Silverrudder: Weltweit größte Einhand-Regatta rund Fünen – 400 Boote dabei

Gemeinsam einsam

Alleine und dennoch mit den anderen unterwegs… © silverrudder

Alleine und dennoch mit den anderen unterwegs… © silverrudder

Die fünfte Ausgabe der mittlerweile legendären Einhandregatta startete heute Morgen vor dem dänischen Svendborg. Vom gemütlichen Fahrtenboot bis zum Hightech-Renner sind alle dabei.

Das erste Einhand-Rennen rund Fünen fand im Jahr 2012 statt. Damals segelten 12 dänische Skipper um die Insel und die Regatta nannte sich noch selbstbewusst „Silverrudder – Ironman des Meeres“.

Seit heute Morgen sind über 400 Boote im „internationalsten Feld, das es jemals in der Geschichte dänischer Streckenrennen gegeben hat“ unterwegs, wie der Veranstalter stolz meldet. Über die Hälfte der Segler stammt aus zehn verschiedenen Nationen, darunter stellen die Deutschen mit 260 Teilnehmern die größte Gruppe.

Großen Anteil am Erfolg der Silverrudder hat eine Art „Minimalisierung der Regeln auf das Wesentliche“. Soll heißen: Es gibt keine Bojen rund um Fünen, die man backbord oder steuerbord liegen lassen muss, es muss lediglich eine Start- und Ziellinie gekreuzt und dazwischen logischerweise die Insel umrundet werden. Basta.

Solch eine eher grob umrissene Routenvorgabe lädt natürliche zu gnadenlosem Ausspielen gewisser Bootsvorteile ein. So dürften die kleineren Boote mit geringem Tiefgang die eine oder andere Abkürzung durch flachere Gewässer nehmen. Doch damit für die ganz Großen nicht genug der Nachteile: Yachten, die einen Mast haben, der höher ist als die Westbrücke im Großen Belt, sollten den längeren Weg unter der Ostbrücke nehmen… besser is’ das.

Die sechste Ausgabe der mittlerweile legendären Einhandregatta startete heute Morgen vor dem dänischen Svendborg. Vom gemütlichen Fahrtenboot bis zum Hightech-Renner sind alle dabei.

Flaue Winde wie vor zwei Jahren sind diesmal eher nicht zu erwarten © silverrudder

Außerdem gibt es keine komplizierten Bewertungsregeln. Zwar wird des großen Andrangs wegen in mehreren, nach Schiffsgröße und Rumpftypus (Mono- und Mehrrumpfer) eingeteilten Startgruppen losgesegelt; wie bzw. unter welcher Beseglung die Skipper jedoch voran kommen, ist der Regattaleitung ziemlich schnurz. Entsprechend haben die einen zehn, die andere gerade mal zwei Segel an Bord.

Wer sich die Teilnehmerliste der diesjährigen Challenge Silverrudder anschaut, könnte auch den Katalog einer x-beliebigen Messe studieren. Unmengen unterschiedlicher Bootstypen aus wie gesagt allen Kategorien tummeln sich dort – vom reinen Renner über den Performance Cruiser bis zum Klassiker-Fahrtenboot sind fast alle dabei.

silverrudder, einhand, Fünen

Die einen räumen ihren Renner bis aufs letzte Pfund aus, die anderen setzen auf Altbewährtes und denken sich “never change a winning team!”

Interessant ist der mittlerweile deutlich gestiegene Anteil deutscher Mini-Segler: neben Morten Bogacki, der mit 23:06 Stunden in der Mini-Kielboot-Klasse im letzten Jahr einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte, Oliver Tessloff, Uwe Liehr, Frank Klimkewitz (auf einem uralten Proto No. 154), Sascha Bade und Cord Hall. Außerdem sind zwei schwedische Mini 6.50 am Start und (um nur wenige der gut gebuchten Klassen zu nennen) jeweils acht Seascape 18, H-Boote, Seascapes 27 und X79 unterwegs. Von den 19 X-99 mal ganz zu schweigen…

Bleibt noch zu erwähnen, dass sich erstmals eine Class 40 in das Gewusel der „teilnehmerstärksten Einhandregatta“ wagt: Mathias Müller von Blumencron gibt seiner „Red“ die Sporen…

Wer mitfiebern will:

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Michael Kunst

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