Volvo Ocean Race: Pumas erneuter Extremschlag, Camper verteidigt Führung

Puma tut es schon wieder

Ken Read ist mit seinem Puma Team beim Volvo Ocean Race erneut in eine extreme Position geraten. Auf der vierten Etappe von Sanya (China) nach Auckland hat er zwei Tage nach der Passage Taiwans immer noch einen nördlichen Kurs eingeschlagen obwohl das Ziel südlich liegt. Die japanischen Inseln kommen schon in Sichtweite, und der Querabstand zum Feld ist auf 160 Meilen angewachsen.

 

Casey Smith bekommt bekommt auf dem Puma Vorschiff die volle Ladung ab. Symbolik für den Ausgang der Etappe? © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Auf der vergangenen Etappe hatte er noch beteuert, dass sich sein Extremschlag aus der Situation ergeben habe und er sich wunderte, dass niemand folgte. Nun befindet er sich nach einer guten konservativen Aufholjagd erneut auf Extremkurs. Read uns seine Männer müssen wieder hoffen und bangen. Es ist keine schöne Situation für ein Spitzenteam.

Puma hat sich auf einen einsamen Kurs gen Norden begeben und liegt bisher weit zurück.

Man könnte meinen, es gibt einen Schaden an Bord, so groß ist der Uweg, den Puma in Kauf nimmt. Aber tatsächlich quält sich das gesamte Feld nördlich um ein Hochdruckgebiet herum, das den Weg gen Süden versperrt.

Auch die führenden Neuseeländer von Camper sind lange nach Norden gesegelt. Sie haben jetzt aber gewendet und sind mit den direkten Gegnern Groupama und Abu Dhabi auf einen östlichen Kurs eingeschwenkt.

Die Flotte segelt weit ab vom direkten Kurs (rote Linie) nach Auckland. Sie will ein Hochdruckgebiet nördlich umschiffen.

Nur die gesamtführende Telefonica, die bisher auf dieser Etappe überhaupt noch nicht richtig in Fahrt gekommen ist, entfernt sich aus der Hauptgruppe noch weiter nach Norden. Die Spanier lagen an der Südspitze Taiwans sehr stark im Rennen gleichauf mit Groupama, verloren aber nach einem Schlag gen Süden in kürzester Zeit über 30 Meilen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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6 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Pumas erneuter Extremschlag, Camper verteidigt Führung“

  1. avatar Seven sagt:

    Habe mich heute morgen gewundert .Aber ich habe auch mal gelernt das man bei wenig Wind ,auf Langstrecken Regatten dem Wind entgegen fahren soll. Wer zuerst den Wind hat könnte das Feld beherrschen.
    Puma könnte sobald der Wind einsetzt Richtung Südosten fahren und und damit zumindest zum Feld aufschließen………….

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    • avatar Zirkusdompteur sagt:

      Naja – anfangs hatte ich die Genialität der Puma-Crew ja auch bewundert. Wenn ich richtig mitgezählt habe, ist das aber jetzt schon der 3. “Befreiungsschlag”.
      Da gabs doch mal so einen Spruch …:
      Das erste Mal ist nicht schlimm, beim zweiten Mal ein Fehler, beim dritten Dummheit – oder war das schon beim 2. Mal 😉

      Aber vielleicht wollen sie ja auch nur der Windabdeckung durch die Konkurrenten entkommen.

      VG

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  2. avatar Zirkusdompteur sagt:

    Ohje, die machens aber wieder spannend. Erstmal richtig Distanz zum Ziel aufbauen – das muss echte Verzweiflung sein. Ich könnte ja verstehen, wenn man sich für “eine andere Seite” entscheidet, besonders wenn man vielleicht speedmäßig nicht mithalten kann aber trotzdem wäre es doch hilfreich wenigstens in Richtung Ziel zu segeln 😉

    VG

    PS: Wie war das noch mal: “Schwach starten und dann stark …”

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  3. avatar Uwe sagt:

    Bin gespannt was dabei herauskommt, wenn man nicht Richtung Ziel (Auckland) sondern in die entgegengesetzte Richtung segelt 🙂

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  4. avatar Wilfried sagt:

    na mal abwarten. Jetzt sieht es schon wieder ganz anders aus

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  5. avatar Seven sagt:

    Na also , ist doch soweit aufgegangen ……. der weg ist das Ziel !
    🙂

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