Volvo Ocean Race: Robert Stanjek trainiert mit Brunel auf Lanzarote

"Fantastisch!"

Robert Stanjek versucht, seinen Traum vom Hochsee-Profisegler zu realisieren. Er kämpft vor Lanzarote um einen Spot auf der holländischen Volvo Ocean Race Yacht Brunel.

Brunel, Volvo Ocean Race

Der holländische Volvo Ocean 65 vor Lanzerote beim Training mit Robert Stanjek. © Sander van der Borch Team Brunel

Die Chance, beim nächsten Volvo Ocean Race mit dabei zu sein, sind für Robert Stanjek nicht besonders groß. Nur ein Platz ist noch frei und direkter Konkurrent ist der holländische Finn Dinghy Vize Weltmeister (2011) Pieter-Jan Postma.

Aber auch Stanjek hat eine WM-Silbermedaille (2011), die im Starboot möglicherweise noch höher einzuschätzen ist. Und er gilt als überaus teamfähig. Nun meldet sich von der Insel:

“Hallo Carsten, nun bin ich nun endlich nach Lanzarote geflogen. Das holländische Volvo Ocean Race Team, mit dem ich so gerne um die Welt will, hat hier im Atlantik seit zwei Monaten seine Trainingsbase bezogen. Erst einmal bleibe ich sieben Wochen und bin fortan die neue Nummer acht an Bord. Juhu!! Die ersten Tage auf dem Wasser waren beeindruckend aber auch wahnsinnig anstrengend.

Nicht ganz einfach, seine neue Rolle im einer eingespielten Mannschaft zu finden.  Noch mehr erschlägt mich der umfangreiche Input technischer Sachen und Abläufe. Mein Kopf qualmt.

Aber ich bin guter Dinge das meiste schnell zu erfassen und meine Aufgaben zu finden. Die Jungs sind hilfsbereit, es gibt kein mauern oder verweigern. Jeder gibt sich Mühe und hat verstanden als Team zu wachsen. Wir sind drei Holländer, ein Däne, ein Aussi, ein Spanier, ein Litauer und der Berliner ; )

Schiff unter Deck nicht ganz fertig?

Das Schiff ist wirklich schnell und extrem auf Leistung reduziert. Kein Make Up, nichts ist verschönt oder gemütlich, alles ist zweckmäßig und roh. Unter Deck hat man den Eindruck das Schiff hat zu zeitig die Werft verlassen und ist nicht ganz fertig gestellt. Pures Karbon, schwarz wie die Nacht, nicht ein Fenster, Kabel, Verstärkungen, Elektronik; alles offen unverkleidet. Von außen ist es makellos lackiert und gebrandet.

Ein normaler Tag beginnt am frühen morgen mit Sport im Kraftraum, dann Frühstück und ab in den Hafen. Wir haben eine kleine Shorecrew, die derweil das Unterwasserschiff reinigt und die Ausrüstung grob vorbereitet. Das nimmt viel Arbeit ab. Erst recht wenn es abends nach dem Segeln noch Reparaturen gibt.

In der Regel üben wir sechs bis sieben Stunden auf dem Ocean. Das ist fantastisch! Es dauert nur ein paar Minuten bis die Insel mit ihren Vulkanbergen nicht mehr zu sehen ist. Das Schiff ist schnell. Was größeres bin ich noch nicht gesegelt.

Jeden Tag formt sich das Bild etwas konkreter, wie diese Jagd um den Globus und das doch etwas andere Leben aussehen würde. Nicht alles ist unbedingt ermutigend. Aber unterm Strich ist es eine Herausforderung, wie ich schwer eine aufregendere finden könnte. Wenn ich Ende Mai nachhause komme, hoffe ich zu wissen, ob ich mich in dieser Welt behauptet habe oder nicht.”

 

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3 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Robert Stanjek trainiert mit Brunel auf Lanzarote“

  1. avatar Sven 14Footer sagt:

    Toll,

    ich drücke ganz fest die Daumen und freue mich über weitere Meldungen und Berichte! 😉
    Respekt schon jetzt an Robert. VOR 65 segeln ist bestimmt coll und atemberaubend aber auch anstrengend und entbehrungsreich. Das muss man erstmal wollen!

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  2. avatar Florian Schuster sagt:

    Ich wünsche viel Glück!! Wäre schön, wenn es klappt!

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  3. avatar Florian Schuster sagt:

    Ach so, und bitte mehr Berichte von den Trainingssessions.

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