Die Ermittlungen und Anhörungen zum tödlichen Unfall zwischen der Schnellfähre „Krilo Eclipse“ und einer 55 Fuß Segelyacht haben neue Erkenntnisse zu Tage gefördert. Das Bild des Unfallhergangs nimmt Konturen an und geht in eine klare Richtung.

Der schwere Seeunfall vor der kroatischen Insel Šolta, bei dem vier tschechische Segelurlauber ums Leben kamen, könnte sich anders abgespielt haben als zunächst vielfach angenommen. Neue Details aus dem Umfeld der Ermittlungen zeichnen ein deutlich verändertes Bild der letzten Minuten vor der Kollision zwischen dem Schnellkatamaran „Krilo Eclipse“ und der Segelyacht. Um was geht es?
Im Mittelpunkt steht dabei die Situation auf der Brücke der Fähre. Nach den aktuellen Erkenntnissen soll die „Krilo Eclipse“ mit rund 32 Knoten unterwegs gewesen sein, als es in den Splitska Vrata zur Kollision kam. Zum Unfallzeitpunkt soll nicht der Kapitän, sondern der 33-jährige 1. Offizier die Verantwortung für die Schiffsführung getragen haben. Gegen ihn wurde inzwischen Untersuchungshaft angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, nicht alle erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung der Kollision ergriffen zu haben. Im Fall einer Verurteilung drohen mehrere Jahre Haft.

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