Sydney-Hobart: Australier nach dem Hobart-Sieg – möglicher America’s-Cup-Start

"Neue Herausforderung"

Anthony Bell will nach seinem Rekord-Sieg beim Sydney Hobart Race nicht noch einmal antreten. Offenbar hat er größere Pläne. Die Abschluss-Videos.

Der perfekte Raumschots-Ritt des 100 Fußers “Perpetual Loyal” von Sydney nach Tasmanien war der Höhepunkt in der Segelkarriere von Eigner Anthony Bell. Das perfekte Wetter für seine betagte Glitsch-Maschine, die Abwesenheit des weltweit schnellsten 100 Fußers “Comanche” und der Ausfall von Top-Favorit “Wild Oats XI” und die professionelle Vorbereitung einiger der besten Hochsee-Profis der Welt machten die Ausnahme-Leistung möglich.

ROLEX Sydney Hobart Anthony Bell

Anthony Bell (l.) zeigt stolz seine neue Rolex. © Rolex

Sie dürfte nur schwer zu wiederholen sein, und so hat der vermögende Inhaber eines erfolgreichen Bilanzbuchhaltung-Unternehmens beschlossen, nach seinem nunmehr zweiten Sieg beim Rolex Sydney Hobart Race keinen weiteren Versuch zu unternehmen. Er möchte das umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro teure Schiff verkaufen.

Dafür deutet viel darauf hin, dass er sich dem 36. America’s Cup zuwendet. Darauf tippen lokale Medien, denen er bestätigte, er bereite eine “neue Segel-Herausforderung” vor. “Ich denke an etwas Neues und bin aufgeregt, dass es im Segeln sein wird.”

Im Nebel vor Tasmanien © Rolex/ Kurt Arrigo http://www.regattanews.com

Im Nebel vor Tasmanien © Rolex/ Kurt Arrigo http://www.regattanews.com

Weit hergeholt ist das nicht. Schließlich gehörte der australische Laser-Goldmedaillengewinner und aktuelle Oracle Taktiker Tom Slingsby zu seiner Sydney-Hobart-Crew. Sie werden genug Zeit zum Austausch gehabt haben. Weitere Australier sind an Schlüsselstellen im Cup unterwegs. James Spithill steuert Oracle, Glenn Ashby ist Taktiker und Skipper bei den Neuseeländern, Nathan Outteridge steuert für Artemis.

PERPETUAL LOYAL© Rolex/Daniel Forster

PERPETUAL LOYAL© Rolex/Daniel Forster

Für den aktuellen Cup waren die Australier eigentlich schon sehr weit, einmal wieder die Herausforderung anzunehmen. Die Oatley Familie, die auch den 100 Fußer “Wild Oats” betreibt, hatte sich früh um die Rolle des Challenger of Record beworben, trat aber im Sommer 2014 von dem Vorhaben zurück. Die erneut ausufernden Kosten und Unstimmigkeiten mit dem Verteidiger sollen dafür verantwortlich gewesen sein.

Australien hat 1983 erstmalig den America’s Cup gewonnen, war seit 2000 aber nicht mehr am Start.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Sydney-Hobart: Australier nach dem Hobart-Sieg – möglicher America’s-Cup-Start“

  1. avatar Sarah sagt:

    “It would be a dream,’’ Slingsby said. “Maybe the last big goal for me in sailing. There is no question there is the talent in Australia to do it. I think there is hope for the future. It would be great to have a team in the one after next.’’
    Auch die Antwort von Tom Slingsby lässt sich das vermuten, dies war sein Kommentar, im Interview mit mysailing.com.au

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