Die Ultim-Klasse schien bereits abgeschrieben – doch nun erlebt sie überraschend ein Comeback: Nach dem Stapellauf der Gitana 18 und dem angekündigten Neubau von Banque Populaire folgt nun das dritte Projekt eines Trimaran-Foilers, der in 30 Tagen um die Welt rasen soll.

Nach Jahren ohne echte Neubauten, geprägt von Optimierungen bestehender Trimarane und vorsichtiger Kostenkontrolle, wirkte die spektakulärste Offshore-Kategorie der riesigen 100-Fuß-Ultim-Trimarane wie eingefroren. Doch nun ist wieder Bewegung in die Szene gekommen. Insbesondere die angesagten Designbüros konkurrieren nun nicht nur in der IMOCA-Szene, sondern streben auch danach, das absolut schnellste Segelboot der Welt zu bauen.
Das amerikanische Team Argo hat einen neuen Ultim bei VPLP Design in Auftrag gegeben. Der neue Trimaran des Argo-Teams soll Anfang 2029 zu Wasser gehen. Gebaut wird er bei Multiplast in Vannes, einer der renommiertesten Adressen für Hochleistungs-Offshore-Boote. Die Entwurfsarbeiten laufen bereits; die finalen Pläne für die Plattform sollen Ende 2026 vorliegen, der Baubeginn ist für Januar 2027 angesetzt.

Die Argo-Initiative soll konsequent auf Rekorde ausgerichtet sein. Das Team plant vor allem Crew-Rekordfahrten, etwa über den Nordatlantik oder auf der Kolumbus-Route von Cádiz nach San Salvador. Damit unterscheidet sich das Konzept von den regattaorientierten Programmen der etablierten Ultim-Teams – und eröffnet den Designern größere Freiheiten, da nicht alle Klassenregeln strikt eingehalten werden müssen. Möglicherweise hatte der Disput um den Gabart-Ultim eine abschreckende Wirkung.


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