Umweltschutz: Klagelied vor dem Gletscher – mit dem Piano die Arktis schützen

Cooler Sound

Vor der Kulisse des Wahlenbergbreen-Gletschers (Spitzbergen) spielte der italienische Komponist und Klangkünstler Ludovico Einaudi eine „Elegie für die Arktis“. Spektakuläre Aktion zum ernsten Thema.

Der 60-jährige Künstler inszenierte und zelebrierte die nördlichste Piano-Performance aller Zeiten gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace auf einer künstlichen Insel, die vor dem kalbenden Gletscher treibt.

Einaudi will so gegen die Zerstörung der Arktis protestieren – eine buchstäbliche und in mehrfacher Hinsicht coole Aktion, mit der er weltweit Aufsehen erregt.

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Cooler Auftritt zum Schutz der Arktis © greenpeace

“Hier gewesen zu sein war eine großartige Erfahrung für mich. So konnte ich die Reinheit und Zerbrechlichkeit dieses Ortes sehen”, sagte Einaudi. “Es ist wichtig, dass wir die Bedeutung der Arktis verstehen, den Prozess der Zerstörung beenden und beginnen, sie zu schützen.” Die Installation ist Teil einer Aktion der Umweltorganisation Greenpeace anlässlich einer Staatenkonferenz über den Nordost-Atlantik, der sogenannten OSPAR-Kommission, die diese Woche in Spanien stattfindet. Dort soll unter anderem über einen Entwurf zum Schutz des europäischen Nordmeers entschieden werden.

Die rund zwei Tonnen schwere künstliche Eisscholle, auf der Einaudi spielte, ließ Greenpeace mit dem Schiff Arctic Sunrise in die Arktis transportieren. Das Instrument wurde von Deutschland ins Eismeer geschifft.

Website OSPAR

Greenpeace in der Arktis

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Mit kalten Piano-Fingern: Ludovico Einaudi © greenpeace

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Michael Kunst

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