Figaro Beneteau. © B. Stichelbaut

Moment mal: Weder die futuristischen Riesentrimarane oder die IMOCA-60-Fuss Klasse, noch die Class 40 oder die Minis begeistern unsere segelverrückten Nachbarn, sondern ein simples Serienschiff?

Nnnjaaein, müsste man antworten. Denn 1. sind die Herzen der gallischen Segler groß genug, um mehreren Bootsklassen Platz zu bieten und 2. reden wir hier nicht von irgendeinem Serienschiff, sondern von der Mutter aller Offshore-Einheitsklassen: Die Bénéteau Figaro – mittlerweile bereits in der zweiten Generation auf dem Markt.

Die französische Presse ist sich einig: Die „Figaro“ war und ist das „schönste“ (logisch: Le Figaro), „ästhetischste“ (Libération), „wahrscheinlich beste“ (Voile et Voilier), in jedem Fall aber „fairste“ (TV France3) Schiff für Regatta-Aktivitäten auf dem „Grand Large“, wie die Franzosen ihre Spielwiese vor der westlichen Haustüre gerne nennen.

Die führende Yacht mit dem Duo Tabarly/Peron beim AG2R Transat Rennen. © Alexis Courcoux

Jedenfalls hat es bis heute kein anderes seegängiges Serienschiff aus französischen Werften jemals geschafft, so deutliche Akzente in der Regatta-Szene zu setzen. Der Grund dafür ist simpel, aber auch ein wenig verzwickt: Denn die Schiffe wurden berühmt, weil sie nur eine untergeordnete Rolle spielen durften – sie segelten sich in die Herzen der französischen Freizeitkapitäne, weil sie wahren Segelhelden eine Plattform bieten.

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Michael Kunst

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3 Kommentare zu „Figaro Bénéteau II Transat AG2R: Porträt der härtesten Offshore-Einhand-Einheitsklasse“

  1. avatar Kersten sagt:

    Die Franzosen verstehen es einfach schnelle Regattaboote zu bauen. Der Segler mit Zeit und Geld greift zum Figaro und der von beiden etwas weniger hat sportelt mit dem 505er.

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  2. avatar NK sagt:

    Super Boot, super Bericht!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar M sagt:

    Das Foto mit dem “eindrucksvollen Abgang” zeigt eine alte Figaro I.

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