Segeln auf Foils: Erfolgreiche „Flugversuche“ auf GC32-Katamaranen

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Während des Winters wurde umgerüstet – jetzt sind sie mitten in den ersten Flugversuchen. Fotos und Video von ersten GC32-Testfahrten auf L-Foils.

Das Wettrüsten ist im vollen Gange. Alles, was irgendwie Rang und Namen in der an sich schon schnellen Mehrrumpf-Szene hat, rüstet derzeit mit Foils in allen möglichen Varianten auf und zeigt sich damit auf mehr und mehr Regatten. Oder hat es zumindest vor.

Luv-Foil hochgezogen, Lee-Foil sorgt für Auftrieb, T-Ruder hält das Boot stabil © Sander van der Borch

Luv-Foil hochgezogen, Lee-Foil sorgt für Auftrieb, T-Ruder hält das Boot stabil © Sander van der Borch

Dabei sind bekanntlich reichlich Schwierigkeiten technischer wie monetärer Natur zu überwinden, was wiederum den alten Merksatz: „Nur der Beharrliche hat Erfolg!“ aufs bzw. ans Trapez bringt.

Die One-Design-Klasse der GC32-Katamarane reiht sich zu diesem Thema derzeit gerade „ganz vorne“ ein: Obwohl die 32-Fuß-Zweirumpfer an sich schon ausgesprochen spektakulär zu segeln waren (sogar Kollege Kemmling war beeindruckt), setzten deren „Macher“ konsequent auf Foil-Techniken, um ihrer Klasse noch mehr „Verve“ zu verleihen.

Folgerichtig wurde nach der Durchführung des ersten „The Great Cup“ – eine Regatta-Teilnahme-Serie durch ganz Europa – im vergangenen Winter nach langen „Lehrstunden“ etwa beim französischen Mehrrumpf-Überflieger Franck Cammas (u.a. A-Cat auf Foils) ein Umrüsten der derzeit vier GC32-Katamarane für den „Flugmodus“ beschlossen. Dabei kamen L-Foils und T-Ruder als “tragende Elemente” zum Einsatz.

Wenn's dann wieder abwärts geht, kann's reichlich nass werden © sander van der Borch

Wenn’s dann wieder abwärts geht, kann’s reichlich nass werden © sander van der Borch

Mit etwas Verspätung (erste Tests waren eigentlich schon für Januar vorgesehen)  kamen kürzlich die ersten beiden Foil-Boliden aufs Wasser – und setzten sogleich Akzente.

Das Video zeigt deutlich, wie spektakulär schnell die GC32-Katamarane anspringen und wie ruhig die Boote  – einmal auf den „Flügeln“ – dann unterwegs sind.

Für die erste „Great-Cup“-Station bei der Traunsee-Woche vom 29.5. bis 1.6. 2014 will Andrew Macpherson, Manager und Mitbegründer des GC-Teams, möglichst schon mit den (bereits gebauten) vier Booten auf „Flugschwertern“ an den Start gehen, vier weitere Boote der Einheitsklasse sind derzeit im Bau.

Gut sichtbar: Das tragende "Element", der L-Foil am Leeschwimmer © sander van der Borch

Gut sichtbar: Das tragende “Element”, der L-Foil am Leeschwimmer © sander van der Borch

„Allerdings sind die Foils sehr aufwändig zu bauen und unser Zeitrahmen – auch fürs Training unserer Bootscrews – ist bis dahin sehr eng,“ erklärt Macpherson gegenüber SR. „Im schlechtesten Fall werden wir nur drei Boote in Österreich am Start haben“. Im Juli sollen nach seinen Angaben in Kiel bereits fünf bis sechs Boote, also inklusive mindestens zwei Neubauten, mit den L-Foils über Wasser schweben.

Website GC32

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Michael Kunst

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2 Kommentare zu „Segeln auf Foils: Erfolgreiche „Flugversuche“ auf GC32-Katamaranen“

  1. avatar Jens Krees sagt:

    Schöne optische Täuschung im dritten Bild 🙂 Man meint, man sieht die Luvseite. Dann sucht man die Crew und kommt langsam drauf…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

    • avatar Sven 14Footer sagt:

      Ich finde, es sollten überlappende Genuas eingeführt werden, dann ists auf Fotos eindeutig zu erkennen.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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