Vermisste Yacht: Ausrüstung der „Munetra“ gefunden

„Wenig Hoffnung“

Seit dem 16. April wird die 7,50 m-Yacht „Munetra“ vor der neuseeländischen Küste vermisst. Von der Deutschen Crew André Kinzler, Lea Tietz und Veronika Steudler fehlt weiterhin jede Spur

"Munetra"-Skipper André Kinzler (33) © privat

“Munetra”-Skipper André Kinzler (33) © privat

Nachdem eine viertägige, intensive Suche nach der vermissten „Munetra“ Ende letzten Monats erfolglos blieb (SR berichtete), wurden jetzt erste „Spuren“ der Segelyacht gefunden.

Ein Fischer entdeckte  am Freitag vor der Südküste von „Southern Island“ die leere Rettungsinsel der „Munetra“ und am gleichen Tag fanden Spaziergänger ein Sitzpolster, das ebenfalls eindeutig der offenbar havarierten Yacht zugeordnet werden konnte.

Die örtlichen Behörden leiteten daraufhin eine weitere Suchaktion ein, in die erneut alle Küstenabschnitte einbezogen wurden. Auch diese Suche blieb ohne Erfolg.

Die 19jährige Lea Tietz wird Seit dem 16. April vor Neuseeland vermisst © von privat

Die 19jährige Lea Tietz wird seit dem 16. April vor Neuseeland vermisst © von privat

„Mittlerweile ist die Hoffnung, die Vermissten vielleicht doch noch lebend zu finden – etwa auf einer verlassenen, vorgelagerten Insel oder auf einem einsamen Küstenabschnitt – nur noch sehr gering,“ informierte die örtliche Küstenwache. „Zumal die jetzt gefundenen Teile deutlich darauf hinweisen, dass die „Munetra“ havarierte. Wir müssen leider davon ausgehen, dass der Skipper der Yacht die schwierigen Wetterbedingugnen zum Auslaufzeitpunkt falsch einschätzte!“

Neben dem 32jährigen Skipper und „Munetra“-Eigner André Kinzler, der bereits seit mehreren Jahren auf Neuseeland lebt, waren auch die beiden 19jährigen Deutschen Lea Tietz und Veronica Steudler (offenbar aus Sachsen) an Bord. Beide Frauen waren für ein sog. „gap year“ (Auszeit) auf der Südinsel Neuseelands, wo Kinzler zuletzt auf einer Farm jobbte.

Auch Veronika Steudler war mit an Bord der "Munetra" © von privat

Auch Veronika Steudler war mit an Bord der “Munetra” © von privat

Die Drei hatten sich offenbar kurz vor dem Unglückstörn kennen gelernt und beschlossen, gemeinsam die „Fjordlands“ von See aus zu erkunden. Familienmitglieder der vermissten Frauen sind mittlerweile in dem Städtchen Bluff eingetroffen.

Letzte Hoffnungen richten sich nun auf ein Seekayak, das Kinzler nach Angaben seines Arbeitgebers auch bei anderen Törns immer im Schlepp hatte und mit dem etwa die Drei in einer Bucht auf einen Strand übergesetzt haben könnten, wonach der Anker der „Munetra“ slippte und das Schiff – ohne die Drei an Bord – havarierte…

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Michael Kunst

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