Erstmalig ist Peter Burling für Luna Rossa bei einer offiziellen Regatta angetreten und hat prompt gewonnen. Am Rande der America’s Cup-Vorregatta in Cagliari hat Matteo de Nora, der Finanzier hinter Team New Zealand, auf den Abgang seines Ex-Stars reagiert.

Matteo de Nora ist der Mann hinter Emirates Team New Zealand. Ohne den 69-jährigen Team Principal wären die Siegsträhne der Kiwis beim America’s Cup (2017, 21, 24) nicht denkbar gewesen – und laut Grant Dalton insbesondere nicht die Auftritte 2003, 2007, 2013. Der kanadische Unternehmer mit italienischen Wurzeln lebt in Monaco, ist dort Ehrenkonsul Neuseelands und Teil des Management Committees beim Yacht Club de Monaco.
Schon 2000 engagierte er sich erstmals für Team New Zealand und gehörte 2003 zu den „Mates“, einer Gruppe von Gönnern, die das Team vor dem finanziellen Kollaps retteten. Er stellte zwei Schecks im Gesamtwert von 450.000 Euro aus. Für seine Verdienste um den America’s Cup und um die medizinische Forschung wurde er 2011 mit dem Companion of the New Zealand Order of Merit ausgezeichnet. Heute steht er gemeinsam mit CEO Grant Dalton an der Spitze des erfolgreichsten America’s-Cup-Teams der modernen Geschichte.

Der Team Principal von Emirates Team New Zealand drängt sich normalerweise selten um ein Mikrofon. Umso mehr Aufmerksamkeit sorgt ein aktuelles Interview gegenüber der italienischen Zeitung La Stampa. Dort sagt er unter anderem zur Zukunft des America’s Cups: „Ich denke an neue Boote, wir brauchen eine neue Revolution.“
Insbesondere seine Aussagen zu dem überraschenden Abgang seines Steuer-Stars Peter Burling nach zwölf Jahren sind interessant. Er selbst hatte gesagt: „Die Ungewissheit und die Kontrolle, die Team New Zealand über mich wollte, war aus meiner Sicht einfach verrückt“. Er bestätigt, dass das Kernproblem die Unvereinbarkeit von Burlings Führungsrolle bei den Black Foils in der SailGP-Liga und den Anforderungen von ETNZ war: „Es wurde nicht in Worte gefasst wie ‚Du darfst kein SailGP machen, du musst das oder das tun‘ – es war mehr eine sehr lange Zeit absoluter Ungewissheit, in der sie im Wesentlichen die volle Kontrolle über meine Verfügbarkeit hatten.“
De Nora lässt nun durchblicken, dass es durchaus andere Aspekte gab.

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