Kind nach Kollision vor Tjörn weiter vermisst – Segler in dem Gebiet sollten Ausschau halten

Tragischer Unfall

Nach der Kollision eines Sportbootes mit einem Frachtschiff vor der schwedischen Westküste läuft die Suche nach einem Kind weiter. Eine Frau wurde tot geborgen. Der Unfall ereignete sich am späten Dienstagabend im Hakefjord vor der Insel Tjörn und hat eine große Rettungsaktion ausgelöst. Segler in dem gebiet sollten Ausschau halten.  

© Sjöräddnings­sällskapet

Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich vier Menschen an Bord des Motorbootes. Zwei Personen konnten von der Besatzung eines anderen Sportbootes aus dem Wasser gerettet werden. Sie wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Eine Frau und ein Kind wurden vermisst. Das Sportboot sank nach der Kollision. Die Frau ist mittlerweile tot aufgefunden worden, das Kind noch immer vermisst.

An der Suche beteiligen sich freiwillige Seenotretter der Stationen Stenungsund, Skärhamn und Rörö gemeinsam mit der schwedischen Seefahrtsverwaltung (Sjöfartsverket), der Küstenwache, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Zeitweise waren fünf Rettungsboote sowie Hubschrauber, Drohnen und weitere Einsatzkräfte im Einsatz. Die Suche wurde in der Nacht unterbrochen und am Mittwochmorgen wieder aufgenommen.

© Google Maps

Nach Medienberichten soll das zweite beteiligte Schiff ein rund 90 Meter langes Frachtschiff unter norwegischer Flagge gewesen sein. Die schwedische Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Schiffsführung aufgenommen. Wie es zu der Kollision kommen konnte, ist derzeit noch unklar.

Für Wassersportler ist der Bereich vor Tjörn und Stenungsund ein beliebtes Segelrevier mit gleichzeitig dichtem Berufsverkehr. Auch wenn die Hoffnung, das Kind lebend finden zu können, mit jeder Stunde sinkt: Wer derzeit dort unterwegs ist, sollte besonders aufmerksam Ausschau halten. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert