Eigentlich sollte L’Aventura nur eine Lücke im Figaro-Kalender schließen. Dann kam die Scheidung von der Solitaire – und plötzlich zeigt die neue 2.400-Meilen-Regatta, wie lebendig die angeblich nicht mehr zeitgemäße französische Offshore-Schmiede noch ist.

20 Figaro Bénéteau 3 sind derzeit auf dem Atlantik unterwegs; 40 Segler, darunter einige ziemlich bekannte Namen der französischen Offshore-Szene. Vor ihnen liegen Madeira, das portugiesische Lagos sowie anschließend noch einmal fast 800 Seemeilen zurück zur Île d’Yeu. Eigentlich wäre L’Aventura damit „nur“ eine neue französische Hochseeregatta, eine weitere dieser Veranstaltungen, die in Frankreich manchmal beinahe beiläufig entstehen und anderswo schon wegen ihrer 20 Boote als Großereignis durchgehen würden. Doch der Zeitpunkt verleiht dieser Premiere eine zusätzliche Bedeutung: Gerade erst haben Groupe Figaro und OC Sport beschlossen, die Solitaire du Figaro ab 2028 auf Ocean Fifty auszutragen. Die Solitaire behält ihren Namen, die Figaro Bénéteau-Segler aber müssen sich künftig ihre große sportliche Bühne mit einer spektakulären Einhand-Regatta selbst organisieren. Und während über ihre Zukunft diskutiert wird, segeln sie nun erst einmal los.

Schreibe einen Kommentar