Am Ende ist es wie so oft: Der große Plan scheitert, der kleinere wird umgesetzt – und verkauft sich dann als Durchbruch. Schleswig-Holstein bekommt drei neue Meeresschutzgebiete. Ab dieser Woche gelten die Regeln. Was das bedeutet und inwiefern Segler betroffen sind.

Der ursprüngliche Plan, einen Nationalpark Ostsee einzurichten, war in der Vergangenheit bereits gescheitert. Zu viel Widerstand, zu viele Interessen, zu viele Befürchtungen. Viel Politik. Übrig blieb der „Aktionsplan Ostseeschutz“. Klingt weniger ambitioniert, ist es auch. Dass irgendetwas passieren muss, ist jedem klar.
Denn der Zustand der Ostsee ist längst kein Geheimnis mehr. Was von oben noch halbwegs blau aussieht, ist unten vielerorts ein Problemfall. Zu viele Nährstoffe, zu wenig Sauerstoff, steigende Temperaturen, sogenannte Totzonen. In manchen Bereichen bleibt vom Meeresboden nicht viel übrig außer Schlamm und Schwefelgeruch. „Totzone“ – das ist keine Übertreibung, sondern die Beschreibung dessen, was sich für uns unsichtbar an vielen Stellen unter dem Kiel abspielt.
Politisch schön inszeniert, inhaltlich dünn
Laut Statement des Umweltministers Tobias Goldschmidt des Landes Schleswig-Holstein könnte man meinen, die Ostsee wird von nun an revolutionär geschützt und alles wird gut.

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