In Kroatien häufen sich derzeit schwere Unfälle mit Booten. Auf der Adria ist Sommer, es ist voll, und wo viele Boote unterwegs sind, passiert auch viel. Auffällig ist die Dichte der Meldungen und die Schwere mancher Unfälle. Und das, obwohl gleichzeitig die Kontrollen verstärkt wurden. Woran liegt das?
Der schwerste Unfall ereignete sich letzte Woche in einer Meerenge zwischen Brač und Šolta. Dort kollidierte die Katamaranfähre „Krilo Eclipse“ in hoher Geschwindigkeit mit einer Segelyacht unter französischer Flagge. Vier tschechische Urlauber kamen ums Leben, die Yacht sank. Die Ermittlungen laufen noch, eine Person ist in U-Haft.
Es verbietet sich jedoch jede schnelle Schuldzuweisung, weil noch nicht klar ist, was genau passierte. Der Fall steht aber für eine Entwicklung, die in Kroatien bei vielen Menschen Sorge auslöst und immer wieder thematisiert wird: Auf manchen Wasserflächen ist inzwischen so viel Verkehr, dass selbst kleine Fehler kaum noch Auslauf haben. Und derzeit gibt es offenbar viele kleine und große Fehler.

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