Mini-Transat 6.50: Jörg Riechers als Dritter über die Kollision, Strapazen und Chancen

"Ich hätte ihn gekillt..."

Jörg Riechers erreicht Madeira nach fast neun Tagen auf Platz drei. © Pierrick Garenne / GPO

Der Hamburger Jörg Riechers hat mit seiner 6,50 Meter kleinen “mare.de” nach 8 Tagen 20 Stunden und 46 Minuten den Etappenhafen Funchal auf Madeira.

Er lag nach den 1100 Seemeilen neun Meilen und gut eineinhalb Stunden hinter dem Sieger Sébastien Rogues.
Der zweite David Raison ging rund eine Stunde vor ihm ins Ziel.

Jörg Riechers erschöpft, aber glücklich in Funchal mit festem Boden unter den Füßen. © Pierrick Garenne / GPO

Die Durchschnitt-Geschwindigkeit auf den real gesegelten 1248 Meilen betrug 5,81 Knoten. Der gegnerische Plattbug-Mini segelte 1310 Meilen mit dem deutlich höheren Durchschnitt von 6,13 Knoten.

Bis zum 13. Oktober können sich die Mini-Piloten von den Strapazen erholen.

Riechers spricht im Ziel besonders über die Startkollision mit Bertrand Delesne: “Ich habe mich sehr aufgeregt. Ich hätte ihn gekillt, wenn er nur nahe genug gewesen wäre. Ich musste sofort an meine Aufgabe 2009 denken. Das sollte nicht wieder passieren. Und nun beschäftigte ich mich erneut damit. Aber nur zwei Sekunden. Dann begann ich mit dem Laminieren.

Sébastien Rogues überquert als Sieger die Ziellinie der ersten Mini-Transat-Etappe. © Pierrick Garenne / GPO

Die ganze Nacht von innen und am Tag von außen. Danach lief es gut. Ich habe gegen große Champions gesegelt und bin dritter geworden. Das ist Klasse. Aber es gibt noch eine zweite Etappe. Am Ende bin ich noch gegen die Mole geknallt. Aber das ist nichts Ernstes. Das bekommen wir hin.”

Zum Rennen sagt Riechers gegenüber SR: “Es war eine mega-harte erste Etappe, weil es eher windig war und wir die ganze Zeit kreuzen mussten. Zudem musste ich den ersten Tag das Boot reparieren – Epoxid ist keine schöne Sache, nichts was der Gesundheit zuträglich wäre.

David Raison rauscht mit plattem Bug Richtung Ziel auf Platz zwei. © Pierrick Garenne / GPO

Ansonsten bin ich stolz, dass alles gehalten hat. Überhaupt lief es super. Die zweite Etappe wird schwer werden, weil es mindestens vier Skipper gibt mit Siegchancen – mit leichten Vorteilen für Raison mit seiner `Magnum´.”

Ergebnisse

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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