Mit einem Wohnort- und damit einhergehendem Revierwechsel stellt sich nun die Frage nach einem Bootswechsel. Über Gedanken, Sinnhaftigkeit, Seelen, Liebe zu Booten und über Vernunft vs. Unvernunft.

Seit über einem Jahr wohnen wir nun in Kiel. Gisela, unser wunderschöner 20er Jollenkreuzer, 70 Jahre alt, liegt in Schleswig an der Schlei, derzeit noch bei Ilensee-Boote, um das Boot fit für die See zu machen. Die Schlei ist eigentlich ein perfektes Revier für das ballastlose Schiffchen. „Eigentlich“ ist hier mal wieder das entscheidende Wort. Denn die Schlei hat einen Haken für einen Jollenkreuzer, und der heißt: Schleimünde. Dort, wo sich die Schlei zur Ostsee hin öffnet, ist die Ausfahrt rüber ins gelobte Land, nach Dänemark, die dänische Südsee, meiner seglerischen Heimat und Liebe. Und Gisela ist nichts für die Ostsee. Denn Gisela kann kentern, sie richtet sich nicht wieder auf sondern die 1800 Kilogramm Stahl gehen vermutlich unverzüglich auf Tiefe. Will man das? Will man das erst recht, wenn man seine Familie dabei hat?
Schreibe einen Kommentar zu Lukas Luv Antworten abbrechen