Stephan Bodens Kolumne: Schweinswale immer mehr bedroht. Und niemanden interessiert es.

Die stillen Toten der Ostsee

Während die halbe Republik in den letzten Wochen wegen eines gestrandeten Buckelwals in kollektiver Hype-Aufregung war, sterben andere Meeresbewohner still und leise und kaum jemanden kümmert es: die Schweinswale. Warum es um die Meeressäuger schlecht steht und warum Herr Backhaus den Schutz bremst. 

Population bedroht. Symbolbild: Firefly

 

Der gestrandete Buckelwal hat in den vergangenen Wochen enorme Aufmerksamkeit erzeugt – mediale Dauerpräsenz, politische Stellungnahmen und ein aufwendiger Rettungsversuch, der am Ende vermutlich erwartbar scheiterte. Es gibt „Timmy“-T-Shirts, „Hope“- Waldekos aus Epoxi und Tattoos. Der Aufwand war groß, die Betroffenheit ebenfalls. Was dabei aus dem Blick gerät: Parallel dazu verschärft sich seit Jahren eine Entwicklung, die deutlich weniger sichtbar ist, aber ökologisch erheblich schwerer wiegt. Es geht um Tiere, die jeder Ostseesegler kennt und Begegnungen mit ihnen immer einen Platz im Familienalbum finden. Es geht um Schweinswale. 

Die Lage: dramatisch

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4 Kommentare zu „Stephan Bodens Kolumne: Schweinswale immer mehr bedroht. Und niemanden interessiert es.“

  1. Gunter Hilprecht

    sagt:

    Hallo Herr Boden,
    durch Zufall kam ich auf ihren Beitrag zum Wal. Ich bin total begeistert, leider wird er nicht die grosse Aufmerksamkeit erreichen die er verdient. Trotzdem bin ich froh und er hat fur mich einen privaten Nutzen, ich werde keine „Walvideos“ mehr öffnen müssen. Ich weiss es gibt noch differenziert denkende Menschen, die sich sich klug mitteilen können.

    Besten Dank
    Gunter Hilprecht

  2. „Z“ – Zorro, der Rächer der Rechtschreibung . . .

    sagt:

    Meine persönliche Wahrnehmung ist eine andere, als sie von der Wissenschaft offensichtlich festgestellt werden:

    Seit 1978 segele ich auf der Ostsee und wir haben heute nicht nur häufiger Beobachtungen von Schweinswalen sondern werden sogar von ganzen „Schulen“ regelmässig begleitet. So erst neulich auf dem Weg von Fehmarn nach Nystedt.

    Des weiteren begegnen wir seit einigen Jahren auch häufiger Seehunden, die waren früher einfach nicht in der Ostsee. Also ich habe sie jedenfalls nicht beobachten können.

    Es verwirrt mich sehr, dass meine eigene Wahrnehmung so überhaupt nicht mit dem, was ich lese und höre übereinstimmt.

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    1. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:

      1. Meeresbiologen und Experten lügen
      2. Deine Wahrnehmung ist subjektiv.

      Dieses Phänomen kann man übrigens gut bei der Elektromobilität beobachten: In Diskussionen kommt vom den Gegnern oft: „In meinem Bekanntenkreis hat niemand ein E-Auto. Die Zahlen des KBA können daher nicht stimmen.“

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  3. PL_achso77

    sagt:

    Danke für den Artikel. Du sprichst mir aus der Seele.

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