Der 134 Jahre alte Brixham-Trawler Leader ist wegen eines Wassereinbruchs in schwere Seenot geraten und löste einen Großeinsatz mit zwei Helikoptern aus. Nach der Ethel von Brixham, die im Januar nach einer Grundberührung auseinanderbrach, ist damit ein weiterer historischer Brixham-Trawler schwer havariert.

Der Notruf ging am Samstag, 5. September, ein. Leader befand sich nördlich der walisischen Insel Anglesey. Vier Menschen waren an Bord, als der Wassereinbruch ein Ausmaß erreichte, das einen Mayday erforderlich machte. Als die ersten Retter eintrafen, war die Lage ernst. Im Schiff stand bereits erheblich Wasser, zugleich waren Elektrik und Navigationssysteme ausgefallen. Ein Hubschrauber setzte einen Retter und eine Lenzpumpe an Bord ab, weitere Pumpen kamen von den Rettungsbooten. Zwei Handelsschiffe reagierten ebenfalls auf den Mayday und hielten sich bereit.

Bei rund zwei Metern Seegang gelang es schließlich, den Wasserstand so weit zu kontrollieren, dass der Motor weiter betrieben werden konnte. Leader setzte die Fahrt unter Begleitung der RNLI in Richtung Menai Strait fort und erreichte schließlich Beaumaris. Dort standen Feuerwehr und Küstenwache mit zusätzlicher Ausrüstung bereit. Der Einsatz war damit allerdings noch nicht beendet. Auch nach dem Einlaufen mussten Pumpen weiterarbeiten, um das Schiff schwimmfähig zu halten. Der Zustand des Rumpfes und das genaue Ausmaß des Schadens waren zunächst unklar.

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