Luisa Neubauer war im Januar einen Monat lang mit „Malizia Explorer“ in der Antarktis unterwegs – nun wird sie auch für diesen Törn von keinem Geringeren als Barack Obama geadelt. Damit erhält auch die Malizia-Initiative eine globale Reichweite.

Die deutsche Klima-Aktivistin hatte sich schon während der Vendée Globe als Fan von Boris Herrmann geoutet und ihn per Videoschalte auf seinem Ritt um die Welt besucht. Danach ging sie zur zweiten Antarktis-Expedition der „Malizia Explorer“ an Bord, die der IMOCA-Skipper zuvor gestartet hatte, und berichtete begeistert von den gut 30 Tagen an Bord.

Nun führte auch diese Präsenz zu einem Ritterschlag von höchster Stelle. Barack Obama legt sie und ihre Geschichte seinen 42,5 Millionen Followern wärmstens ans Herz: „Die jungen Menschen in unserem @ObamaFoundation-Leaders-Programm geben mir Hoffnung. Eine dieser Führungskräfte, Luisa Neubauer, engagiert sich im Kampf gegen den Klimawandel und war kürzlich in der Antarktis. An diesem Earth Day hoffe ich, dass ihr euch ihre unglaubliche Geschichte anschaut.“
The young people in our @ObamaFoundation Leaders program give me hope. One of those leaders, Luisa Neubauer, is working to fight climate change and recently traveled to Antarctica.
This Earth Day, I hope you’ll check out her incredible story. pic.twitter.com/T3yqryHRj2
— Barack Obama (@BarackObama) April 22, 2026
Der ehemalige US-Präsident veröffentlichte dazu ein Video, das Neubauer auf dem Forschungsschiff in polarer Umgebung zeigt. Darin beschreibt sie die Antarktis als „Ort der Hoffnung“ – gerade weil sie durch internationale Abkommen geschützt ist. In einer Zeit globaler Krisen wirke dieser Kontinent fast wie ein Gegenentwurf: ein Beweis dafür, dass gemeinsames Handeln zum Schutz des Planeten möglich ist.
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Für Neubauer ist die Aufmerksamkeit aus Washington mehr als nur symbolisch. Sie hatte bereits am Leadership-Programm der Obama Foundation teilgenommen und gehört damit zu einem Netzwerk junger internationaler Führungspersönlichkeiten. Dass Obama sie nun explizit hervorhebt, verstärkt ihre Rolle als eine der sichtbarsten Stimmen der Klimabewegung.

Ihre Reise mit der „Malizia Explorer“ war dabei mehr als eine medienwirksame Expedition. Eingebettet in ein wissenschaftliches Projekt beteiligte sich Neubauer am „Globalen Klassenzimmer“, bei dem tausende Schüler per Livestream Einblicke in die Antarktis und den Klimawandel erhielten. Die Verbindung von Forschung, Segelsport und Bildungsarbeit ist ein zentrales Element der Mission, die von Boris Herrmann initiiert wurde.

Mit der Würdigung durch Obama erreicht diese Geschichte nun ein Millionenpublikum – und zeigt, wie sehr sich die Wege von Hochseesegeln, Wissenschaft und Klimapolitik inzwischen miteinander verschränken. Neubauers Reaktion: „Kneift mich.“ kommentiert sie einen Repost des Obama-Videos.


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