Sébastien Simons radikaler IMOCA Neubau: Weniger Krängung – Steuern mit Stick

Fly-by-Wire oder vom Skipper zum Piloten

Die nächste IMOCA-Generation wird nicht nur schneller, sondern auch grundsätzlicher. Während ein Teil der Flotte den bekannten Foil-Monohull verfeinert, setzt Sébastien Simon mit Guillaume Verdier auf ein Boot, das anders im Wasser liegen, anders gesteuert und anders belastet werden soll.

 

Sébastien Simon stellt seinen neuen IMOCA Groupe Dubreuil II vor. Der Neubau von Guillaume Verdier setzt auf einen Bustle-Rumpf, einen Sidestick nach Luftfahrt-Vorbild und eine für IMOCAs andere Idee von Geschwindigkeit: weniger Krängung, weniger Widerstand, mehr Kontrolle. Damit verschärft sich der technische Gegensatz zur neuen Bootsgeneration um Boris Herrmann, Thomas Ruyant und Banque Populaire. Sébastien Simon hat nicht lange gebraucht, um aus seinem dritten Platz bei der Vendée Globe ein neues Programm zu machen. Der 36-Jährige aus Les Sables-d’Olonne bekommt für die nächste Weltumsegelung einen Neubau, der nicht nur schneller sein soll als sein bisheriger IMOCA. Er soll anders funktionieren und die Szene vielleicht sogar (wieder einmal) revolutionieren.

 

Wird das ein Kampf der Systeme?

Groupe Dubreuil II heißt der neue Renner, gezeichnet von Guillaume Verdier, gebaut bei Carrington Boats in Southampton. Die Wasserung ist für August in England vorgesehen, die Taufe am 3. September in Les Sables-d’Olonne. Im November soll Simon damit bei der Route du Rhum starten. Das große Ziel liegt jedoch zwei Jahre weiter: Vendée Globe 2028.

 

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