Jérémie Beyou und die Großmetzgerei Charal trennen sich nach der Route du Rhum – das war bekannt. Doch nun wird deutlich: Auch Beyou Racing verliert den IMOCA, dessen Rumpf die Mannschaft gerade mit gewaltigem Aufwand umgebaut hat. Wer Charal 2 künftig segelt, weiß selbst Beyou nicht. Dafür hat er ziemlich konkrete Vorstellungen davon, was er als Nächstes gerne segeln würde: einen Ultim.

Erst sägten sie ihrem IMOCA praktisch den Rumpfboden weg. Dann veränderten sie einen erheblichen Teil der Unterwasserform und machten aus Charal 2 ein nach eigener Einschätzung deutlich schnelleres Boot. Und wenn Jérémie Beyou am Ende der Route du Rhum in Guadeloupe ankommt, werden nicht nur er, sondern sein ganzes Team abgesägt. Ganz so hatte sich der französische Hochseeprofi das Ende seiner zehnjährigen Zusammenarbeit mit Charal offenbar nicht vorgestellt.
Bereits Ende Juli hatten beide Seiten das Ende einer der längsten und prominentesten Partnerschaften der IMOCA-Szene angekündigt – in der Szene redete man freilich schon seit knapp zwei Jahren davon. Zwei Bootsgenerationen, zwei Vendée-Globe-Kampagnen, 18 Podiumsplätze und sechs Siege stehen nach zehn Jahren in der gemeinsamen Bilanz. Zuletzt gewann Beyou zusammen mit Morgan Lagravière die Transat Café L’Or 2025.

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