Video: Ausbildungsfahrt bei Hack ohne Rettungsweste – Warum es geht und warum nicht

Eine Frage, zwei Antworten

Schaut man sich das Video einer französischen Ausbildungsyacht schwer rollend in der Hafeneinfahrt an, stellt die Community schnell die Frage nach den Rettungswesten. Wie lässt sich das einordnen?

(Direkter FB-Link)

Der erhobene Zeigefinger ist schnell gezückt, wenn Videos vom Segeln in den sozialen Netzwerken gepostet werden. Unter einem Video wie diesem dauert es keine paar Minuten, bis die ersten Kommentare genau dort landen, wo sie oft landen: bei den fehlenden Rettungswesten.

Vor allem bei einer offensichtlichen Ausbildungsfahrt kommen natürlich Fragen auf: Warum trägt da eigentlich niemand eine Weste? Ist das noch verantwortbar? Ist das für Segelschulen überhaupt erlaubt? Die Antwort darauf ist rein nüchtern betrachtet sehr einfach. Aber aus seemännischer Hinsicht gleichzeitig auch sehr komplex. 

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4 Kommentare zu „Video: Ausbildungsfahrt bei Hack ohne Rettungsweste – Warum es geht und warum nicht“

  1. Merten

    sagt:

    Denke dass es einem uninformierten Betrachter eines Videos nicht wirklich zusteht da den Zeigefinger zu heben und zu mosern. Was wissen wir denn wer genau da an Bord war.
    Die waren ja schon nur noch unter Motor unterwegs und Decksarbeit fand überhaupt nicht statt. Alle saßen im einigermaßen geschützten Cockpit.

    Hätte sich bei uns an Bord ähnlich abspielen können.
    Sobald aber jemand raus aufs Deck muss wird sofort die Weste angezogen, zumal bei solchen Bedingungen. Die Westen liegen am Niedergang oder unter der Sprayhood jederzeit griffbereit.
    Und die Nachtwache trägt Weste mit PLB ohne Diskussion.
    Der schreckliche Unfall der Meeri Tuuli zeigt auf der anderen Seite dass man manchmal selbst in Situationen die man selbst bis zum letzten Moment vielleicht gar nicht als sonderlich bedrohlich wahrnehmen mag, sich am besten schon nur noch eingepickt im Cockpit aufhalten sollte…
    Das muss man, speziell als Skipper, auch immer bei der Situatiuonsbewertung im Hinterkopf haben.
    grüße Merten

    1. Merten

      sagt:

      Was ich noch ergänzen möchte:
      Ich bin immer heilfroh wenn ich mich in einem Land aufhalte in dem das eigenmächtig entschiedene Überqueren einer roten Fußgängerampel nicht gleich ein verkehrsrechtliches Kapitalverbrechen ist wie in Deutschland.
      Es gibt durchaus eine Menge Situationen in denen viele Menschen selbst in der Lage sind zu entscheiden ob sie dabei jemanden gefährden oder nicht.
      Und das sag ich als Vater von 4 Kindern, der aber auch leidlich vorbildbewusst niemals oben genanntes täte wenn Kinder dabei zusehen.

  2. A Sailor

    sagt:

    Vielleicht war es auch nur eine Überführung mit anderen Profis…
    Eventuell sollten wir ja auch ERWACHSENEN Menschen manchmal selbst überlassen welche Risiken sie in ihrem Leben eingehen oder ob sie bei Rot über die Fußgängerampel gehen.,

    Es gibt genügend Vorschriften.

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    1. Überführungsfahrt mit so vielen Personen an Bord halte ich für eher nicht denkbar.
      Und zu Vorschriften: Sehe ich grundsätzlich auch so. Wenn man sich allerdings mit den Leuten der DGzRS unterhält, sieht man das dann entsprechend anders. Frag die mal, was die davon halten, die Dich dann stundenlang da draußen suchen müssen.

      Und nicht auszudenken, wenn man es den Leuten selbst überlassen würde, ob sie bei rot über die Straße gehen oder nicht. Sage ich übrigens als Vater eine 5 Jahre alten Kindes.

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