Volksfoiler: Erste One-Design WASZP aus Serienproduktion getestet

„Besser als die Prototypen“

Der erste WASZP-Volksfoiler aus chinesischer Serienproduktion überrascht mit problemloser Foilperformance, sogar bei leichtesten Winden. Bald Olympiaklasse?

Das WASZP-Projekt beschäftigt nicht nur die Foiler-Gemeinde bereits seit einigen Jahren.

Da waren zunächst die foilenden Moths, die als Konstruktionsklasse mit nur wenigen Regeleinschränkungen faszinierende Flitzer hervorbrachten, die eher wie Stechmücken als wie Motten über die Wasser rasen. Doch wie so oft bei diesen eher komplizierten und oft nur schwer zu beherrschenden Konstruktionsklassen, blieben und bleiben auch die Moths nur echten Spezialisten vorbehalten, die voll und ganz in ihrer Klasse „aufgehen“ – auf dem Wasser beim „tricky“ Foilen wie auch an Land bei endlos erscheinenden Bastelstunden an den Foils und den filigranen Booten.

WASZP, Moth, One Design, Test, Serie

Ein filigraner Volksfoiler – die WASZP als Modell © WASZP

Dann kam das WASZP-Projekt mit dem erklärten Ziel, einen ebenso rasanten Moth-Flitzer für Jedermann als One-Design in Serie zu bauen. Die WASZP (Wespe) soll eine bezahlbarer, aus modernen Materialien gebauter, robuster und dennoch rasanter Rennfoiler werden, der leicht zu beherrschen und einfach zu unterhalten ist

Ein Projekt, das die Gemüter erregte, aber auch viele Regattasegler elektrisierte. Denn auf so einem Flitzer unter tatsächlich gleichen One-Design-Bedingungen gegeneinander zu segeln… das könnte Zukunft haben!

Nun stellen die WASZP-„Macher“ ihre erste in Serie gebaute Wespe in China vor – und sind (logischerweise) von den Segeleigenschaften höchst begeistert. „Die Serien-WASZP läuft besser als alle Prototypen-Vorgänger, hauptsächlich weil die Segel perfektioniert wurden und die Foils etwas länger sind,“ schreiben sie im Video-Kommentar.

Der kurze Streifen zeigt in der Tat einen ganz offensichtlich relativ einfach zu beherrschenden Foiler im Moth-Stil, der selbst bei leichtesten Winden schon abhebt.

Seitdem die ersten WASZP-Prototypen die Regattasegler elektrisieren, wird vor allem in den sozialen Medien bereits darüber „gesponnen“, dass die WASZP ein ideales Olympia-Boot sein könnte: Sportlich spektakulär zu segeln und dennoch als „faire“ Einheitsklasse gebaut, passe sie voll und ganz in die medial orientierten Anforderungen des IOC. Es wird bereits gemunkelt, dass die WASZP bei baldiger Akzeptanz in der Segelwelt als erster Mono-Rumpfer auf Foils unter den Olympischen Ringen segeln könnte.

WASZP Website 

avatar

Michael Kunst

Näheres zu miku findest Du hier
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *