Profisegeln: Extreme Sailing geht mit GC32 Foilern zusammen

Logischer Schritt

2016 wird die Extreme Sailing Series mit den GC32 Foilern ausgetragen, die schon in Kiel zu sehen waren. Für Segelfans ist das eine gute Nachricht.

GC32 Extreme Sailing Series

Die GC32 Foiler werden die X40 Kats bei der Extreme Sailing Series ersetzen. © GC32

Die Organisatoren der Extreme Sailing Series und der GC32 Rennserie haben eine logische und wegweisende Partnerschaft beschlossen. Im nächsten Jahr soll die professionelle Regattaserie, die in Hamburg zu Gast war, mit den foilenden Katamaranen ausgetragen werden.

Die Entscheidung, auf Tragflächen umzusteigen, war schon im Juni bekannt gegeben worden, aber es hieß, man habe längst mit der Entwicklung eines entsprechenden Sportgerätes begonnen. Das schien kontraproduktiv, da einige der Topteams wie Alinghi längst umgestiegen sind und sich die besten Profis umorientiert haben.

2015 Extreme Sailing Series - Act 5 - Hamburg

Teure, aber auch spektakuläre Kulisse: Extreme Sailing Series Act 5 vor der Hamburger Elbphilharmonie © jesus renado
Credit Jesus Renado.

In Deutschland waren kurz hintereinander, erst die veralteten X40 Kats in Hamburg und dann die Foiler in Kiel zu bestaunen.  Da sind die Tragflächen-Kats deutlich näher dran am America’s Cup, wo die Stars aktiv sind. Die Profis müssen sich in dieser neuen Art des Segelns fortbilden.

Nun könnte es auch für die AC-Teams Sinn machen, an der modernisierten Rennserie teilzunehmen. Die Zeit, als das der Fall war und das Team New Zealand Oracle und Alingi in der Serie segelten, zählt zu der bedeutungsvollsten Phase der Regatta.

Den Organisatoren scheint nun klar zu sein, dass kein Platz für zwei ähnliche Veranstaltungen gegeben ist. Auch die M32 in Skandinavien zelebrieren Highspeed-Segeln vor Zuschauern.

Mit dem logischen Joint Venture soll der Zugang zu der Profi-Rennserie erweitert werden. Den GC32 Machern geht es insbesondere darum, einen Markt für vermögende Eigner zu kreieren, damit sie ihre Katamarane verkaufen können. Deshalb soll es neben dem großen Circuit weitere Serien auf kleinere Ebene geben.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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6 Kommentare zu „Profisegeln: Extreme Sailing geht mit GC32 Foilern zusammen“

  1. avatar Fastnetwinner sagt:

    Mark Turner hat bisher immer behauptet, das Stadium Sailing mit Foilern nicht geht, weil diese so schnell sind, daß man damit nicht mal kurz (wie in HH gesehen) in 3 Metern Abstand am Kai anrauschen kann. Vielmehr schlägt man mit Raketen-Foil-Speed nach wenigen Sekunden schon stumpf gegenüber bei Hans-Otto im Vaselinewerk ein. Das fand ich immer sehr nachvollziehbar. Wenn die Abwägung also ist, ob man 20 Knoten ohne Flügel ganz nah am Publikum segelt, oder mit 30 Knoten weiter nach draussen muss, dann weiss ich, wo ich mein Kreuzchen mache.

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    • avatar andreas borrink sagt:

      Guter Punkt. Wer das Event in Hamburg life und M32 in Kopenhagen per Stream gesehen hat, der fragt sich mit Recht, ob das mit Foilern auch ginge. Wohl eher nicht; da braucht’s mehr Platz, schon wegen der Sicherheit. Foiler sind spannend, klar, aber bei solchen Events zählt vor allem Nähe zum Publikum. Kleine weisse Dreiecke am Horizont, das war einmal…..

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    • avatar andreas borrink sagt:

      Übrigens ist besagter “Hans-Otto” leider kürzlich verstorben. Der Mann war ein begnadeter, innovativer Segler und hätte an den Extreme 40 sicher auch seine Freude gehabt. Bewahren wir ihm doch bitte ein respektvolles Andenken.

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  2. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Wann steigt die Bundesliga um?

    🙂

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  3. avatar AC 90 sagt:

    “Für Segelfans eine gute Nachricht”, Oh Mann, was gehen mir diese Pauschalfrasen der Medien und auch Fachmedien ( SR macht da leider keine Ausnahme ) , das alle , aber auch wirklich alle Segler diese foilenden Multis toll finden.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Shannon Falcone erklärt auf der “Foiling Week” in Malcesine, wie sich das Segeln aus seiner Sicht seit 2000 verändert hat.

      Interessant ist sein Fazit zur Außenwahrnehmung unseres Sportes.
      (ab 01:21:32, falls Zeitangabe aus dem Link nicht funktioniert)

      https://www.youtube.com/watch?v=jizTHwGoPMA#t=1h21m32s

      Sein gesamter Vortrag beginnt bei 30:41.

      Davor ist ein Vortrag von Doug Schickler (styachts.com) über das Design des Gunboat G4.
      Recht technisch.

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