Stephan Bodens Kolumne: Über die Unart, sich gegen Päckchenlieger zu verweigern

„Kleingärtner-Vibes“

Boote, die längsseits liegen und keine Fender raushängen kennt man. Oft wird damit gezeigt, dass Päckchenlieger nicht willkommen sind. Letzte Woche während Unwetterfront konnte ich eine Szene beobachten, in sich ein Skipper verweigerte. Der Hafenmeister reagierte jedoch am folgenden Morgen  bravourös. 

©Stephan Boden

Letzten Samstag mitten in der Nacht in einem Hafen der dänischen Südsee. Seit Stunden fegt eine Unwetterfront über die Region hinweg. Starker Wind, Blitze und Regen, dazu Dunkelheit – keine Bedingungen, in denen man auf einem Boot sein mag – außer es liegt fest vertäut in einem geschützten Hafen. Vermutlich wird sich die Crew einer Segelyacht, die zur späten Stunde noch in den ziemlich vollen Hafen einläuft, genau das gedacht haben: „gleich sind wir zum Glück fest“. Danach folgt eine Szene, bei denen jeder Segler sprachlos mit Kopfschütteln zurückbleiben müsste. Was dann aber am nächsten Morgen passierte, ließ all meine Gerechtigkeitssynapsen freudig hüpfen. 

Weggescheucht



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2 Kommentare zu „Stephan Bodens Kolumne: Über die Unart, sich gegen Päckchenlieger zu verweigern“

  1. Grasbrook

    sagt:

    Die Geschichte ist schön geschrieben und man weint dem verscheuchten Skipper keine Träne nach. Und ja, fehlende Fender mögen als Zeichen gelesen werden, nicht willkommen zu sein. Allerdings gibt es Boote wie unseres, 70er Jahre, achteinhalb Meter, die aus mangelndem Stauraum nur vier Fender and Bord haben. Und wenn wir annehmen müssen, es käme noch wer oder sogar viele (größere), und der Schlängel ist vielleicht nicht perfekt, hängen wir alles was wir haben auf die Schlengelseite um zu erwartendem Druck zu begegnen. Meistens ist aber ein „Einladungsfender“ über, den hängen wir dann natürlich hin…
    Grundsätzlich finden wir aber deutlich häufiger nette Aufnahme, Hilfe und freundliche Nachbarschaft als das oft beschriebene Gegenteil- vielleicht liegt es (auch) an der Größe unseres Bootes?

  2. Ulrich Jäger

    sagt:

    Solchen Segelfreunden empfehle ich mal Helgoland zu Pfingsten. Entweder er würde Kielgeholt, haut heulend ab, oder fügt sich ohne Wiederworte. Zu Digger Hamburg Zeiten ging es mal darum, ob man sich an Rehlingstützen festhalten dürfe. Nun schon darum ob Päckchen geduldet wird 🤣.

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