Eine Yacht gerät in schwerer Dünung in Seenot. Ein Seenotrettungsboot mit sechs Besatzungsmitgliedern kentert. Zwei Retter und der Skipper der Segelyacht sterben. Der Fall vor der australischen Ostküste schockiert derzeit die Szene Down Under. Das Unglück ereignete sich nicht weit draußen auf dem offenen Meer, sondern direkt an einer jener berüchtigten australischen Barreeinfahrten, die selbst erfahrene Crews fürchten.

An Australiens Ostküste gibt es Passagen, die selbst erfahrene Skipper möglichst nur bei passenden Bedingungen anlaufen. Gemeint sind sogenannte „Bar Crossings“ – Flussmündungen, an denen Dünung aus dem Pazifik auf ablaufendes Flusswasser trifft. Vor allem bei auflandigem Wind entstehen dort kurze, steile und brechende Wellen, die Boote innerhalb von Sekunden querstellen oder zum Kentern bringen können.
Gerade in New South Wales gelten einige dieser Barreeinfahrten seit Jahren als berüchtigt. Für viele Passagen existieren eigene Warnsysteme, lokale Sicherheitsbewertungen und spezielle Trainings für Rettungscrews. Videos von kenternden Sportbooten oder Rettungseinheiten an solchen Einfahrten gehören dort fast schon regelmäßig zu den Nachrichtenbildern. Im Onboard Video der Seenotretter ist das eindrucksvoll dokumentiert:

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