Opti Meisterschaft: 310 Jüngstensegler in Kiel. Marvin Frisch liegt vorne

Die Optis sind los

 

Opti-Start vor Kiel-Schilksee. 75 Boote segeln pro Gruppe. © www.segel-bilder.de

Die Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft nimmt Fahrt auf. Bei Bilderbuchwetter absolvierten die 310 Nachwuchssegler am zweiten Renntag ein Riesen-Regattaprogramm.

Nachdem es am Montag so schleppend losgegangen war – die Hälfte der Opti-Flotte schaffte ein einziges Rennen –  wurden am Dienstag 14 Rennen bei 4-5 Beaufort aus Nordwest absolviert. Für jeden Segler gehen damit vier Rennen  in die Wertung ein. Mit dieser Anzahl an Wettfahrten sind die Mindestanforderungen an eine deutsche Opti-Meisterschaft erfüllt, und der oberste Wettfahrtleiter, Jobst Richter, kann durchatmen.

Für die Arbeit seiner Crew gab es ein dickes Lob vom Opti-Klassenchef Günther Nülle. „Auf dem Startschiff wurde eine solide und perfekte  Fließbandarbeit geleistet, keine Spur von Hektik bei den ständigen Start-Prozeduren. Die Pausen für die Segler wurden richtig bemessen und keine Zeit vertan “, so Nülle. Rund fünf Stunden waren die Akteure aus 16 Ländern auf dem Wasser. Wer vorne segeln wollte, musste daher eine gute Kondition mitbringen.

Der erste Tag verlief zäh. Flaues, diesiges Wetter vor dem Kieler Olympizentrum. © www.segel-bilder.de

Eine Klasse für sich ist der 15-jährige Marvin Frisch (Baden-Württemberg) mit zwei Tagessiegen und zwei dritten Plätzen. Sein Ziel ist es, den Meisterschaftstitel des Vorjahres hier in der Strander Bucht erfolgreich zu verteidigen.

Doch das ist in diesem Jahr besonders schwer, denn in Kiel treffen die deutschen Nachwuchssegler auf eine bei einer IDJüM noch nie da gewesenen internationale Konkurrenz. Belgien, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Norwegen, Polen und Schweden sind mit ihrer Nachwuchs-Nationalmannschaft zur größten IDJüM aller Zeiten angereist.

Die sieben Nationen nutzen die Kieler Veranstaltung zum Leistungsvergleich für die Weltmeisterschaften (28. Dezember 2011 bis 10. Januar 2012) vor Napier/Neuseeland. Einen solchen Andrang von Top-Nachwuchsseglern habe er bei einer IDJüM noch nicht erlebt, so Günther Nülle. Insgesamt 125 ausländischen Nachwuchssegler/innen aus 15 Nationen starten in Kiel. Die weiteste Anreise hatten die Japaner und Amerikaner.

Nach den Regatten auf dem Wasser folgte am Dienstagabend die ebenso internationale Schlacht bei der Dimension-Polyant Pasta-Party in der Vaasa-Halle. Hier tankten die über 300 Optimisten neue Energie, denn für Mittwoch sind ab 11 Uhr für alle vier Gruppen (je 75 Starter) bei etwas mehr Wind jeweils drei Rennen angesetzt. Bis Freitag, 5. August, sind täglich drei Wettfahrten geplant, bevor um 16 Uhr der IDJüM-Sieger gekürt werden soll.

 

SAT1-Bericht nach dem ersten Tag

Ergebnisse nach vier Rennen

Eventseite

 

 

 

avatar

Ralf Abratis

... ist unser Mann aus der "Segelhauptstadt" Kiel. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
https://yachtservice-sb.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *