Route du Rhum Technik: Die Mega-Trimarane ihre Stage, Schotsysteme und Schäkel

Kraftverteilung auf den Riesen

Auf den alleine gesegelten 100 Fußern Trimaranen sorgt jede Menge Technik dafür, dass sie alleine gesegelt werden können. SR zeigt weitere Detaillösungen von Bord der Maxis.

Gerd Clausen ist besonders beeindruckt von den Schotsystemen. “Der Zug auf der Großschot ist bei den großen Tris enorm. Deshalb können Traveller-Schiene und Rutscher können die Kraft nur aufnehmen, wenn es auf ganz viele Parten verteilt wird.

Auf allen großen Tris und allen Imoca 60 ist stets nur ein Vorstag permanent installiert. Daran wird das Solent -Vorsegel gefahren. Dieses hat kein Fall, sondern ist oben fest angebunden. Der Solent kann also nur heruntergeholt werden, wenn ihn jemand oben im Mast  losbindet oder losschneidet.

Auf einigen Booten hat man mir dafür Bergsteigergeschirr gezeigt. Auf Banque Populaire wird das abgelehnt. Allein in den Mast zu gehen sei zu gefährlich, ganz gleich was passiert. Aber die nagelneuen 3Di Segel sind sehr haltbar.

Alle anderen Segel haben auf diesen Booten ein Anti-Torsionstau im Vorliek und werden aufgerollt gehisst und genauso wieder herunter geholt. Das gilt für die Gennacker genauso wie für Staysail oder Sturmfock (sofern überhaupt vorhanden).

Beim Setzen und Bergen könnte der schwere Top-Drehschäkel Schäden am Carbon Mast anrichten. Deshalb sind die Top Swivel sorgfältig eingepackt. Auf diesen Booten werden alle Segel oben mit Fallenschlössern gehalten. Die Auslöseleinen sind ins Cockpit geführt.

Auf den großen Booten werden auch für alle Reffleinen Fallenschlösser verwandt. Einige ältere Imoca 60 und fast alle Multi 50 verzichten ganz auf Schlösser und setzen stattdessen doppelt geschorene 2:1 Fallen ein.

Auf den Imoca 60 (außer Macif) wird daneben noch ein etwas vollerer asymmetrischer Spi mit Bergeschlauch gefahren. Top down furling hingegen setzt keiner ein. Gilt als problembehaftet.

Als Furler werden sowohl herkömmliche Trommel-Furler verwandt, als auch Facnor-Furler mit endlos-Leine. Erstere gelten bei machen als schwerer, aber vielleicht doch zuverlässiger und einfacher zu installieren und zu bedienen. Andere nehmen nur die Facnor-Furler. Dabei müssen die Endlos-Leinen sehr sorgfältig geführt werden, siehe Sodebo.”

 

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10 Kommentare zu „Route du Rhum Technik: Die Mega-Trimarane ihre Stage, Schotsysteme und Schäkel“

  1. avatar WID sagt:

    Das ist ja schön, das Gerd Clausen so beeindruckt ist.

    Bleibt die Frage wer Gerd Clausen ist?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 17

    • avatar Sven 14Footer sagt:

      Die Frage wird im ersten Beitrag vom Mittwoch beantwortet.

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      • avatar Manfred sagt:

        Hej Ihr Schlaumeier,
        könnt Ihr Euch nicht über die Details, die uns hier nahe gebracht werden, freuen?

        Das ist kein “copy and Paste” und man kann nicht ätzen, dass das schon im VOR, SA oder im S´butt zu lesen war und ist nun auch wieder nicht gut für Euch…

        So nimmt man jedem “Contributor” (Beitragendem) zu diesem prima Forum die Lust daran, überhaupt etwas beizutragen. ;-))

        An dieser Stelle muss ich lachen, denn es scheint für mich alleine DIGGER zu sein, der sich gerne diesem “Ätz” Ton aussetzt und manchmal auch noch darauf eingeht…

        smooth sailing aus Schleswig!!

        PS: Was mich hier wundert, ist immer wieder, dass es so gar keine Kommentare auf die Segel Bundesliga Beiträge gibt. Interessiert das niemanden? Mal ehrlich…

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        • avatar Christian1968 sagt:

          Find’ ich auch, das mit dem “ist kein copy/paste Artikel und ich finde die Sachen interessant, egal, wer das ist”.

          An dieser Stelle möchte ich einfach mal die Idee in den Raum werfen, der Leserschaft doch auch das Angebot zu machen, Artikel einzusenden.
          Ob es dann veröffentlicht wird, sollte immer SR’s Entscheidung sein, aber das brächte bestimmt den einen oder anderen Interessanten Beitrag und würde SR meines Erachtens nicht unattraktiver, sondern attraktiver machen, denn das wären bestimmt Artikel, die es so sonst nicht gäbe.

          Was meint Ihr ?

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          • avatar Carsten Kemmling sagt:

            hi christian, genau so funktioniert SegelReporter. deshalb heißen wir so. die community hilft mit tipps, links und stories und wir versuchen was hübsches daraus zu basteln, wenn wir glauben, dass es genug relevanz für genügend leser hat. in unseren autoren-liste stehen 92 verschiedene namen, die hier schon veröffentlicht haben.
            insofern kann ich hier gerne auch noch mal dazu aufrufen und verbinde das auch noch einmal ausdrücklich mit dem dank an die bisherigen helfer.

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  2. avatar Egon sagt:

    Lustig, diese Spielzeugeisenbahnen mit 6 Waggons auf dem Traveller.
    Und welche Breite die beanspruchen. Man gut, dass die über 10 m lang sind.

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  3. avatar AP sagt:

    Ja, das ist eine gute Idee, Beiträge zu verwenden von Lesern die Explizites aus ihrem Umfeld, oder technisches aus ihrer Bootsklasse, darstellen. Das gab es mal mit der verstorbenen Zeitschrift “Regatta” in den 80ern und war klasse. Blicke über den Tellerrand querbeet in Jollen- und Katklassen. Tolle Details und Lösungen auch für Leute die nicht ständig regattierten.

    Schöner Bericht.

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  4. avatar chris sagt:

    Hallo’ was für einen en Sinn macht es das solent featzubinden?

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    • avatar Peter der Zwote sagt:

      Weil es ansonsten vielleicht verlorengeht?

      Verstehe den Sinn der Frage nicht…

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  5. avatar Peter der Zwote sagt:

    Im Ernst:
    Meine Vermutung sind zwei Dinge:
    1. Das Solent ist das meist genutzte Segel. Warum dann Gewicht im Top verursachen, das in 95% der Zeit überflüssig ist.
    2. Wo nichts ist kann auch nichts kaputt gehen. Wenn fest angeschlagen, dann kann das zugehörige Fall nicht brechen weil nicht vorhanden.

    Wenn ein größeres Segel benutzt wird, dann stört das aufgerollte Segel wenig, wenn soviel Druck in der Luft ist, dass die Sturmfock benutzt werden muss, dann auch nicht.

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