Stephan Bodens Kolumne: Die endlose Diskussion: Ist das Seewetter oder Klima?

„Beispiele aus der Vergangenheit sind der Beweis, dass es sich ändert“

In diesen Tagen kommt man an dem Thema kaum vorbei. Deutschland schwitzt, die Wetterkarten leuchten dunkelrot und irgendwo in irgendeinem Hafen in irgendeinem Cockpit beginnt garantiert gerade wieder das Gespräch darüber, ob das nun Klimawandel ist, Wetter oder einfach nur Sommer.

Auf dem Bild zu sehen: Wetter. © Stephan Boden

 

Der Standardsatz in solchen Diskussionen: „So heiß war es (Jahreszahl wahlweise eintragen)  auch schon.“

Jo, stimmt.  Wer lange genug lebt, findet immer einen Sommer, in dem es ebenfalls heiß war. 1976 wird dabei besonders gerne genannt. Manchmal auch 1983 oder 2003. Je nachdem, wen man fragt. Und ein Blick auf den Altersdurchschnitt von Seglern zeigt, dass die meisten davon schon genug Lebensjahre gesammelt haben, um solche Schubladen mit Beispielen öffnen zu können. 

Dass Wetterereignisse wie Hitzewellen, Starkwindperioden, Stürme, Hochwasser und Co. aber deutlich zunehmen, sieht man allein schon daran, dass diese Art von Gesprächen immer häufiger stattfinden. Diese Diskussionen häufen sich immer mehr und so lässt sich bemerken: Beispiele aus der Vergangenheit sind der Beweis, dass es sich ändert.

Wer viele Jahre im gleichen Revier segelt, beobachtet das Wetter anders

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