Die Seenotretter der Station Büsum sind am Samstag, 22. August 2026, für die dreiköpfige Besatzung eines Jollenkreuzers im Einsatz gewesen. Das rund sieben Meter lange Boot war etwa eine Seemeile (ca. 1,8 Kilometer) vor Büsum aus gekentert, die Segler stürzten ins Wasser.

Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie die Crew einer Segelyacht retteten die Schiffbrüchigen. Die Seenotretter schleppten das havarierte Boot anschließend nach Büsum.
Kurz nach 12 Uhr meldete sich der Skipper einer Segelyacht bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. Er war auf dem Rückweg einer Regatta und befand sich südwestlich der Büsumer Perlebucht auf der Nordsee. Er hatte beobachtet, wie in seiner Nähe ein Jollenkreuzer gekentert war. Drei Menschen waren ins Wasser gestürzt und trieben nun am Boot in der Nordsee.
Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle See den in Büsum stationierten Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM. Die Seenotretter liefen sofort aus und trafen bereits wenige Minuten später am Einsatzort ein. Dort hielten sich zwei Männer – ein Vater und sein erwachsener Sohn – an ihrem gekenterten Boot fest. Die THEODOR STORM fuhr nahe an die beiden heran, sodass die Seenotretter den Schiffbrüchigen Leinen zuwerfen konnten, um sie an Bord zu nehmen. Auf der THEODOR STORM wurden beide Männer medizinisch untersucht. Sie waren unverletzt. Ihre Ehefrau bzw. Mutter war in der Zwischenzeit von einer anderen Yacht aus dem Wasser geholt worden. Auch sie trug keine Verletzungen davon.
Die Besatzung der THEODOR STORM kümmerte sich anschließend um den gekenterten Jollenkreuzer, der stark Wasser genommen hatte. Mit dem Arbeitsboot NIS PUK schleppten sie das Boot aus dem Fahrwasser und brachten es zum Büsumer Hauptstrand. Dort sicherten sie den Jollenkreuzer. Mit der Unterstützung der Büsumer Feuerwehr bereiteten seine Eigner das Boot anschließend für eine endgültige Bergung vor.
Zur Unglückszeit herrschten Winde der Stärke 4, in Böen bis 6 (bis zu 28 bzw. bis zu 50 km/h) aus nordwestlicher Richtung und teils kräftige Regenschauer.

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