Sportförderung: DSV und HNV legen Streit bei

Versöhnliche Töne

Der Heinz Nixdorf Verein hat den Streit mit dem DSV beigelegt und nimmt die Förderung des Olympischen Segelsports in Partnerschaft mit dem Verband wieder auf.

Das Jahr 2017 stand für den Deutschen Segler Verband unter keinem guten Stern. Präsident Andreas Lochbrunner trat im Ärger zurück und es wurde offen gelegt, wie schlecht es um die Finanzen stand, nachdem sich auch das Audi Sailing Team Germany aufgelöst hatte.

Mona Küppers

Das neue DSV-Präsidium. © Sven Jürgensen

In der Folge zog sich mit dem Heinz Nixdorf Verein zur Förderung des Segelsports (HNV) ein langjähriger DSV-Partner aus der Kooperation zurück. Es gab Ärger, weil bisher die Förderung an die sportfachliche Entscheidungsgewalt des HNV für die unterstützten Klassen gekoppelt gewesen war. Aber darauf wollte sich der DSV nicht mehr einlassen.

Der HNV vermeldete stattdessen die Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Regatta-Verein. Außerdem gründete er am Möhnesee eine Akademie zur Junioren-Förderung.

Das neue DSV Logo

Ein schwächelnder DSV war keine gute Basis für Sportler, die das Ziel Tokio in Angriff nehmen wollten. Die Finanzierung einer Olympia-Kampagne über den DSV schien kaum noch möglich. Dennoch haben sich erstaunlich viele Leistungsträger entschlossen, in der Weltspitze segeln zu wollen.

Und nun scheint auch mit der Wahl von Mona Küppers wieder etwas Hoffnung in die Verband-Strukturen zurückzukehren. Wo in den vergangenen Jahren die DSV-Granden eher auf Krawall gebürstet waren sind jetzt wieder versöhnliche Töne zu hören.

Darauf deutet nun auch hin, dass das Verhältnis zwischen  HNV und DSV neu bewertet wurde. Beide Parteien haben die Wiederaufnahme der Partnerschaft zur Förderung des olympischen Segelsports beschlossen.

Die Pressemitteilung:

Im Mittelpunkt der Vereinbarung für 2018 steht die Unterstützung der Perspektiv- und Nachwuchskader durch den HNV. So erhalten alle 22 Seglerinnen und Segler des DSV-Perspektivkaderteams über ihre gemeinnützigen Heimatvereine finanzielle Zuwendungen.

Der HNV unterstützt die Trainings- und Motivationsveranstaltungen für die Nachwuchskader sowohl inhaltlich als auch materiell. Darüber hinaus stellt er dem DSV zwei zusätzliche Großraum-Fahrzeuge zur Verfügung, um die Mobilität der Nationalmannschaften und der Trainingsgruppen am Bundesstützpunkt in Kiel zu verbessern.

Die Wiederaufnahme der Partnerschaft und die konkreten Maßnahmen wurden am 25.02.2018 auf der HNV-Mitgliederversammlung unter Führung der Vorsitzenden Petra Niemann-Peter beschlossen. „Der HNV ist seit vielen Jahren ein bekannter Förderer des olympischen Nachwuchses. Wir freuen uns, dass er bei uns wieder an Bord ist“, sagt Torsten Haverland, DSV-Vizepräsident Leistungs- und Wettsegeln.

Über den Heinz Nixdorf Verein

Der Heinz Nixdorf Verein zur Förderung des Segelsports e.V. wurde 1992 gegründet und geht auf den gleichnamigen Paderborner Computerpionier zurück, dessen unternehmerisches Lebenswerk in nur knapp 30 Jahren von 1952 bis zu seinem viel zu frühen Tod im März 1986 in einem der bedeutendsten Computerunternehmen Europas mit fast 30.000 Mitarbeitern mündete.

Im ehemaligen Hauptsitz der Nixdorf Computer AG in Paderborn befindet sich heute das größte Computermuseum der Welt, das Heinz Nixdorf MuseumsForum (www.hnf.de). Gleich nebenan das Heinz Nixdorf Institut als fester Bestandteil der Paderborner Universität (www.hni.uni-paderborn.de). Unweit davon befindet sich die noch von Heinz Nixdorf initiierte einzigartige Sportstätte, der Ahorn Sportpark (www.ahorn-sportpark.de) mit einer jährlichen Sportler-Nutzerzahl von mehr als 500.000 Menschen.

Das Spektrum der Förderprojekte der Heinz Nixdorf Stiftung sowie der Stiftung Westfalen und viele weitere Informationen über den Menschen, den Unternehmer, Visionär und Förderer sind nachzulesen unter www.heinz-nixdorf-stiftung.de.

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Carsten Kemmling

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