Stephan Bodens Kolumne: Schweinswale immer mehr bedroht. Und niemanden interessiert es.

Die stillen Toten der Ostsee

Während die halbe Republik in den letzten Wochen wegen eines gestrandeten Buckelwals in kollektiver Hype-Aufregung war, sterben andere Meeresbewohner still und leise und kaum jemanden kümmert es: die Schweinswale. Warum es um die Meeressäuger schlecht steht und warum Herr Backhaus den Schutz bremst. 

Population bedroht. Bild: Firefly

 

Der gestrandete Buckelwal hat in den vergangenen Wochen enorme Aufmerksamkeit erzeugt – mediale Dauerpräsenz, politische Stellungnahmen und ein aufwendiger Rettungsversuch, der am Ende vermutlich erwartbar scheiterte. Es gibt „Timmy“-T-Shirts, „Hope“- Waldekos aus Epoxi und Tattoos. Der Aufwand war groß, die Betroffenheit ebenfalls. Was dabei aus dem Blick gerät: Parallel dazu verschärft sich seit Jahren eine Entwicklung, die deutlich weniger sichtbar ist, aber ökologisch erheblich schwerer wiegt. Es geht um Tiere, die jeder Ostseesegler kennt und Begegnungen mit ihnen immer einen Platz im Familienalbum finden. Es geht um Schweinswale. 

Die Lage: dramatisch

Mitgliedschaft erforderlich

Sie müssen ein Mitglied sein, um auf diesen Inhalt zuzugreifen.

Mitgliederstufen anzeigen

Already a member? Hier einloggen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert