Transat Classique: Edel-Oldtimer segeln über den Atlantik

Klassisch über den Teich

"Mowgli", ein 12-m-Sergent-Riss ist zum zweiten Mal bei der Atlantik Regatta dabei. © transatclassique.com

Ende 2011 rief der  französische Atlantic Yacht Club offiziell zur Teilnahme an der 2. Transat Classique (Transatlantik auf klassischen Yachten) auf. Mittlerweile haben bereits 30  Yachten gemeldet. Darunter ist auch die “Samarkand” des deutschen Architekten Ulf Bohne (alter Blog-Eintrag). Weitere 20 Eigner sind in der endgültigen Entscheidungsphase.

Dass die Franzosen nicht nur verrückt nach Segelboliden sind, die etwa auf Rumpf und zwei Auslegern in Rekordzeit um die Welt rasen oder mit umgelegtem Schwenkkiel in Dauer-Gleitfahrt den Atlantik bügeln, beweisen Jahr für Jahr prestigegeschwängerte Veranstaltungen im Stile der „Voiles“ in St. Tropez oder der Klassik-Treffen im bretonischen Brest und Douarnenez.

"White Dolphin", 20,20 Meter lange Marconi-Ketsch aus Italien. © transatclassique.com

Edelste Yachten aus den vermeintlich glorreichen Zeiten des Schiffs- und Bootsbaus, die liebevollst restauriert  und oft mit Unsummen finanziert werden, schippern bei derartigen Anlässen durch die Buchten oder entlang der Küsten – ein Anblick, bei dem (fast) jedem Segler das Herz hüpft.

Doch was diese Klassiker-Treffen, egal wo auf der Welt, gemein haben: lange Strecke werden dabei aus naheliegenden Gründen nur selten zurück gelegt.

Das änderte sich 2008, als der Atlantic Yacht Club die Transat Classique erstmals durchführte – damals starteten 24 Yachten in Douarnenez mit Ziel Karibik. Für die meisten Freunde bzw. Skipper klassischer Yachten eine verdammt lange Strecke, auf der bekanntlich Mensch und  (in diesem Fall altes) Material extrem gefordert werden.

"Samarkand", die ehemalige Yacht des Computer Pioniers Thomas J. Watson Jr., ist jetzt in den Händen des Düsseldorfer Architekten Ulf Bohne. © transatclassique.com

Dass diese Regatta für die meisten Teilnehmer zu ihrem ultimativen Erlebnis auf See wurde, bewiesen die vielen Spontan-Meldungen für die nächste Transat Classique, die gleich nach der Ankunft in der Karibik bei der Organisation abgegeben wurden. Mindestens 15 der heute gemeldeten Yachten stehen schon seit dreieinhalb Jahren auf der Liste…

Zwei verschiedene erste Etappen

Doch es gab ein Problem: Viele Klassik-Eigner, die ihre Yachten im Mittelmeer liegen hatten, waren zwar teilnahmewillig, scheuten aber die aufwändige Anreise rund Spanien bis hoch zur Startlinie vor der Bretagne. Und Kanalfahrten verbieten sich für die meisten Teilnehmer aufgrund des Tiefgangs.

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Michael Kunst

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