Stephan Bodens Kolumne: Wenn du ein Boot kaufst, von dem du noch nie zuvor etwas gehört hast

Passgenau mit Geschichte

Seit jeher pflege ich die Begeisterung für Kleinkreuzer. Und ich dachte, ich würde jeden Typ kennen, zumindest die Hersteller. Nun habe ich mir ein Boot gekauft, das von einer der erfolgreichsten Werften der Geschichte stammt, deren Name mir bislang aber völlig unbekannt war. 

© Anja Boden

Seit Wochen, vermutlich eher seit Monaten beschäftige ich mich mit dem Gebrauchtmarkt. Der Markt ist voll, die Preise im Keller und so wird das im Allgemeinen derzeit als „Käufermarkt“ bezeichnet. Also los – Boot suchen und kaufen. 

Ich schrieb bereits in der vergangenen Woche über all die Anzeigen ohne Aussagekraft, ohne Bilder, ohne Daten. Es gibt aber auch andere Anzeigen, wo viele Fotos eingestellt werden, alle Infos enthalten sind. Nicht nur Daten, sondern auch Jahreszahlen, wann ein Motor angeschafft wurde, wann am Boot welches Refit durchgeführt wurde. Irgendwann fand ich dann das Boot, welches ich am vergangenen Wochenende gekauft habe. Viele Bilder, viele Infos – innen schön hell, kein in dunklem Holz vertäfelter Partykeller. Alles sehr gepflegt. Und alles sehr sauber. 

Das einzige, worüber ich zunächst stutzte und mich eingehend informieren musste, war der Hersteller. Denn der Name, der dort aufgeführt war, war mir gänzlich unbekannt. Schreibfehler? Ganz und gar nicht, wie mir meine anschließende, detaillierte und spannende Recherche zeigte. Hinter dem Boot steht ein Name, und diesen Namen findet man unter anderem auch auf Siegerlisten von Olympia, zwei mal in der Siegerliste des Americas Cup und in der Hall of Fame des Segelns in den USA. Und deshalb fange ich mit der Geschichte dieses Mannes an, bevor ich zum Boot komme. Denn das gehört zusammen und ist für mich mit einem Wort zu beschreiben: passgenau für mich. 

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14 Kommentare zu „Stephan Bodens Kolumne: Wenn du ein Boot kaufst, von dem du noch nie zuvor etwas gehört hast“

  1. Lasse

    sagt:

    Kennst du die Geschichte, wie es dein Exemplar über den großen Teich geschafft hat?

    1. Es gab damals Importeure, die die Boote von O’Day nach Deutschland geholt haben. Einer soll in Maasholm gewesen sein. Am Mast kleben noch drei Aufkleber aus Laboe 86,87 und 88.

  2. Erposs

    sagt:

    Ich segle ebenfalls so eine Amibude (Hunter 23) aus den 80ern. Vieles ist einfach und pragmatisch gehalten, im Vergleich zu den Dehlerbooten aus dieser Zeit. Hat auch seine Vorteile. Ich mag das auch. Viel Spaß damit!

    1. Oh, Deines ist auch ein wirklich schönes Boot. Ich habe die gleichen Erfahrungen mit Kleinkreuzern gemacht, wie Du. Das bedeutet nicht, dass ich größere Boote nicht mag, ich habe nur für mich die Entscheidung getroffen, es gern kleiner und handhabbarer zu haben. Ich mag das. Grüße und Danke

  3. Safari

    sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum neue Boot. Sieht trotz der Größe „yachtig“ aus. Gefällt mir richtig gut.
    Wünsch Dir immer eine Handbreit…. Und schöne Törns in unserem Revier.

    Gruß, Thomas

    1. Vielen Dank und Handbreit!

  4. jorgo

    sagt:

    Glückwunsch! Ich kannte die Werft und den Typ bereits….allerdings nicht persönlich 😁

    1. Nicht schlecht. Ich kannte nix davon und ernte auch bei eingefleischten Kennern nur ein Achselzucken.
      Und danke.

  5. Ulrich Jäger

    sagt:

    Herzlichen Glückwunsch, fair Winds and gentle Waves. Hätte gerne noch ein paar Fotos vom Schiff gesehen 😍

  6. uerdmann

    sagt:

    Oh das sieht schön aus! Glückwunsch zum Boot und Danke für die interessante Geschichte.

  7. Johs

    sagt:

    Herzlichen Glückwunsch! Ich kannte die Werft auch nicht. Liest man die Geschichte, ist das umso erstaunlicher. Was es nicht alles gibt, unglaublich. Ein wirklich hübsches kleines Schiff. Allzeit gute Fahrt. ⛵

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