Stephan Bodens Kolumne: Lernen aus Seenotfällen. Warum jeder an Bord Notabläufe kennen muss.

Denn sie sollen wissen, was sie tun

Der Fall des auf der Ems über Bord gegangenen Vaters hat mich zum Nachdenken gebracht. Seine Töchter an Bord wussten offenbar genau, was zu tun ist, riefen per UKW um Hilfe und starteten den Motor der Yacht. Was ich aus diesem Fall lerne.

Grundausbildung © Stephan Boden

Am vergangenen Wochenende ist auf der Ems ein Vater über Bord gegangen. Gerettet wurde er am Ende vor allem deshalb, weil seine beiden Töchter offenbar genau das Richtige getan haben. Sie starteten den Motor, setzten über Funk einen Notruf an Bremen Rescue ab und hielten die Situation unter Kontrolle, bis Hilfe kam. Irgendwann zog ein herbeigeeiltes Motorboot den Mann schließlich aus dem Wasser. Seitdem geht mir die Geschichte nach. Wahrscheinlich grüble ich nun, weil wir im Sommer mit unserer „Gisela“ unterwegs sein werden. Meine Frau, unser sechsjähriger Sohn, Hund Günther und ich. Und wenn ich ehrlich bin, läuft das bei uns wie vermutlich auf ziemlich vielen Familienbooten: Einer macht im Prinzip alles. Das muss sich ändern. 

Wenn ich über Bord gehen würde….


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Ein Kommentar zu „Stephan Bodens Kolumne: Lernen aus Seenotfällen. Warum jeder an Bord Notabläufe kennen muss.“

  1. Moin,
    danke für diesen Artikel! Mit geht’s nämlich ganz genau so: Wir segeln zu zweit, werden immer älter, ich mache alles an Bord, und sollte ich mal über Bord fallen, war’s das wohl.
    Der Gedanke „Es wird schon nichts passieren“ ist bei uns immanent.
    Wir werden wohl mal Fender-über-Bord-Manöver einführen.
    Herzliche Grüße, Uwe

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