Stephan Bodens Kolumne: Warum Dokumente und Lizenzen bei Seglern so überaus beliebt sind

„Herzlichen Glückwunsch zum KFZ-Schein!“

Es gibt Menschen, die freuen sich über Post vom Amt. Segler gehören eindeutig dazu. Kaum eine andere mir bekannte Gruppe lechzt und jubelt so dermaßen über Befähigungsnachweise, Scheine und Urkunden. Warum ist das so?

© Stephan Boden

„Gratuliere!“ „Super! Herzlichen Glückwunsch!“, „Sehr gut!“. Vor kurzem war es wieder so weit. Ein Segler postete auf Facebook ein frisch eingetroffenes Dokument, welches im Zusammenhang mit seinem Hobby stand, offizielle Stempel trug und eine Berechtigung enthält. Es hagelte Glückwünsche von Seglern und Seglerinnen aus seiner Blase, geschmückt mit stolzen Emojis, Herzen und maritimen Stickern. Um welches Dokument geht es? Um die Zuteilungsurkunde der Bundesnetzagentur (Ship Station License – SSL).

Für die SSL benötigt man einen Funkschein, seine Bootsdaten und eine Registrierung, zum Beispiel einen IBS oder ein Flaggenzertifikat. Reicht man den Antrag vollständig ein, bekommt man die Zuteilungsurkunde automatisch zugestellt und bezahlt die Gebühr. Also handelt es sich dabei lediglich um einen Verwaltungsakt mit Gebühr. Glückwünsche finde ich in diesem Zusammenhang immer sehr lustig. Nicht, dass ich was dagegen habe, aber das Ganze ist so eine typische Eigenart von Seglern. 

Immer ein weiterer Schritt Richtung Admiralität

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