Corona Segeln: Auch in Berlin dürfen Vereine wieder betreten werden

Atze und Keule segeln wieder - oder?

Ab dem 22. April dürfen die Berlinerinnen und Berliner ihre Wassersportanlagen unter den üblichen Kontaktauflagen wieder benutzen. Einige Unklarheiten bleiben noch. 

Holzboote segeln bei der Havel Klassik in Berlin um die Wette

Holzboote segeln bei der Havel Klassik in Berlin um die Wette (Foto: Jan Maas)

Der Berliner Senat hat bei den Lockerungen nachgezogen und die Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin (SARS-CoV-2-EindmaßnV) verändert. Damit hat er das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien unter Auflagen ab 22. April wieder zugelassen. Das betrifft auch den Wassersport.

Genauer heißt es zu den Auflagen in der überarbeiteten Verordnung: “Von der Untersagung ausgenommen ist das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person ohne jegliche sonstige Gruppenbildung ausgeübt wird.”

Stege und Grundstücke betreten erlaubt

Zu den Sportanlagen heißt es weiter: “Das Betreten der Gebäude zu dem ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen bzw. zurückzustellen, ist zulässig.”

Der Staatssekretär für Sport Aleksander Dzembritzki, erläuterte gegenüber den Wassersportverbänden, damit sei es wieder möglich, “die Wassersportgrundstücke einschließlich der Stege zu betreten, um mit den dort liegenden Booten auf das Wasser zu fahren. Auch das Betreten der Bootshäuser, um dort gelagerte Boote herauszuholen oder zurückzubringen, wird grundsätzlich wieder zulässig sein. Einer gesonderten Ausnahmegenehmigung bedarf es für die vorgenannten Tätigkeiten nicht mehr.”

Berliner Segler-Verband äußert Dank und Fragen

Der Vorstand des Berliner Segler-Verbands äußerte sich in einer ersten Stellungnahme dankbar. Es bleiben allerdings Unklarheiten, zum Beispiel in Bezug auf die Beendigung der Winterarbeiten: “Sofern die finale Überholung der Boote als ‘kontaktloses Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien’ angesehen werden kann, wäre dies auch unter Wahrung der Abstandsregelung gestattet. Gleiches gilt für das Abslippen ohne Gruppenbildung mit 2 Personen oder Personen aus einen Haushalt. […] Ob und unter welchen Bedingungen  ein ‘Gruppenabslippen’ möglich ist, werden wir versuchen zu klären.”

Außerdem sei noch unklar, wie es in den Bezirken Treptow/Köpenick und Reinickendorf weitergehe. Dort seien Bezirksanordnungen zur Sperrung der Sportanlagen getroffen worden, die auch alleine rechtsgültig seien. “Der BSV wird sich für schnellstmögliche Klarstellung einsetzen.”

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