Vendée Globe: De Broc nach Reparatur wieder unterwegs / Guillemot auf Safran havariert

Pechvögel

Nacht- und Nebel-Reparatur auf der "votre nom autour du monde"

Nacht- und Nebel-Reparatur auf der “votre nom autour du monde”

Die gute Nachricht zuerst: Eben wurde angekündigt, dass Bertrand de Broc den Schaden an seiner „Votre nom autour du monde“ beheben konnte und mit der Flut ab 23:30h wieder auslaufen und das Regattafeld vor sich herjagen wird. Außerdem war aus dem Crew-Umfeld zu erfahren, dass es wohl neben dem bereits beschriebenen Unfall beim Ablegemanöver  – bei dem übrigens auch der Outrigger beschädigt wurde – einen zweiten Faux-Pas, ebenfalls auf der Backbord-Seite gegeben hat: ein Crew-Boot ist beim Abbergen eines Vorschiffmannes offenbar gegen die bereits beschädigte Stelle gestoßen.

Wie auch immer: Jetzt scheint der Schaden behoben, de Broc ist an Bord und nimmt eine Mütze voll Schlaf, bis die Flut…

Marc Guillemont havariert auf der Safran © Blanchet

Marc Guillemot havariert auf der Safran © Blanchet

Die schlechte Nachricht: Marc Guillemot hat gegen 17:45 h mit seiner Safran ein UFO (unidetified floating object) oder einen Wal getroffen. „Es gab einen enorm lauten Knall, das Schiff verlor sofort an Fahrt. Ich mache zwar kein Wasser, aber ich traue der Sache nicht und will lieber nach Les Sables d’Olonne zurück segeln, um das Ausmaß des Schadens – wahrscheinlich an der Neigekiel-Vorrichtung –  besser einschätzen zu können!“

So schnell kann’s gehen: eben noch auf Platz 2 hinter Bernhard Stamm Richtung Horizont unterwegs, jetzt auf dem 50 sm langen Rückweg mit 4 kn pro Stunde. Die Safran wird gegen 10 h morgen früh im Hafen zurück erwartet.

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Michael Kunst

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3 Kommentare zu „Vendée Globe: De Broc nach Reparatur wieder unterwegs / Guillemot auf Safran havariert“

  1. avatar Janni sagt:

    Marc Guillemot hat nach den letzten Nachrichten aufgegeben, da der Kiel unter der Wasserlinie angebrochen ist.
    Der Kiel soll jetzt metallurgisch untersucht werde – schade :-

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  2. avatar Jan-X sagt:

    Ich möchte nicht voreilig urteilen. Interessant ist aber: Safran hatte als einziges Boot der Flotte eine Titanium-Flosse. Hergestellt von Guillemots Sponsor selbst. Vielleicht war man sich etwas zu sicher, dieses Metall zu beherrschen, baut doch eine Tochterfirma daraus vor allem Fahrgestelle für Airbus (http://en.wikipedia.org/wiki/Messier-Bugatti-Dowty).

    Die Belastungen die ein Canting Keel mit Titan-Finne und 5 Tonnen Blei aushalten muss, sind wahrscheinlich zu komplex, um sie vernünftig berechnen zu können, die Vektoren wechseln ja jede Sekunde. Man ist ja noch nicht einmal mit der Diskussion durch, wie lange eine Stahlfinne das aushält (siehe Rambler 100).

    Was mich am meisten wundert ist aber, das Guillemot nicht gesagt hat: “Nein, keine Experimente mit dem Kiel, ich hab schon einmal einen verloren…”

    Stattdessen: “Among the criteria the designer is referring to, there is one that is key for Marc Guillemot: “For me, the uppermost priority was reliability. That’s why we opted for a titanium keel. After that, and only after that consideration, we of course tried with Guillaume Verdier to find ways to improve hydrodynamic performance, reducing drag from the bulb and lowering once again the centre of gravity. That’s what we all attempt to do on our monohulls, as to keep it simple, the greater the weight down below, the better the performance and the more power we obtain. If we could, we would put it down below the keel!”
    Quelle: http://tinyurl.com/dude-where-is-my-keel

    Wie auch immer: Er ist immerhin gesund geblieben. Sehr traurig für ihn. Aber besser so als im Polarmeer.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  3. avatar Wilfried sagt:

    ich bin auch gespannt ob man tatsächlich Spuren einer Kollision findet oder der Knall der Bruch einer überbeanspruchten Finne ist. Kann ich mir zwar kaum vorstellen, weil die Bedingungen bis auf die Dünung moderat waren und ja wohl umfangreiche Testfahrten stattgefunden haben aber man weiß ja nie.

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