Auf Grund gelaufen: Segler klammern sich am sinkenden Boot fest

Aus kritischer Lage gerettet

An der schwedischen Westküste kann eine Grundberührung wegen der felsigen Küste ernste Folgen haben. In diesem Fall wurde das Boot so schwer beschädigt, dass es zu sinken drohte. Zum Glück wurden die drei Segler gerettet.

Drei Menschen sind am Samstagabend vor der schwedischen Westküste aus einer kritischen Lage gerettet worden, nachdem ihr Segelboot südlich der Insel Sydkoster schwer auf Grund gelaufen war. Als die Seenotretter eintrafen, hielt sich die Crew auf dem bereits weitgehend vollgelaufenen Boot fest.

Die schwedische Seenot- und Luftrettungsleitstelle (JRCC) alarmierte gegen 20.30 Uhr die freiwilligen Seenotretter aus Strömstad. Nach den ersten Meldungen nahm das Boot große Mengen Wasser auf. Während der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte sogar die Information, das Segelboot sei bereits gesunken. Entsprechend bereiteten sie sich auf eine Rettung von Personen aus dem Wasser vor.

Am sinkenden Boot festgeklammert© Sjöräddnings­sällskapet (nachbearbeitet)

Vor Ort zeigte sich jedoch, dass das Boot mit starker Schlagseite auf einem Felsen festsaß. Die drei Personen hatten das Schiff nicht verlassen, sondern klammerten sich an das sinkende Boot. Ein Wasserretter schwamm zu ihnen hinaus und half zwei Personen auf das Rettungsboot. Die dritte konnte selbstständig zur Rettungseinheit schwimmen.

Anschließend sicherte die schwedische Küstenwache Kraftstoff, Gasflaschen und weitere Ausrüstungsgegenstände. Da die Gefahr bestand, dass das Segelboot beim Freischleppen vollständig sinken würde, verzichteten die Einsatzkräfte auf einen Bergungsversuch.

Die drei Geretteten wurden nach Strömstad gebracht. Dort erhielten sie trockene Kleidung, Verpflegung und die Möglichkeit, sich auszuruhen. Das Schiff war vermutlich mit hoher Geschwindigkeit auf Grund gelaufen. Da in dieser Region der Grund durchweg felsig ist, können solch schwere Schäden entstehen.

5 Kommentare zu „Auf Grund gelaufen: Segler klammern sich am sinkenden Boot fest“

  1. Holger Sievers

    sagt:

    In dem Bereich gibt es ausgebombtes Fahrwasser, da muss man nicht auf Felsen auflaufen. Dazu gibt es Seekarten, diese sollte man auch nutzen. Wir sind da Jahrzehnte mit einem Segler unterwegs gewesen, sowas passiert nur durch Leichtsinn.

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    1. Es gibt viele Möglichkeiten, wie sowas passieren kann. Auch ohne Leichtsinn. Von daher finde ich, ohne den Grund zu kennen, die Behauptung „sowas passiert nur durch Leichtsinn“ ziemlich leichtsinnig.

    2. LieberNicht

      sagt:

      Na ja, gottseidank sind die Fahrwasser nicht ausgebompt.
      Dennoch steht in Skandinavien nicht auf jedem Stein eine Spiere und so manches mal träumt man in dieser wunderschönen Landschaft etwas vor sich hin.
      Der Wind treibt an, die Sonne scheint, … alles friedlich!
      Und dann rummst es – tja soll vorkommen.

      Ist auch schon im KielKanal passiert etc pp
      Ist auch schon Profis passiert – berühmtestes Beispiel wohl der Cettino mit seinem Kamikaze Manöver vor der il de Giglio(?)

      Es ist letztlich wie ein misslungenes Anlegemanöver im Hafen
      Sollte definitiv nicht, aber passiert.

      Lächerlich – nö, zumeist nicht
      Leichtsinn – evtl, aber nicht zwingend
      Permanent vermeidbar – nein, eigentlich nicht
      Fehler passieren!

  2. Andre Brandt

    sagt:

    Die modernen Boote sollen im er schneller werden und mit einem instabielen a`geschrauben Kiel. Mit einem Fahrtenboot mit Langkiel oder gemäßigten Langkiel wäre sowas ehr nicht passiert. Die haben auch mehr Ballast und einen laminierten Kiel. Weniger Tiefgang und fahren nicht so schnell bei gleichem Wind.
    Diese „moderne“ Leichtbauweise hat ihren Preiß.
    Soll der Hersteller sich um die Kostenkümmern.

    1. Sven 14Footer

      sagt:

      Wenn ich mir das Bild so anschaue, dann ist das kein modernes Boot. Man kann die Linien erkennen. Es handelt sich um ein eher schlankes kleineres Boot um die 8 Meter Länge. Ich tippe auf ein Baujahr in den 80er. Wohl kein Langkieler aber so extrem schnell und modern auch nicht. Vermute, dass der Hersteller wohl nicht mehr existiert, da viele aus Bootswerften aus den 70er und 80er heute nicht mehr am Markt sind. Wahrscheinlich kann sich der Hersteller nicht mehr um die Kosten kümmern.

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